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11.04.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

Joe Biden sagt es. Emmanuel Macron sagt es auch. Und Annalena Baerbock sowieso.

Kaum ein Tag vergeht, an dem westliche Regierungspolitiker sich nicht zur „regelbasierten internationalen Ordnung“ bekennen. Der Koalitionsvertrag der Ampel benutzt den Terminus viermal. Er fühle eine besondere deutsche Verantwortung, sich für die „regelbasierte internationale Ordnung“ zu engagieren, schrieb Olaf Scholz kürzlich im „Foreign Affairs Magazine“.

Was in unseren Ohren heroenhaft oder auch nur selbstverständlich klingt, sorgt andernorts für Empörung. Man wirft dem Westen Scheinheiligkeit vor. Man will nicht akzeptieren, dass insbesondere die USA die Regeln der internationalen Ordnung für sich großzügig interpretieren – und bei Bedarf auch suspendieren.

Wer verstehen will, warum so unterschiedliche Nationen wie China, Südafrika, Iran, Indien und weitere 35 Staaten vor der UN-Vollversammlung der Verurteilung Russlands nicht mal rhetorisch zustimmten, kommt an dem Terminus von der „regelbasierten internationalen Ordnung“ nicht vorbei. Insgesamt machen diese Länder rund 61 Prozent der Weltbevölkerung aus.

 
Russland: Nicht allein
Ergebnis der UN-Resolution ES-11/7 vom 23. Februar 2023
Ergebnis der UN-Resolution ES-11/7 vom 23. Februar 2023
 
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Joe Biden © imago

Biden rechnet so:

„Die heutigen Kämpfe in Kiew, Mariupol und Charkiw sind die letzte Schlacht in einem langen Kampf: Ungarn, 1956; Polen, 1956 und dann wieder 1981; Tschechoslowakei, 1968.

Sowjetische Panzer schlugen demokratische Aufstände nieder, aber der Widerstand ging weiter, bis schließlich 1989 die Berliner Mauer und alle Mauern der sowjetischen Herrschaft fielen. Sie fielen. Und das Volk hat gesiegt.“

Viele Staaten rechnen anders:

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Mohammad Mossadegh, ehemaliger Premierminister des Iran © imago

Teheran, 1953: In der „Aktion Ajax“ des britischen Geheimdienstes mit der CIA wurde die sozialistische, vom Volk gewählte Regierung des Mohammad Mossadegh abgesetzt, weil sie es gewagt hatte, die Ölvorkommen zu verstaatlichen und mit Moskau zu flirten. Der Schah von Persien wurde als Marionette der USA eingesetzt – und die Ölfelder blieben in der Hand von Exxon und BP. Der Iran wurde zur Tankstelle der USA.

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US-amerikanische Flugzeuge vom Typ C 123 versprühen 1965 Baumentlaubungsmittel über dem südvietnamesischen Dschungel © dpa

Vietnam, 1965: Die US-Army begann im Januar 1965 das Entlaubungsgift Agent Orange einzusetzen, um der Guerillabewegung die Tarnung im Dschungel zu nehmen. Im Februar desselben Jahres ließ US-Präsident Lyndon B. Johnson erstmals Nordvietnam bombardieren. Ein 1975 eingesetztes Komitee des US-Senats schätzte allein die Zahl der zivilen Opfer in Südvietnam auf rund 1,4 Millionen. Die Gesamtzahl der Kriegsopfer beziffert sich auf 3,8 Millionen.

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Eine Familie kämpft sich während des Vietnam-Krieges 1965 durch die Fluten eines Flusses © dpa

 
Die Kriegsopfer
Gesamtzahl der Opfer ausgewählter Kriege unter Beteiligung der USA
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Jugoslawien, 1999: Ohne UN-Mandat begann die Nato am 23. März 1999, Serbien und seinen Moskau-freundlichen Herrscher Milošević zu bombardieren. Mit der Operation Allied Force (OAF) reagierte das westliche Militärbündnis erstmals auf einen Konflikt außerhalb des Bündnisgebietes, der – anders als in Artikel 5 des Nato-Vertrags vorgeschrieben – nicht durch den gemeinsam festgestellten Verteidigungsfall gerechtfertigt war.

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US-Soldaten in Afghanistan. © dpa

Afghanistan, 2001: Ohne Mandat der UN zogen die westlichen Truppen unter Beteiligung der Bundeswehr in den Anti-Terror-Kampf nach Afghanistan. Die Taliban hatten zwar mit der Planung und Durchführung der Terror-Anschläge vom 11. September nichts zu tun. Aber: Sie gewährten dem Terrorfürst Osama bin Laden einen Rückzugsort. Über 240.000 Menschen verloren in diesem Krieg, der nach 20 Jahren der Besetzung mit dem Triumph der Taliban endete, ihr Leben.

