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27.03.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

seit Mitternacht erlebt Deutschland einen Generalstreik neuer Dimension. Auf den ersten Blick sieht alles normal aus: Der Bäcker backt, der Lehrer lehrt und der Händler handelt. Die einzelnen Organe der Volkswirtschaft funktionieren also noch.

Aber die Blutbahn zwischen diesen Organen – also die Mobilitätsinfrastruktur des Landes – wird heute vorsätzlich verklumpt. Das Flugzeug fliegt nicht. Die Eisenbahn und der Nahverkehrsbus stehen im Depot. An den Schleusen der Wasserstraßen wird nicht geschleust. Im Hamburger Hafen wird nichts verladen.

 
Reallöhne sinken
Veränderung des Reallohnindex, Nominallohnindex und Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr, in Prozent
Veränderung des Reallohnindex, Nominallohnindex und Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr, in Prozent
 
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Der Verkehrsinfarkt wird durch die Streikenden und ihre Funktionäre mutwillig herbeigeführt. Ein von Georg Herwegh 1863 verfasstes Gedicht erlebt seine zeitgemäße Neuinterpretation:

„Mann der Arbeit, aufgewacht!

Erkenne deine Macht!

Alle Räder stehen still,

wenn dein starker Arm es will.“

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© The Pioneer

Rund 100.000 Streikende werden heute dafür sorgen, dass die Züge von rund drei Millionen Zugreisenden und Flüge von 380.000 Flugreisenden annulliert sind. Die Flughäfen München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart haben de facto geschlossen. Im Straßenverkehr rechnet man mit heftigen Staus. An der Elbmündung warten mehr als 20 Schiffe auf die Einfahrt nach Hamburg.

 
Personenverkehr: Das Auto dominiert
Anteil der Verkehrsträger am deutschen Personenverkehr 2022, in Prozent
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Vordergründig geht es um Lohnerhöhungen und Inflationsausgleich:

  • Die EVG fordert für das Bahnpersonal mindestens 650 Euro mehr Lohn. Bei den höheren Entgelten strebt sie eine Steigerung um zwölf Prozent an – bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.

  • Verdi fordert für den öffentlichen Dienst 10,5 Prozent und mindestens 500 Euro mehr Lohn.

 
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© The Pioneer

Aber in Wahrheit klopft hier der Vorbote einer neuen Zeit an die Tür der Deutschen. Der demographische Wandel hat die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt zum Tanzen gebracht. Die Angst vor dem Gespenst der Arbeitslosigkeit ist verschwunden. Heute fürchten sich nicht mehr die Arbeitnehmer, sondern die Arbeitgeber – und zwar vor der Leere in Büro, Fabrik oder Abfertigungshalle, ausgelöst durch den chronisch gewordenen Arbeitskräftemangel.

Früher gab es auf dem Arbeitsmarkt der Bundesrepublik mehr Nachfrage als Angebot. 2005 waren 4,9 Millionen Menschen oder 11,7 Prozent aller Erwerbsfähigen arbeitslos. Das waren goldene Zeiten für Unternehmer.

 
Arbeitslosigkeit: Der Rückgang
Arbeitslosenquote unter allen zivilen Erwerbspersonen, in Prozent
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Die Kräfteverhältnisse haben sich seither verkehrt: Das Jahrhundert der Arbeitnehmer hat begonnen.

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© The Pioneer

In einem Land, in dem jährlich rund 400.000 Arbeitnehmer in den Ruhestand wechseln und durch Nachwuchs, der nicht geboren wurde, auch nicht ersetzt werden können, kommt es zur systematischen Nachfrageverknappung. Das bedeutet:

  • Das aktive Arbeitskräftepotenzial erfährt eine Aufwertung. Innerhalb der Betriebe kommt es zur Neuverteilung von Macht und Geld. Neuerdings fließen Geld und Ressourcen in das sogenannte „Talent Attraction Management“.

  • Die neue Mangellage verleiht den Gewerkschaften Flügel. Die Lücke zwischen Forderung und Gehalt dürfte sich im kommenden Jahr schließen. Die Unternehmer sind erpressbar geworden.

