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01.02.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

die stärkste Kraft im Kapitalismus, so hat es Adam Smith beschrieben, geht nicht von den Absichten der Marktteilnehmer aus, sondern von der Tatsache, dass Angebot und Nachfrage auf geheimnisvolle Art zueinanderfinden. Die „unsichtbare Hand” war seine Metapher für die hier wirkende Urgewalt.

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Adam Smith, 1787 © imago

Wir wissen nicht, ob Wladimir Putin die Werke des britischen Moralphilosophen studiert hat. Aber wir können mit Sicherheit sagen, dass die unsichtbare Hand ihm wertvolle Dienste leistet. Westliches Angebot und russische Nachfrage finden auch in Zeiten der Sanktionsregime zueinander. In Russland wird konsumiert und nicht kollabiert, so wie umgekehrt die russischen Rohstoffe auf verschlungenen Pfaden zur Kundschaft gelangen.

Hier die fünf verstörenden Fakten, die es gemäß der westlichen Handelsbarrieren gar nicht geben dürfte:

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Rubel-Banknoten © dpa

1. Das russische Finanzsystem, das man kurz nach Kriegsbeginn vom internationalen Zahlungsverkehr SWIFT abschnitt, ist nicht zusammengebrochen. Im Verlauf des Krieges wurde der Dollar gegenüber dem Rubel sogar schwächer – die russische Währung notiert derzeit rund 9,6 Prozent über dem Vorkriegsniveau.

 
Rubel auf Erfolgskurs
Wechselkurs gegenüber dem Dollar in den vergangenen fünf Jahren
Wechselkurs gegenüber dem Dollar in den vergangenen fünf Jahren
 
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Grund für diese Stabilität ist, dass die russische Leistungsbilanz trotz der verordneten Abschottung steigt und einen Überschuss vorweisen kann – die Exporte übertreffen die Importe, was die USA nicht von sich behaupten können. Das liegt auch an den Energiepreisen, die der Westen durch seine Boykott-Beschlüsse in den Himmel geschickt hat.

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Wladimir Putin © imago

2. Die russische Volkswirtschaft erlebte, wie der Westen auch, im vergangenen Jahr eine Delle und wird in 2023 laut der Vorhersage des Weltwährungsfonds (IWF) wieder wachsen. Der IWF geht von einem Wachstum um 0,3 Prozent aus. In 2024 dürfte das russische Wachstum das deutsche Wachstum deutlich übertreffen, sagt der IWF. Der Versuch, das Land ökonomisch in die Knie zu zwingen, ist damit gescheitert. Janis Kluge, Russlandexperte und Ökonom bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, kann nicht umhin als kühl zu bilanzieren:

  Die russische Wirtschaft hat das Jahr 2022 überlebt. “

 
IMF: Russland wächst schneller als Deutschland
BIP-Wachstum von Russland und Deutschland 2021 und Prognosen bis 2024, in Prozent
BIP-Wachstum von Russland und Deutschland 2021 und Prognosen bis 2024, in Prozent
 
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Sergej Alexaschenko, ehemaliger stellvertretender Finanzminister der Russischen Föderation, sagte auf einer Veranstaltung in diesem Monat, dass 2023 „ein schwieriges Jahr“ für die russische Wirtschaft sein werde, aber:

  Keine Katastrophe, kein Zusammenbruch. “
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Tim Cook, CEO von Apple © dpa

3. Apple und Samsung haben sich zu Beginn des Krieges zwar aus dem russischen Markt zurückgezogen, die Lücke füllen aber inzwischen chinesische Hersteller wie Xiaomi, Realme und Honor. Auch bei anderen Waren wie Waschmaschinen oder Industriegütern rücken die Türkei und vor allem China nach: Insgesamt erreichten die chinesischen Exporte nach Russland im Dezember ein Rekordhoch und trugen dazu bei, den starken Rückgang im Handel mit Europa auszugleichen.