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Taliban-Kämpfer im Präsidentenpalast © dpa

Irak, 2003: Der von George W. Bush gestartete Irak-Feldzug folgte dem Schlachtruf des „Regime Change“ – und besaß weder ein UN-Mandat noch eine Legitimation durch die Nato. Die Behauptung, der Irak sei am Terroranschlag von 9/11 beteiligt, erwies sich als unwahr, ebenso wie die dem UN-Sicherheitsrat von US-Außenminister Colin Powell präsentierten „Beweise“, die die Existenz von „weapons of mass-destruction“ belegen sollten. Diese Waffen wurden nie gefunden.

Abu Ghraib, August 2003: Die Amerikaner funktionierten das irakische Gefängnis mit knapp 7.500 Gefangenen zu ihrem Internierungslager für radikal-islamistische Kämpfer um. Unter Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wurde das internationale Folterverbot dahingehend modifiziert, dass man den Gefangenen den Schutz der Genfer Konvention entzog und „spezielle Verhörmethoden“ erlaubte.

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Abu-Ghraib-Gefängnis im Irak, 2004 © imago

In Abu Ghraib kam es zu sadistischen Fessel- und Hinrichtungsspielen, bei denen die Inhaftierten erniedrigt, vergewaltigt und gefoltert wurden, manche von ihnen bis zum Tode. Das Bild des mit Elektroschocks gefolterten Ali Shallal al-Qaisi ging um die Welt. Auf einer Kiste stehend waren an beiden Händen Elektrodrähte befestigt.

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8. Mai 2004 © The Economist

Der Vorwurf, Putins Armee begehe in der Ukraine Kriegsverbrechen, erfährt durch diese Praktiken keine Rechtfertigung, aber seine Relativierung. Wichtige Teile der Staatengemeinschaft bestreiten heute nicht Russlands Gräueltaten. Aber sie bestreiten ihre Singularität.

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Butscha im Frühjahr 2022 © imago

New York, 2018: Die Art und Weise, wie die USA einseitig Wirtschaftssanktionen gegen missliebige Staaten einsetzen, entspricht keineswegs den Spielregeln von WTO und UN. Im November 2022 stimmten 185 Staaten in der UN-Vollversammlung für die Aufhebung des 1962 verhängten US-Embargos gegen Kuba. Nur die USA und Israel stimmten dagegen. Es war die 30. Verurteilung der USA in dieser Angelegenheit durch die UN-Vollversammlung.

 
Weltgemeinschaft will Kuba-Embargo beenden
Ergebnis der UN-Resolution A/77/5 vom 03. November 2022
Ergebnis der UN-Resolution A/77/5 vom 03. November 2022
 
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Washington 2023: Auch die neue Sicherheitsdoktrin der USA – die Unternehmen wie TikTok und Huawei ohne Vorlage von Beweisen der Spionage bezichtigt und nun auch europäische Unternehmen zum großflächigen Decoupling von China drängt – ist durch die regelbasierte Ordnung des Welthandels nicht gedeckt.

In der Stunde des chinesischen Aufstiegs wechseln die USA von Freihandel auf Protektionismus. Wir erleben das „weaponizing“ der westlichen Werte, um die ökonomische Vormachtstellung zu verteidigen. Lieferketten werden unterbrochen, Ballons vom Himmel geholt. Mark Leonard, Direktor des European Council on Foreign Relations, spricht von einer zunehmend erratischen US-Außenpolitik, die er „mob diplomacy“ nennt.

Fazit: Diese Fakten sprechen nicht gegen das Engagement für eine regelbasierte Weltordnung, aber sie sprechen gegen den moralischen Triumphalismus des Westens. Die USA sollten nicht nur nach Moskau, China, Nordkorea und Teheran schauen, sondern auch in den Spiegel.