 
Streiks gewinnen an Dynamik
Anzahl der von Streiks betroffenen Betriebe in Deutschland seit 1993
Anzahl der von Streiks betroffenen Betriebe in Deutschland seit 1993
 
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Fazit: Wer ist stärker, der Elefant oder der Löwe?, wurde neulich in einer Tierdokumentation gefragt. Die Antwort: Es kommt auf die Uhrzeit an. Tagsüber kann sich der Elefant jederzeit gegen den Löwen zur Wehr setzen. Im Dunkeln aber, da die Löwen deutlich bessere Augen besitzen und der Elefant nahezu nachtblind sei, sähe es anders aus:

  At night we see a change of power. “

Diesen Machtwechsel erleben wir nun auf dem Arbeitsmarkt: Die Arbeitgeber im Transportgewerbe und ihre Passagiere sind in die Geiselhaft der Gewerkschaften geraten. Ihre Sonnenfinsternis hat begonnen.

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© The Pioneer

Kapiteltrenner Streik

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Frank Werneke © dpa

Sollten die Verhandlungen zwischen den 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst und ihren Arbeitgebern scheitern, droht Verdi-Chef Frank Werneke schon einmal vorsorglich mit einer Ausweitung des Arbeitskampfes. Die Streikbereitschaft sei sehr hoch.

Im Gespräch mit meinem Kollegen Rasmus Buchsteiner sagte der Gewerkschaftsboss gestern Abend:

  Für den Fall, dass es zu keiner Verständigung kommen sollte, bin ich mir einigermaßen sicher, dass das dann auch in anderen Bereichen der Fall wäre. “

Doch Werneke betont:

  Wir versuchen gemeinsam, diese Situation nicht entstehen zu lassen. “

Der Verdi-Vorsitzende verteidigt die groß angelegten Arbeitsniederlegungen an diesem Montag, die gemeinsam mit der EVG geplant worden sind:

  Wir machen einen eintägigen Warnstreik. Der hat Wirkung, keine Frage. Ein wirkungsloser Arbeitskampf macht wenig Sinn. Das sind Operettenstreiks. Und Operettenstreiks passen wirklich nicht in diese Zeit. “

Fazit: Im heutigen Pioneer Podcast hören Sie die Töne eines neuen gewerkschaftlichen Selbstbewusstseins.

Kapiteltrenner Ampelkoalition

Die Spitzen der Koalition haben sich gestern Nacht bei einigen Streitthemen angenähert.

Nachdem zunächst über vertrauensbildende Maßnahmen gesprochen wurde und die öffentlichen Streitereien Thema waren, habe man bei wichtigen Konfliktfeldern Lösungswege besprochen, erfuhr Pioneer-Chefredakteur Michael Bröcker von Teilnehmern.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) habe auf eine rasche Einigung bei der Beschleunigung von Infrastrukturvorhaben gedrängt, dies könne zu dem Erfolgsthema der Koalition werden.

Netflix-Teaser Olaf Scholz, Robert Habeck, Christian Lindner bei Kerzenschein
© The Pioneer

Dabei soll Grünen-Vizekanzler Robert Habeck akzeptiert haben, dass bei den Genehmigungsverfahren auch einige besonders dringliche Autobahn-Engpässe ausgebaut werden müssen, die FDP will in den kommenden Tagen im Gegenzug weitergehende Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehrssektor erarbeiten.

Fortschritte auch beim Streit um das Gebäudeenergiegesetz: Die Austauschfristen für Hauseigentümer sollen im Vergleich zum ersten Entwurf verlängert, die finanzielle Förderung für den Ersatz kaputter Öl- und Gas-Heizungen nun rasch konkretisiert werden.

Der Einbau von neuen Öko-Heizungen soll einerseits mit Zuschüssen aus dem Klimafonds (KTF) und Steuererboni erleichtert werden.

Das Klimageld, das aus dem steigenden CO2-Preis finanziert wird und direkt an die Bürger als Kompensation für die Belastungen durch die Energiewende ausgezahlt werden soll, soll doch schon vor 2024 kommen, sagte außerdem ein Teilnehmer.

Der Auszahlungsmechanismus könne wie beim Energiegeld für Studierende als Direktzahlung über die BundID erfolgen.

