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24.04.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

wenn man zynisch veranlagt ist, könnte man sagen: Die Ukraine rückt dem Frieden näher. Das wäre dann die gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht folgt allerdings auf dem Fuße: Es wird nach allem, was wir jetzt sehen, ein russischer Diktatfrieden sein. Die schlechte frisst die gute Nachricht wieder auf.

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Andrij Melnyk © dpa

Was ist passiert? Die Ukraine spürt den heißen Atem des Aggressors im Nacken. Sie fordert im Kampf gegen die russische Invasion eine Verzehnfachung der westlichen Militärhilfe. Das schrieb Vizeaußenminister Andrij Melnyk am Samstag auf Twitter. „Die Ukraine braucht zehn Mal mehr, um die russische Aggression dieses Jahr zu beenden.“

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Panzerhaubitzen 2000 (PzH 2000) der Bundeswehr © dpa

Der Westen sollte endlich aufhören, „künstliche rote Linien für die Unterstützung“ zu ziehen. Vielmehr sollten die Nato-Staaten ein Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Waffenlieferungen an die Ukraine frei zeichnen, verlangte er. Das wären im Fall von Deutschland mehr als 35 Milliarden Euro – damit knapp eine Verdopplung der jährlichen Ausgaben für die Bundeswehr.

Unverzüglich brach ein Shitstorm los, den selbst Melnyk so noch nicht erlebt haben dürfte. Kostprobe:

„Sie sollten sich schämen.“

„Wie wäre es mit Atombomben?“

„Völlig irre.“

„Euer Krieg, euer Geld.“

„Wir schulden euch nichts.“

„Ich dachte, die Ukraine gewinnt?!“

„Betteln Sie woanders.“

Wer durch den Pulverdampf hindurch schaut, der erkennt: Es steht nicht gut um die Ukraine – nicht in der öffentlichen Meinung und nicht auf dem Gefechtsfeld.

Die westliche Gegenwehr ist groß mit Worten und klein mit Erfolgen. Hier die acht äußerst unbequemen Fakten für den Westen:

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Wohngebiet in Mariupol © imago

1. Der Frontverlauf ist mit rund 1.300 Kilometern zu lang, als dass sich für die verhältnismäßig kleine ukrainische Armee hier noch Geländegewinne erzielen ließen. Die Ukraine gleicht immer mehr einem Rumpfstaat. Die Gebiete um Luhansk, Donezk und Melitopol, aber auch die Hafenstadt Mariupol gingen verloren. Das Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine ist weiterhin von Russland besetzt. So wie die Krim. Ihre Rückeroberung ist mit dem bisherigen Militärgerät unmöglich.

 
Ukraine: Der Frontverlauf
Die Lage der Ukraine am 23. April 2023
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2. Auch unabhängige Experten – unabhängig zumindest von der ukrainischen Regierung – gehen davon aus, dass die militärische Ausstattung der Ukraine unzureichend ist. Der Rheinmetall-Chef sagt, die Ukraine bräuchte ein mehrfaches ihrer bisherigen Panzerbestände. Ex-General Egon Ramms bestätigt diese Einschätzung:

  Um die ukrainische Operation wieder in Bewegung zu bringen, bedarf es einer größeren Zahl von Kampfpanzern und Schützenpanzern für das beweglich geführte Gefecht der verbundenen Waffen. Dazu weitreichende Artillerie und eine noch bessere Ausstattung für die Flugabwehr. “

 
Militärische Unterstützung: Gespaltene Meinung
Umfrageergebnis zur militärischen Unterstützung der Ukraine vom 21. April 2023, in Prozent
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3. Die wirtschaftlichen Sanktionen haben in Russland keinen Effekt erzielt, der Putin zur Aufgabe zwingen könnte. Für dieses und nächstes Jahr prognostiziert der IWF Steigerungen des russischen BIP um 0,7 und 1,3 Prozent. Wichtige westliche Güter wie Elektronikbauteile für das Militär finden über Länder wie Iran oder die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Weg zu Putin. Seine Öl-und Gasvorräte kann er jetzt zwar nicht mehr im Westen, aber dafür in Indien und China losschlagen. Putins Neukunden-Akquise ist intakt.

 
IMF: Russland wächst schneller als Deutschland
BIP-Wachstum von Russland und Deutschland und Prognosen bis 2024, in Prozent
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4. Ist Russland nach seiner Invasion, wie vom Westen gewollt, zum Paria der Weltgemeinschaft geworden? Das fragte Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik am Freitag beim Tag der Familienunternehmer. Die Antwort lieferte sie gleich hinterher: Nein. Ein großer Teil der Staatengemeinschaft sei der Meinung, dass auch Amerika eine expensive Großmacht und an diesem Konflikt nicht unschuldig sei.

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Xi Jinping und Wladimir Putin © imago

5. Mit China hat Putin einen wichtigen Spieler auf seine Seite ziehen können. Erst kürzlich bezeichnete Xi Jinping Putin als seinen „geschätzten Freund“. Derart ermuntert erklärte der russische Botschafter in Paris, Lu Shaye, es gebe im Bezug auf die Ex-Sowjet-Staaten inklusive der Krim „kein internationales Abkommen, das den Status einiger als souveräne Nation festlegt“.