Wer ein Gefühl für die seismographischen Schwingungen dieser Welt besitzt, spürt den Spannungsaufbau, der womöglich bald schon auf Entladung drängt. Unwillkürlich kommt einem der Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann in den Sinn:

  Man darf nicht das Gras wachsen hören, sonst wird man taub. “

Kapiteltrenner US-Wahlen

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Joe Biden © dpa

Joe Biden möchte für die US-Präsidentschaftswahlen 2024 erneut kandidieren. Wahrscheinlich. Vielleicht. So ganz sicher scheint er sich noch nicht zu sein. Im US-Fernsehen machte er gestern die Ankündigung seiner möglichen Ankündigung:

  Ich habe vor, zu kandidieren, (...) aber wir sind noch nicht bereit, es anzukündigen. “

Aha! Antreten würde er – falls er sich einen Ruck gibt – innerhalb seiner Partei gegen den Neffen des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, Robert Kennedy Jr., und die 70-jährige Autorin Marianne Williamson. Aus dem republikanischen Lager haben bisher unter anderem Donald Trump und Trumps ehemalige UN-Botschafterin Nikki Haley ihre Kandidatur für das Amt des Präsidenten angekündigt.

 
Joe Biden: Auf dem Weg zur Wiederwahl?
Durchschnittliche Zustimmungswerte des US-Präsidenten Joe Biden seit dem 24. Januar 2021, in Prozent
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Fazit: Die Äußerungen sind Ausdruck der Unentschlossenheit im demokratischen Lager. Immerhin wäre Biden bei seinem Amtsantritt 82 Jahre alt. Unklar bleibt, ob er sich selbst den Kraftakt eines Wahlkampfes in 50 Bundesstaaten und neun Zeitzonen zutraut. Sein letzter Wahlkampf fand vor allem digital statt, wegen Corona.

Kapiteltrenner Kamala Harris
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Kamala Harris auf ihrer siebentägigen Afrikareise in Ghana © dpa

Beim Rennen um die Präsidentschaft 2024 darf auch die amerikanische Vizepräsidentin Kamala Harris nicht in Vergessenheit geraten. Bei ihrer Reise nach Afrika vergangene Woche ging es neben wirtschaftlichen Beziehungen auch um Wahlkampf.

Wie sonst nur selten thematisierte sie an der Küste von Ghana in einem früher von Sklavenhändlern genutzten Hafen ihre Herkunft:

  This continent, of course, has a special significance for me personally, as the first black Vice President. “

Die schwarze Wählerschaft der USA vereint fast 14 Prozent der Wahlberechtigten auf sich. Eine wichtige Gruppe, die Harris für sich gewinnen könnte. Immerhin: Den Hafen an der Küste Ghanas hatte schon Barack Obama während seiner ersten Amtszeit besucht.

 
Kamala Harris: Chancen auf die Nummer 1?
Durchschnittliche Zustimmungswerte der US-Vizepräsidentin Kamala Harris seit dem 2. April 2021, in Prozent
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Kapiteltrenner Pentagon-Leak
20230411-image-imago-mb-Yoon Suk-yeol, Präsident von Südkorea und Joe Biden, Präsident der Vereinigten Staaten
Yoon Suk-yeol, Präsident von Südkorea und Joe Biden, Präsident der Vereinigten Staaten © imago

Dutzende US-Dokumente zum Krieg in der Ukraine, einige davon „top secret“, haben ihren Weg aus dem Pentagon ins Internet gefunden. Die Pioneer-Redaktion hat die wichtigsten zwei Fragen für Sie beantwortet:

Was steht in den Dokumenten?

Die Papiere enthalten Informationen der US-Geheimdienste zur Lage in der Ukraine. Etwa heißt es in einem Dokument, das auf den 23. Februar datiert und als „geheim“ gekennzeichnet ist, dass die ukrainischen S-300-Luftabwehrsysteme bei derzeitiger Nutzung nur noch bis zum 2. Mai eingesetzt werden können, denn danach wären die Munitionsreserven aufgebraucht.

Ein anderes Papier enthält Details über interne Diskussionen zwischen hochrangigen südkoreanischen Beamten über den Druck der USA auf Südkorea, die Ukraine mit Waffen zu beliefern.

Sind die Dokumente echt und wo kommen sie her?

Einiges, aber nicht alles ist echt, zitieren Medien wie die „New York Times“ hochrangige US-Beamte. Einige Dokumente scheinen manipuliert worden zu sein – zum Vorteil Russlands. So seien die Zahlen der Kriegstoten auf ukrainischer Seite weit über- und auf russischer Seite weit unterschätzt worden.

Die US-Behörden seien alarmiert über die Enthüllung und das FBI arbeitet daran, die Quelle des Lecks zu ermitteln.

Kapiteltrenner Macron in China

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Emmanuel Macron bei seiner Rede an der Sun-Yat-sen-Universität © dpa

Der französische Präsident Emmanuel Macron kam von seinem dreitägigen Besuch in China mit einer klaren Vision zurück: Europa brauche „strategische Autonomie“, um zur „dritten Supermacht“ neben den USA und China zu werden.