 
Russland: Boomendes Chinageschäft
Exporte von fossilen Brennstoffen von Russland nach China seit Januar 2019, in Milliarden Dollar
Exporte von fossilen Brennstoffen von Russland nach China seit Januar 2019, in Milliarden Dollar
 
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Auch Apple- und Samsung-Produkte finden mittlerweile über die neuen Handelsrouten ihren Weg zurück nach Russland. Eine Studie zu den Sanktionsfolgen des US-Thinktanks Silverado Policy Accelerator sagt:

  Smartphones von Firmen wie Apple und Samsung werden weiterhin von Dritten nach Russland geliefert. Diese Produkte werden von ihren Produktionsstandorten in Asien – manchmal über Europa, Hongkong oder andere Länder – nach Armenien und Kasachstan geliefert. Von dort werden sie nach Russland exportiert. “

Die New York Times wundert sich:

  A strange thing happened with smartphones in Armenia last summer. “
 
Armenien versorgt Russland
Importe von elektrischen Maschinen und Geräten* nach Armenien, in US-Dollar
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4. Keineswegs teilen alle Firmen den politischen Willen, sich von Russland zu entkoppeln. Das Primat der Politik wird rhetorisch akzeptiert und im Tagesgeschäft missachtet. Eine Studie von Simon Evenett und Niccolò Pisani an der Universität St. Gallen behauptet, dass nicht einmal neun Prozent der EU- und G7-Konzerne ihre Tochterunternehmen in Russland aufgelöst haben.

Die Autoren haben 1.404 Konzerne analysiert, welche vor dem Krieg insgesamt 2.405 Tochterunternehmen in Russland betrieben. Nur 120 Konzerne haben der Studie zufolge mindestens eine Niederlassung vor Ort komplett abgeschrieben und veräußert. 20 Prozent der Unternehmen, welche in Russland nach diesen Kriterien noch aktiv sind, kommen aus Deutschland.

Das süffisante Fazit der Autoren:

  Vielleicht sind sich die westlichen Politiker und Wirtschaftsführer nicht so einig, was die Vorzüge der Entkopplung angeht. “

 
Der langsame Abschied aus Russland
Rückgang ausgewählter Kennzahlen aller EU- und G7-Unternehmen mit Investitionen in Russland durch den Abschied aus Russland, in Prozent
Rückgang ausgewählter Kennzahlen aller EU- und G7-Unternehmen mit Investitionen in Russland durch den Abschied aus Russland, in Prozent
 
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5. Auch auf der russischen Exportseite brummt das Geschäft. Die Welt ist weiterhin an den russischen Rohstoffen interessiert, die so reichlich im dortigen Permafrostboden schlummern. Kaum hatte der Westen seine Öl- und Gasbezüge eingestellt, sprangen neue Abnehmer ein. Dies bestätigt auch eine Recherche von Bloomberg. Laut dem Nachrichtenportal fließen rund 2,5 Millionen Barrel Öl pro Tag an die Türkei, China, Indien und viele afrikanische Staaten.

Auch Europa kommt trotz der Sanktionen nicht ohne russisches Gas aus. Länder wie Frankreich, Belgien, die Niederlande und Spanien erhalten laut der Lobbyvereinigung „Zukunft Gas“ immer noch russisches LNG. Über diesen Umweg wird auch Deutschland weiterhin mit russischem Flüssiggas beliefert – wenn auch nur mit reduzierter Dosis.

Fazit: Die unsichtbare Hand des Marktes lässt sich nicht fesseln, wie wir am Beispiel Russlands sehen und aus dem kriminellen Treiben der Menschenhändler, der Drogenbarone und Waffenschieber ohnehin wissen. „Sanctions are a low cost policy“, schreibt Agathe Demarais in ihrem soeben erschienenen Buch „Backfire“ (Fehlzündung).

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Agathe Demarais © agathedemarais.com

Fakt ist: Die Regierungen bedrucken mit ihren Handelsverboten das amtliche Papier und können oder wollen den Vollzug gar nicht im Detail kontrollieren. Sanktionsregime werden designt um zu beeindrucken – den Wähler, nicht Putin.

Kapiteltrenner Pioneers
Crowdfunding-Banner Bus (47 Prozent)

An dieser Stelle kommen in den nächsten Tagen Pioneers zu Wort, die persönlich für den Klartext-Express gespendet haben. Kleine und größere Summen wurden aufgeboten, um unseren unabhängigen Journalismus auch in die Dörfer und mittleren Städte zu transportieren. Ich danke Julius van de Laar, dem einzigen Deutschen, der hauptamtlich in den beiden Obama-Wahlkämpfen mitgearbeitet hat, für seinen Einsatz in Sachen Bürgerjournalismus: Yes, he can.