 
Russland: China wird immer wichtiger
Handelsbeziehungen zwischen Russland und China seit 2015, in Milliarden US-Dollar
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6. Bisher hat der Westen – alle Verbündeten zusammen – nicht 55 Milliarden US-Dollar bereitgestellt, wie Melnyk sagt, sondern ein Mehrfaches an Direkthilfen, plus Abschreibungen auf westliche Investments in Russland plus die ökonomischen Folgen der westlichen Sanktionen in diesen Konflikt investiert. Die USA und EU allein haben der Ukraine laut dem Institut für Weltwirtschaft in Kiel schon über 130 Milliarden Euro an staatlicher Unterstützung zugesagt. Der Preis steigt, die Erfolge bleiben aus.

 
Ukraine: Großunterstützer USA
Staatliche Unterstützung für die Ukraine nach Ländergruppen bis zum 24. Februar 2023, in Milliarden Euro
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7. Die einst pro-ukrainische Öffentlichkeit schlägt sich in die Büsche. In der amerikanischen Bevölkerung sank die Zustimmung für die Unterstützung der Ukraine im Februar auf unter 50 Prozent von 60 Prozent im Mai 2022. In Deutschland finden laut Ipsos-Umfrage im März 30 Prozent, dass die Sanktionen gegen Russland die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die hiesigen Energie- und Lebensmittelpreise nicht wert seien.

 
USA: Sinkende Unterstützung in der Bevölkerung 
Umfrageergebnis zur US-Unterstützung der Ukraine im Februar 2023, in Prozent
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Emmanuel Macron in Peking © dpa

8. Als größter nachweisbarer Erfolg galt zwischenzeitlich die Geschlossenheit der NATO, die allerdings im Wesentlichen eine rhetorische Geschlossenheit war. In Wahrheit liefern keineswegs alle in gleicher Weise ihre Waffen in Kiew ab. Und: Macron hat deutlich gemacht, dass sich seine Sicht auf die Rolle Amerikas deutlich von der offiziellen Lesart der NATO unterscheidet. Im Bezug auf China und die Rolle Europas im Taiwan-Konflikt erklärte er:

  Das Paradoxe wäre, dass wir vor lauter Panik glauben, wir seien nur die Mitläufer Amerikas. “

Fazit: Der Westen in all seiner Geschlossenheit verstolpert sich. Seine Waffenlieferungen sind – gemessen jedenfalls am brachialen Einsatz der russischen Armee – zu gering, die Sanktionen zu uneffektiv und ein Friedensplan fehlt in Gänze. Der weitere Fortgang der Ereignisse ist unschwer zu prognostizieren: Ohne Strategieveränderung wird Kiew das neue Kabul.

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© The Pioneer

Kapiteltrenner Spionage
20230424-image-dpa-pb-Internationale Raumstation (ISS)
Internationale Raumstation (ISS) © dpa

Laut amerikanischen Geheimdienstinformationen baut China hochmoderne Cyberwaffen, die im Kriegsfall in der Lage wären, die Kontrolle über feindliche Satelliten zu übernehmen. Die USA sind besorgt, dass China mit der Entwicklung dieser Technologie die Fähigkeit aufbaut, die US-Satelliten „auszunutzen oder zu kapern“.

Chinas Angriffe zielen vor allem darauf ab, die Signale zu imitieren, die Satelliten von ihren Betreibern erhalten. In den Dokumenten heißt es, diese Fähigkeit würde es China ermöglichen, „die Kontrolle über einen Satelliten zu übernehmen und diesen für die Unterstützung von Kommunikations-, Waffen- oder Nachrichten-, Überwachungs- und Aufklärungssystemen unbrauchbar zu machen“.

Der Nationale Sicherheitsrat, die CIA und das Pentagon lehnten eine Stellungnahme ab. Auch Peking gab keinen Kommentar ab. Diese Nachrichten dürften die sowieso schon angespannte Beziehung zwischen den USA und China weiter belasten. Die Informationen wurden von einem Whistleblower an die Financial Times weitergereicht.

Kapiteltrenner Sudan
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Rauch über Khartum, Sudan © dpa

Im Sudan hat gestern die Evakuierung der rund 300 deutschen Staatsbürger begonnen. Am Nachmittag landete die erste Maschine der Luftwaffe in der Hauptstadt Khartum, nachdem ein erster Versuch am vergangenen Mittwoch abgebrochen werden musste. Die Lage ist seit über einer Woche eskaliert, es fehlt an Wasser, Lebensmitteln und Elektrizität. Mehr als 400 Menschen wurden laut WHO seit Beginn der Kämpfe vor gut einer Woche getötet.

Kapiteltrenner Tarifeinigung I
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Streikende von ver.di bei Kundgebung. © imago

Nach mühsamen Verhandlungen haben die Gewerkschaft ver.di mit Bund und Kommunen am späten Samstagabend eine Tarifeinigung für die Angestellten des öffentlichen Dienstes erzielt. Ausgangspunkt waren deren Löhne, die nicht mehr mit den gestiegenen Verbraucher- und Energiepreisen mithalten konnten.