Auf dem Rückweg nach Paris am Samstag sagte er in einem Interview mit „Politico“, Europa dürfe nicht „in Krisen verwickelt werden, die nicht unsere sind“ – gemeint ist damit vor allem der wachsende Konflikt zwischen China und den USA.

Die zuvor angekündigte Mission, Peking zu bewegen, Russland beim Vorgehen im Ukraine-Krieg zu beeinflussen, war wenig erfolgreich: Es blieb bei einer vagen Ankündigung Xis, bei Gelegenheit mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu telefonieren.

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Emmanuel Macron und Xi Jinping © dpa

Auch über Taiwan hätte er mit Xi gesprochen, erzählte Macron Politico:

  Die Frage, die sich die Europäer stellen müssen, lautet: Liegt es in unserem Interesse, [eine Krise] in Taiwan zu beschleunigen? Nein. “

Beim Thema Taiwan gelte derselbe Grundsatz:

  Das Schlimmste wäre, zu denken, dass wir Europäer bei diesem Thema zu Mitläufern werden und uns von der US-Agenda und einer chinesischen Überreaktion leiten lassen. “

Nur wenige Stunden, nachdem Macron Guangzhou verlassen hatte, begann China mit großen Militärübungen rund um Taiwan.

Fazit: Unverkennbar übernimmt Frankreich die geistige Führung Europas. Zu einer Zeit, wo die deutsche Regierung zu allem, was aus Amerika kommt, synchron die Lippen bewegt, traut man sich in Paris eine europäische Eigenständigkeit zu.

Kapiteltrenner Tesla in China
20230411-image-dpa-mb-Tesla Giga-Fabrik in Shanghai
Tesla Giga-Fabrik in Shanghai © dpa

Tesla plant den Bau einer Batteriefabrik in Shanghai, um die Produktion der „Megapack“-Batterien in Kalifornien zu ergänzen. Die chinesische Agentur Xinhua berichtet, dass die Fertigung schon im dritten Quartal 2023 beginnen soll und die Produktion im zweiten Quartal 2024 aufgenommen werde.

Die leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien kommen in Batterie-Speicherkraftwerken zum Einsatz, anfangs sollen in Shanghai 10.000 Einheiten pro Jahr gefertigt werden. Das entspricht in etwa 40 Gigawattstunden an Energiespeicher.

Die neue Fabrik soll ein bereits bestehendes Werk in Shanghai für den Bau von E-Autos ergänzen. Tesla plant, das Geschäft mit Solarenergie und Batterien auszubauen, um eine ähnliche Größe wie das Hauptgeschäft mit dem Verkauf von Elektroautos zu erreichen.

Fazit: Um die De-Coupling-Politik seines Präsidenten kümmert sich Elon Musk nicht. Er ist Geschäftsmann und Pionier, nicht Follower und Duckmäuser.

Kapiteltrenner Atomausstieg
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Atomkraftwerk Isar 2 © dpa

Am Samstag soll die Energiegewinnung aus Atomkraft in Deutschland nach über 60 Jahren beendet werden. Es ist eine politische Entscheidung, keine gesellschaftliche: Fast zwei Drittel der Deutschen sind laut einer YouGov-Umfrage gegen den Ausstieg.

Wirtschaftsminister Robert Habeck möchte dem Wunsch der Bevölkerungsmehrheit nicht entsprechen. Er bezeichnete den Ausstieg als unumkehrbar und gibt zu bedenken:

  Ein Neubau von Atomkraftwerken hat sich immer als ökonomisches Fiasko dargestellt – ob in Frankreich, Großbritannien oder Finnland. “

Die künftige Energieversorgung in Deutschland erklärt er für gesichert. Was er nicht sagte: Sie ist gesichert, solange Deutschland aus französischen Atomkraftwerken beliefert wird.

Fazit: Auch eine halbe Wahrheit kann eine ganze Unwahrheit sein.

 
Atompolitik: Minderheit für Abschaltung jetzt
Umfrageergebnis zu der Abschaltung der laufenden AKWs, Antworten in Prozent
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Kapiteltrenner Steuerfahndung
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Birgit E. Orths, Steuerfahnderin © Lucrecia Althabe

Durch Steuerbetrug verliert der deutsche Staat jährlich Summen in Milliardenhöhe. Diese Fälle aufzuklären, ist Aufgabe der Steuerfahnder.

Birgit E. Orths macht genau das seit über 20 Jahren. Als Steuerfahnderin in NRW war sie bei der Aufklärung des Cum-Ex-Skandals und der Panama Papers dabei. Anfang des Jahres erschien ihr Buch „Als Steuerfahnderin auf der Spur des Geldes“, in dem sie die strukturellen Probleme ihres Berufsstandes beschreibt.