Zitatkachel Julius Van De Laar - Klartext-Express

Kapiteltrenner Beamtenversorgung 
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Prof. Martin Werding © imago

Der öffentliche Dienst in Deutschland ist von beeindruckender Größe. Mehr als 5 Millionen Beschäftigte arbeiten hier, davon 1,7 Millionen Beamte und Richter und über 3 Millionen Arbeiter und Angestellte, viele davon in Teilzeit. Da das Berufsleben endlich ist, gehören 1,8 Millionen Versorgungsempfänger ebenfalls dazu. Die durchschnittliche Beamtenpension liegt um mehr als das Doppelte über der gesetzlichen Rente.

 
Beamtenpension: Eine Wachstumsgeschichte
Ausgaben des deutschen Staates für Pensionen seit 1991, in Milliarden Euro
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Der Wirtschaftsweise und Professor für Sozialpolitik und Sozialökonomie an der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Martin Werding, fordert im Pioneer-Podcast-Gespräch mit meinem Kollegen Rasmus Buchsteiner Einschnitte bei der Beamtenversorgung:

  Der stärkste Hebel, den man hat, ist zu überlegen, wo wir wirklich Beamte brauchen. Also den Zugang zu diesem Status zu beschränken. “

Werding sieht durch die zu erwartende Pensionierungswelle erheblichen Handlungsdruck für Bund, Länder und Kommunen:

  Das Beamten-Versorgungssystem ist nicht mehr tragfähig – genauso wenig wie das Rentensystem. “
Podcast mit Prof. Dr. Martin Werding - 01.02.23 - BC
Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page

Der Sozialexperte empfiehlt, den Beamtenstatus auf hoheitliche Funktionen zu beschränken. Polizisten, Zeitsoldaten und Richter sieht er auch künftig als Beamte. Lehrerinnen und Lehrer nicht:

  Auch Professorinnen und Professoren müssen nicht zwingend Beamte sein. “

Kapiteltrenner Panzerausbildung
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Schützenpanzer „Marder“ © dpa

In aller Stille sind ukrainische Soldaten in der Bundesrepublik angekommen, die hier am deutschen Schützenpanzer Marder ausgebildet werden sollen. Nach der Landung in Köln ging es weiter Richtung Munster in Niedersachsen, wo der Ausbildungsort liegt.

Die Soldaten lernen ab jetzt in rund acht Wochen alle Basistätigkeiten eines Marderfahrers – das Funken, Fahren, Schießen und die Wartung. Unser Reporter Christian Schweppe berichtete von diesen Aktivitäten zur Kriegsführung in der Ukraine, die vom deutschen Militärischen Abschirmdienst fürsorglich begleitet werden. Zuletzt hatte der MAD immer wieder Verdächtiges an den Übungsplätzen bemerkt, wo bereits länger Ukrainer im Umgang mit der Panzerhaubitze 2000 trainiert werden. Der Verdacht des MAD: Russische Spionage.

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Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ „Leopard 2 A6“ © dpa

Die Ukraine erhält 40 deutsche Marder, dazu 14 Leopard-2-Kampfpanzer, an denen die Ausbildung ebenfalls bald anläuft. Auch auf deutschem Boden: In der Ukraine wäre das nach Ansicht der Bundeswehrführung zu gefährlich und technisch schwer machbar. Logistische Hilfe erhalten die Ukrainer außerdem von einer Vertragswerkstatt des Westens, die an der ukrainischen Staatsgrenze liegt, in Reichweite des Kriegsgebiets.

Wir lernen, was wir vorher schon ahnten: Deutschland ist nicht Kriegspartei – solange man nicht genauer hinschaut.