Details des Treffens sollen heute bekannt gegeben werden.

Kapiteltrenner Atomwaffen
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Strategische Atomrakete © dpa

Putin spielt mit den deutschen Ängsten vor einem Dritten Weltkrieg: Er will – sagt er – taktische Atomwaffen in Belarus stationieren. Sein Argument: „Wir machen nur das, was die USA schon seit Jahrzehnten machen“. Unter anderem in Deutschland sind amerikanische Atomraketen stationiert.

Am 1. Juli sollen die Raketenlager im ukrainischen und russischen Nachbarland Belarus fertiggestellt sein. Zehn Flugzeuge, die als Träger von Nuklearwaffen geeignet seien, seien bereits vor Ort, so Putin.

Diese Ankündigung bedeutet eine Eskalation der Symbolik, aber nicht der tatsächlichen Gefährdung:

Russland kann mit seinen Atomraketen schon jetzt jeden Punkt der Erde erreichen. Das Auswärtige Amt spricht von einem „weiteren Versuch der nuklearen Einschüchterung“. Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Adrienne Watson:

  Wir sehen keine Gründe, unsere eigene strategische nukleare Haltung anzupassen, noch irgendwelche Hinweise darauf, dass Russland den Einsatz einer Atomwaffe vorbereitet. “

Fazit: Im Osten nichts Neues.

Kapiteltrenner US-Wahl

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Donald Trump © imago

Donald Trump hat zu seiner Routine zurückgefunden: Seine erste große Wahlveranstaltung in Waco, Texas, nutzte der Präsidentschaftskandidat, um gegen seine Feinde auszuteilen. Er sieht sich – mal wieder – von ihnen umzingelt.

Die Demokraten hätten sich gegen ihn verschworen, erklärte Trump, und dabei die USA in eine „Bananenrepublik“ verwandelt. Grundlage für seinen Ausfall ist die erwartete Anklage gegen ihn aufgrund von vermeintlichen Schweigegeld-Zahlungen an die ehemalige Pornodarstellerin Stormy Daniels:

  Der Machtmissbrauch, den wir derzeit auf allen Ebenen der Regierung erleben, wird als eines der schändlichsten, korruptesten und verkommensten Kapitel in die amerikanische Geschichte eingehen. “

Dieser angebliche Missbrauch des Justizsystems (Trump sagt „weaponization“) sei das „zentrale Problem unserer Zeit“. Wer gegen ihn sei, sei gegen das amerikanische Volk. Seine Schlussfolgerung verrät die Absicht:

  Sie sind nicht hinter mir her, sondern hinter euch. “

Kapiteltrenner Klimawandel
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Mitglieder des Bündnisses „Berlin 2030 Klimaneutral“ © dpa

Der Berliner Volksentscheid und damit das Ziel, die Vision einer klimaneutralen Hauptstadt von bisher 2045 auf nunmehr 2030 vorzuziehen, ist gescheitert. Zwar hatten die Befürworter der Gesetzesänderung am Ende die Nase vorn, erreichten allerdings nicht das nötige Quorum von 25 Prozent der Wahlberechtigten, also 608.000 Stimmen.

Das Bündnis „Klimaneustart“ hatte im vergangenen Jahr Unterschriften gesammelt, um per Volksentscheid eine Änderung des Landes-Energiewendegesetzes zu erzwingen. Damit sollte sich Berlin verpflichten, bis 2030 keine Treibhausgase mehr zu emittieren. Dazu müssten Emissionen etwa von Autos, Flugzeugen, Heizungen, Kraftwerken oder Industriebetrieben um rund 95 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden.

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, die EU soll 2050 nachziehen.

Kapiteltrenner Solar
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Gunter Erfurt © dpa

Der Energiemix der Zukunft soll vielfältig und klimaneutral sein. Dazu gehört auch die Energiegewinnung durch Solarzellen in Europa – eine Technik, die einst in Deutschland entstand und dann nach China abgewandert ist. Wie es dazu kam und welches Potenzial im Markt der Solarzellen steckt, habe ich mit Gunter Erfurt besprochen.