Im Pioneer Podcast erklärt sie heute Morgen, warum der Standort Deutschland großes Potenzial für Betrüger bietet:

  Die Täter haben in Deutschland ein Paradies. Sie sind uns meilenweit überlegen. “

Ein Must-Listen für alle Steuerzahler – und für den Finanzminister.

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Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page.

Kapiteltrenner Termine der Woche

Dienstag:

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Christian Lindner © imago

  • Das Frühjahrstreffen von Weltbank und IWF in Washington beginnt und dauert bis zum Wochenende. Aus Deutschland nimmt unter anderem Finanzminister Christian Lindner teil.

  • In Bern beginnt die Außerordentliche Parlamentssitzung zur Übernahme der Credit Suisse durch die UBS.

  • Eurostat veröffentlicht die Einzelhandelsumsätze im März für die Eurozone. Experten rechnen mit einem Rückgang um 3,5 Prozent.

Mittwoch:

  • Die US-Inflationsrate im März wird veröffentlicht.

Donnerstag:

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Josep Borrell, Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik © imago

  • Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell reist zu politischen Gesprächen nach China.

  • China legt die Außenhandelszahlen für das erste Quartal vor.

  • Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Inflationsrate von März 2023 sowie die Daten zum Außenhandel im Februar 2023.

Freitag:

20221028-image-imago-mb-Janet Yellen, US-Finanzministerin
Janet Yellen, US-Finanzministerin © imago
  • US-Finanzministerin Janet Yellen spricht auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank.

  • In den USA geht es in die nächste Berichtssaison mit den ersten Quartalsbilanzen der US-Großbanken JPMorgan Chase, Wells Fargo und Citigroup.

  • In Paris gibt der Verfassungsrat seine Entscheidung über die Rentenreform bekannt. Die Frage ist, ob die Gesetzgebung und das Vorgehen der französischen Regierung verfassungskonform sind. Außerdem entscheidet er über ein mögliches Referendum zur Beibehaltung des Renteneintrittsalters.

KAPITELTRENNER: Premiere 
20230411-image-dpa-pb-Mario und Luigi in einer Szene des Films „Der Super Mario Bros. Film“
Mario und Luigi in einer Szene des Films „Der Super Mario Bros. Film“ © dpa

Er ist ein Klempner aus Brooklyn, New York City, und Sohn italienischer Einwanderer. Die Werkstatt, die er mit seinem Bruder Luigi betreibt, läuft schlecht. Der italienische Akzent ist nur noch aufgesetzt, aus Authentizitätsgründen.

Das ist die Hintergrundgeschichte des neuen Films „Der Super Mario Bros. Film“, der am Osterwochenende weltweit in den Kinos angelaufen ist. Die Hauptrolle spielt der aus den Nintendo-Spielen bekannte Mario.

20230411-image-dpa-pb-Mario und Prinzessin Peach in einer Szene des Films „Der Super Mario Bros. Film“
Mario und Prinzessin Peach in einer Szene des Films „Der Super Mario Bros. Film“ © dpa

Mario und Luigi werden bei Reparaturarbeiten an einer Wasserleitung in eine geheimnisvolle Röhre gesaugt und landen daraufhin in einer magischen neuen Welt, in der sie – wie in den seit den Achtzigern beliebten Spielen – gemeinsam gegen eine Riesenschildkröte und den Bösewicht Bowser kämpfen und Prinzessin Peach retten müssen.

Der Film – an dem sechs Jahre lang gearbeitet wurde – legte in Deutschland den bisher besten Start des Jahrzehnts hin und landete daher folgerichtig auf Platz 1 der hiesigen Kinocharts.

Einmal mehr zeigt sich, dass Kritiker und Zuschauer andere Augen besitzen: Knapp die Hälfte aller bisherigen Filmkritiken in den USA ist negativ, meldet die Trackingwebsite „Rotten Tomatoes“. Von den Zuschauern dagegen beurteilen 96 % laut Wikipedia den Film positiv.

Fazit: Die meisten Menschen amüsieren sich gerne – am liebsten unterhalb des Niveaus der Kritiker.

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Mario, Prinzessin Peach und Toad in einer Szene des Films „Der Super Mario Bros. Film“ © dpa

Ich wünsche Ihnen einen schwungvollen Start in die verkürzte Arbeitswoche.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Luisa Nuhr, Till Henniges, Daniel Bayer

Grafiken

Nils Lang (Daten), Henning Schmitter (Titelbild)

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