Kapiteltrenner Inflation Reduction Act
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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission © dpa

Der Inflation Reduction Act (IRA) der US-Regierung setzt die europäische Wirtschaft unter Druck. Die EU-Kommission will heute ihre Antwort auf den IRA präsentieren. Diese Antwort ist das Ergebnis monatelanger Diskussionen und erfolgloser Versuche, die USA zu einer Umkehr zu bewegen. Nun also wird – mit Geld – erwidert. Das sind die bisherigen Eckpunkte des europäischen Programms:

  • Bis 2030 sollen etwa 380 Milliarden Euro für Europas Übergang in eine klimaneutrale Wirtschaft mobilisiert werden – eine ähnliche Summe wie im IRA vorgesehen.

  • Das Geld soll aus dem 800 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds NextGenerationEU entnommen werden. Neue Schulden werden von Deutschland und den Niederlanden abgelehnt.

  • Bürokratische Hürden werden abgebaut, damit die Hilfe auch ankommt: EU-Staaten sollen Steuervorteile für Unternehmen in grünen Sektoren gewähren können. Bisher war das als „nationale Wettbewerbsverzerrung“ verpönt.

In den USA bekommen Unternehmen durch den IRA seit vergangenem Jahr bis zu 30 Prozent Steuerrabatt für Investitionen in erneuerbare Energien und die Elektromobilität. Allerdings – und hier liegt die Gefahr für Europa – müssen dafür weite Teile dieses Geldes in Nordamerika investiert werden. Europa spritzt jetzt das Gegengift.

 
Inflation Reduction Act: Was genau fördern die USA
Anteil der einzelnen Bereiche an allen IRA-Ausgaben für die Energiewende, in Prozent
Anteil der einzelnen Bereiche an allen IRA-Ausgaben für die Energiewende, in Prozent
 
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Meine Kollegin Luisa Nuhr hat den Inflation Reduction Act und das Subventions-Dickicht der EU im Detail untersucht. Wohin fließen die Subventionsgelder? Welche Bedingungen müssen Unternehmen erfüllen? Wo fehlt es der EU an Umsetzungskraft? Zu dieser nicht nur lesenswerten, sondern auch sehr nützlichen Analyse geht es hier.

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Der Subventionswettlauf
Europa verzweifelt am US-Programm IRA
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Kapiteltrenner Wohnungsbau
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Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz © imago

Inflation, Zinsanstieg und Fachkräftemangel erschweren die Bautätigkeit, weil sie vielen Projekten die Rentabilität nehmen: So sind die Baupreise nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,9 Prozent gestiegen.

 
Bauen wird teuer
Veränderung des Baupreisindex gegenüber dem Vorjahresmonat, in Prozent
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Der größte deutsche Immobilienkonzern Vonovia zieht jetzt eine radikale Konsequenz und stoppt alle für 2023 geplanten Neubauprojekte. Im Interview mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ sagte Vonovia-Vorstandsmitglied Daniel Riedl:

  Wir werden in diesem Jahr keinen Beginn von Neubauprojekten haben. Die Inflation und die Zinsen sind enorm gestiegen und davor können wir nicht die Augen verschließen. “
20221018-image-imago-mb-Neubaugebiet in Berlin
Neubaugebiet in Berlin © imago

Das Problem: In Deutschland fehlen 700.000 Wohnungen. Rund 280.000 Wohnungen wurden in 2022 gebaut – 120.000 weniger als von der Bundesregierung anvisiert. In 2023 ist nun ein weiterer Rückgang zu erwarten.

Fazit: Die Krise am Wohnungsmarkt wird durch diese Entscheidung von Vonovia – die betriebswirtschaftlich nachvollziehbar ist – verschärft. Das Schweigen der Bauministerin ist ohrenbetäubend.

Kapiteltrenner ExxonMobil 
20230201-image-dpa-pb-Erdgasföderplatz Goldenstedt Z23 von ExxonMobil
Erdgasföderplatz Goldenstedt Z23 von ExxonMobil © dpa

Das Geschäftsjahr 2022 war das Jahr der Rohstoffunternehmen. Vor allem die Gas- und Ölkonzerne lieferten Rekordgewinne ab. So auch die US-Firma ExxonMobil, die gestern vorbörslich die Zahlen zum abgelaufenen Quartal bekannt gab.

  • Der Umsatz stieg mit Blick auf das Vorjahresquartal um 12,3 Prozent auf 95,4 Milliarden Dollar.