Erfurt ist CEO der Meyer Burger Technology AG. Das deutsch-schweizerische Unternehmen stellt Solarzellen und Solarmodule her und verspricht sich viel von dieser Technik in der Zukunft. Jüngst gab es bekannt, seinen Nettoumsatz in 2022 von 39,9 Millionen auf 147,2 Millionen Franken gesteigert zu haben. Ein Milliarden-Umsatz wird in Aussicht gestellt.

 
Solaranbieter mit Aufwind
Aktienkurs von Meyer Burger Technology in den vergangenen zwei Jahren, in Schweizer Franken
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Der Vorstandsvorsitzende sieht Meyer Burger nicht als letzten Produzenten von Solarzellen in Deutschland an, sondern als Pionier:

  Wir sind wieder das erste Unternehmen, das anfängt, Solarzellen in Massenfertigung in Deutschland zu produzieren. “

Podcast mit Gunter Erfurt - 27.03.23
Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page

Warum wird nun der Reset-Knopf in Deutschland gedrückt?

  Der Markt ist sensationell. “

Erfurt ist zuversichtlich, dass Photovoltaik noch schneller wachsen wird, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehören für ihn auch Subventionen vom Staat:

  Wir reden über 11 bis 15 Milliarden, um eine Industrie als Investition wieder aufzubauen. In Relation: Seit Kriegsbeginn haben die EU-Staaten 150 Milliarden Euro für Öl und Gas nach Russland überwiesen. “

Fazit: Aus diesem Gespräch spricht Zukunftsmut und Abenteuerlust. Der ehemalige VW-Chef Herbert Diess, der ebenfalls auf die Solartechnologie schwört, hat sich bei der Firma vor Ort schon umgeschaut.

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Herbert Diess und Gunter Erfurt © LinkedIn

Kapiteltrenner: Elektromobilität

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Jim Farley, CEO von Ford © imago

Paukenschlag bei Ford: Der von Henry Ford gegründete Autohersteller hat konkrete Finanzkennziffern für das Geschäft mit Elektroautos ausgewiesen. Der US-Konzern rechnet in diesem Jahr mit einem Verlust von rund drei Milliarden Dollar in diesem Geschäftsbereich. Mit der separaten Veröffentlichung der Zahlen will Ford vor allem für mehr Transparenz an der Börse sorgen, während die meisten anderen Hersteller weiterhin ein Geheimnis aus den exakten Zahlen rund um das E-Auto-Geschäft machen.

20230327-image-dpa-mb-Ford Mustang Mach-E
Ford Mustang Mach-E © dpa

Doch nicht nur in diesem Jahr verzeichnet Ford einen Verlust mit der Elektro-Sparte. 2022 verbuchte der US-Konzern ein Minus von 2,1 Milliarden Dollar, 2021 waren es 900 Millionen. Dennoch sollen bis Ende dieses Jahres die Elektroautos der ersten Generation, wie der E-Transit, der Mustang Mach-E und der Pick-up F-150 Lightning, erstmals die Gewinnzone erreichen. Zudem soll bis Ende 2026 eine Rendite von acht Prozent für die Elektrosparte erreicht werden.

 
Elektroautos: Das Verlustgeschäft
Finanzgewinne des Ford-Konzerns nach Sparte, in Milliarden Dollar
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Deutsche Autohändler wie Mercedes und VW wollen nicht mitziehen und ihre E-Auto-Geschäfte nicht gesondert ausweisen. „Momentan nicht“, heißt es dazu bei Mercedes. „Wir stellen Volkswagen als Gesamtkonzern zukunftsfähig auf. Eine Abtrennung des Geschäfts mit elektrischen Fahrzeugen hat aus unserer Sicht wenig Vorteile“, sagte ein VW-Konzernsprecher.

Fazit: Wahrheit und Klarheit sehen anders aus. Anleger und Mitarbeiter haben ein Anrecht darauf, auch in Deutschland zu erfahren, wo im Automobilgeschäft Gewinne und wo Verluste erzielt werden.

 Kapiteltrenner: Termine der Woche

Montag:

  • In Potsdam beginnt die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

  • Bundeskanzler Olaf Scholz reist nach Rotterdam zu den deutsch-niederländischen Regierungskonsultationen. Schwerpunkt: Energieversorgung und Umweltschutz.

  • In Essen findet die Gläubigerversammlung von Galeria Karstadt Kaufhof statt.

Dienstag:

  • Am Abend wird die schon vergessene Verteidigungsministerin Christine Lambrecht mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet.

 
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Christine Lambrecht © imago

  • Die REWE Group hält ihre Bilanzpressekonferenz 2022.

  • Das US-Office of Federal Reserve Housing Enterprise Oversight veröffentlicht den US-Immobilienpreisindex für März.

Mittwoch:

  • In Washington steht eine Anhörung zum Bankenkollaps an. Vor den US-Senat geladen sind der FDIC Vorsitzende Martin Gruenberg sowie der Vize-Chef der Fed, Michael Barr.

  • Der Deutschlandbesuch von König Charles III. beginnt. Am Nachmittag landet seine Majestät in der Hauptstadt. Anschließend wird er mit militärischen Ehren am Brandenburger Tor von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier offiziell empfangen.

  • Das DIW stellt das nächste Konjunkturbarometer vor.

Donnerstag:

  • Das Statistische Bundesamt gibt die Inflationsrate für März 2023 bekannt.

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Friedrich Merz © dpa
  • Am Nachmittag lädt Unions-Fraktionschef Friedrich Merz eine Reihe von Kommunalpolitikern zum Gegen-Flüchtlingsgipfel der Opposition ein. Teilnehmen sollen rund 700 Landräte und Bürgermeister.

  • Bertelsmann gibt nach einem turbulenten Jahr – Zerlegung von Gruner & Jahr, Trennung vom RTL Deutschland Chef – seine Jahreszahlen für 2022 bekannt.

Freitag:

  • Die Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht die Schnellschätzung zur Inflation im Euroraum im März 2023 und den Arbeitsmarktbericht für Februar.

  • Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht den Arbeitsmarktbericht für März 2023.

  • Die Ratingagentur Fitch gibt ihre Bewertung für Deutschland bekannt.

  • In Berlin steht das neunte und damit finale Treffen der Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD an.

Kapiteltrenner Moore’s Law
20230327-image-dpa-mb-Gordon Moore
Gordon Moore © dpa

Einst gab es den Röhrenfernseher, jetzt streamen wir auf hauchdünnen Flatscreens. Früher startete man seinen Computer unter dem Schreibtisch, heute nehmen wir das MacBook Air mit ins Café. Doch hinter der Verkleinerung der Elektronik steckt nicht nur Praktikabilität, sondern eine Gesetzmäßigkeit.

20230327-image-dpa-mb-MacBook Air ist Apples bisher leichtestes Notebook
MacBook Air ist Apples bisher leichtestes Notebook © dpa

1965 prophezeite der Ingenieur Gordon Moore die Entwicklung der Halbleiter, die bis heute Grundbaustein aller technischen Geräte sind. Die Anzahl an Transistoren (elektronische Schaltelemente) auf einem Chip würde sich pro Jahr verdoppeln, während der Preis für dessen Entwicklung höchstens geringfügig steige, so Moore. Der Effekt: Geräte würden mit der Zeit immer kleiner und leistungsstärker.

Diese Faustregel erwies sich als so akkurat, dass daraus ein Gesetz abgeleitet wurde, benannt nach dem Erfinder: Moore’s Law (das Mooresche Gesetz). Der Grundsatz:

  Whatever has been done, can be outdone. “

 
Moore's Law: Prozessoren werden immer besser
Anzahl der Transistoren, die auf einen Mikroprozessor passen seit 1971
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Von dieser Gesetzmäßigkeit sollte ihr Erfinder später profitieren. Gordon Moore gründete 1968 gemeinsam mit Robert Noyce das Halbleiterunternehmen Intel – und wurde Milliardär.

Am Wochenende starb der US-Amerikaner im Alter von 94 Jahren im Kreise seiner Familie.

Ich wünsche Ihnen einen selbstbewussten Start in die neue Woche. Bleiben Sie mir gewogen.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Luisa Nuhr, Daniel Bayer, Till Henniges

Außerdem mitgewirkt haben heute Rasmus Buchsteiner und Michael Bröcker

Grafiken

Nils Lang (Daten), Henning Schmitter (Titelbild)

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