  • Der Nettogewinn im vierten Quartal lag bei 12,75 Milliarden US-Dollar – ein Plus von über 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

  • Das Unternehmen erwartet für das gesamte Jahr einen fulminanten Nettogewinn von 55,7 Milliarden US-Dollar. Damit steigerte Exxon das Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahr um märchenhafte 140 Prozent.

Fazit: Das Ende des Ölzeitalters wird vertagt.

Kapiteltrenner Pfizer
20221102-image-imago-mb-Albert Bourla
Pfizer-CEO Albert Bourla © imago

Pfizer hat im vergangenen Jahr an der Pandemie gut verdient. Für den US-Pharmakonzern war es dank starker Verkaufszahlen seines Impfstoffs und seines Corona-Mittels Paxlovid ein Traumjahr.

  • Der Umsatz für das abgelaufene vierte Quartal konnte um zwei Prozent auf 24,3 Milliarden Dollar gesteigert werden.

  • Der Nettogewinn legte um 47 Prozent auf knapp fünf Milliarden Dollar zu.

Das Ganzjahres-Ergebnis reflektiert diese Ausnahmezeit: In 2022 setzte der Konzern gut 100 Milliarden Dollar um und damit 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 43 Prozent auf 31,3 Milliarden Dollar.

Doch die Ausnahme wird nicht zur Regel, was die Investoren mit einer kleinen Verkaufswelle quittierten: Die Umsatzprognose für 2023 liegt bei 67 bis 71 Milliarden Dollar, also mit 30 Prozent unter den 2022er Zahlen. Der Kurs sackte zwischenzeitlich um drei Prozent ab.

Kapiteltrenner King of Pop
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Michael Jackson, 1980 © imago

Das Leben des King of Pop, Michael Jackson sein Name, soll verfilmt werden. US-Regisseur Antoine Fuqua, bekannt etwa durch „Training Day“ oder „The Equalizer“, will sich dieses Stoffes annehmen.

20230201-image-imago-mb-Antoine Fuqua
Antoine Fuqua, US-amerikanischer Regisseur © imago

Der Film soll das gesamte Leben von Michael Jackson beleuchten. Seine Kindheit, in der er von seinem Vater terrorisiert wurde, die ersten Erfolge mit „The Jackson Five“ und den zunächst mühsamen Weg zum Weltstar, bevor dann der körperliche und mentale Abstieg des überforderten Künstlers begann. Auch sein exzentrischer Lebensstil sowie zahlreiche Missbrauchsvorwürfe will das Drehbuch behandeln.

Es soll also, so das Versprechen, kein Heldenepos werden. Obwohl die ökonomischen Daten die Geschichte eines Ausnahmemusikers erzählen:

  • Laut Guinness Buch der Rekorde ist Jackson der „Most Successful Entertainer of all Time“. 1989 verdiente er allein mit dem Verkauf von Tonträgern 125 Millionen US-Dollar.

 
20221130-image-dpa-pb-Cover des Albums „Thriller“ von Michael Jackson
Cover des Albums „Thriller“ von Michael Jackson © dpa

  • Sein Album „Thriller“ von 1982 ist mit 66 Millionen Verkäufen das meistverkaufte Album der Welt.

  • Er ist der männliche Solokünstler mit den meisten Nr.-1-Hits aller Zeiten.

  • Seine Erben erhalten noch heute 75 Millionen Dollar im Jahr aus den Verkäufen seiner Musik.

 
20230201-image-dpa-mb-Jaafar Jackson, Neffe von Michael Jackson
Jaafar Jackson, Neffe von Michael Jackson © dpa

Der Regisseur hat sogar schon den aus seiner Sicht geeigneten Hauptdarsteller gefunden: Jaafar Jackson, 26 Jahre jung und Neffe des 2009 verstorbenen Sängers. Auf Instagram verkündete der mittelprächtig erfolgreiche Schauspieler voller Vorfreude seine Beförderung.

  I’m humbled and honored to bring my Uncle Michael’s story to life. To all the fans all over the world, I’ll see you soon. “

Ich wünsche Ihnen einen glücklichen Start in diesen neuen Tag. Bleiben Sie mir gewogen.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
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