Letztendlich verständigte man sich auf den vor rund einer Woche entstandenen Kompromissvorschlag mit einer Laufzeit von 24 Monaten, nachdem drei Verhandlungsrunden gescheitert waren. Die wichtigsten Veränderungen für die Gehälter der rund 2,5 Millionen Beschäftigten sind folgende:

  • Ab Juni erhalten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes eine gestaffelte Zahlung in Höhe von 3000 Euro, die als Inflationsausgleich funktionieren soll. Teilzeitbeschäftigte und Auszubildende erhalten einen Anteil der Zahlung.

  • Ab März 2024 werden die Gehälter um 200 Euro erhöht, Auszubildende können eine Erhöhung von 150 Euro verbuchen. Ist dieser Entgeltzuschlag erfolgt, sollen ebenfalls ab März 2024 nochmal alle Gehälter um 5,5 Prozent steigen.

  • Laut ver.di führen diese Schritte zu einer monatlichen Gehaltserhöhung zwischen 340 und 680 Euro – abhängig von der Beschäftigung. Das entspricht einer durchschnittlichen Lohnsteigerung von 11,5 Prozent.

  • Die Gesamtkosten des Paktes belaufen sich auf 4,95 Milliarden Euro für den Bund und 17 Milliarden Euro für die Kommunen.

Fazit: Dafür, dass Bund und Kommunen regelmäßig über knappe Kassen klagen und dem Steuerzahler ihre Sparsamkeit versichern, zeigt man sich hier spendabel. Vorsicht ist geboten: Die Gehaltserhöhung im öffentlichen Dienst ist die Steuererhöhung von morgen.

Kapiteltrenner Tarifeinigung II
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ver.di-Chef Frank Werneke © dpa

Die Tarifeinigung führt zu unterschiedlichen Reaktionen. Frank Wernke – Chef von ver.di – zeigt sich stolz. Aus seiner Sicht völlig zurecht:

  Das ist die größte Tarifsteigerung in der Nachkriegsgeschichte im öffentlichen Dienst. “
20230424-image-imago-pb-Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds © imago

Des einen Glück ist des anderen Leid. So nutzte Gerd Landsberg – Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds – eine andere Vokabel für die gleiche Sache:

  Mit rund 17 Milliarden Euro ist das der teuerste Tarifabschluss aller Zeiten. Dies trifft gerade die Kommunen, die ohnehin unter einer schwierigen Finanzlage leiden, hart. “
20230424-image-dpa-pb-Ralf Kusterer, stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft
Ralf Kusterer, stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft © dpa

Andere Gewerkschaften fühlen sich bereits ermuntert. Ralf Kusterer – stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft – ließ wissen:

  Das ist nicht nur ein gutes Ergebnis, sondern es ist die Richtschnur für die Tarifverhandlungen im Herbst. “

Fazit: Die Geister, die die Politik rief, wird sie nicht mehr los. Die allseits befürchtete Lohn-Preis-Spirale hat begonnen, sich zu drehen.

Kapiteltrenner: Heizungsgesetz
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Klara Geywitz © dpa

Am Samstag war FDP-Bundesparteitag. Auf der Agenda stand das neue Heizungsgesetz von Robert Habeck. Rund 80 Delegierte hatten einen Dringlichkeitsantrag zur Nachbesserung im Bundestag eingereicht. Die Forderung: eine technologieoffene, finanzierbare und weniger bürokratische Umrüstung bei der Gebäudeenergie.

Für meinen Kollegen Michael Bröcker Grund genug, mit der Bauministerin Klara Geywitz zu sprechen. Die SPD-Politikerin gibt sich anlässlich der Kritikpunkte der FDP gelassen:

  Natürlich muss man in Deutschland bei einem Gesetz, von dem eigentlich alle betroffen sind, davon ausgehen, dass es im Bundestag noch heftig diskutiert wird. Das haben uns alle Fraktionen signalisiert. “

In der FDP-Forderung nach mehr Marktwirtschaft und mehr Rechten auf Seiten der Eigentümer sieht sie keine Gefahr für weitere Konflikte:

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Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page

  Ich glaube, das ist sehr gut vereinbar mit unserem jetzt eingebrachten Gesetzentwurf. “

Das Interview mit Klara Geywitz hören Sie heute im Pioneer Podcast. Die Politik-Redaktion analysiert im Newsletter Hauptstadt – Das Briefing zudem, wie es mit dem Heizungsgesetz nun weitergeht und welche Korrekturen noch zu erwarten sind. Hier entlang.

HDB 23.04.2023
Heizungsgesetz, nächster Versuch
Das umstrittene Heizungsgesetz soll im Parlament korrigiert werden. Wir sagen, wie.
Briefing lesen

Kapiteltrenner SPD in Berlin
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Franziska Giffey © imago

Der Weg für die Große Koalition ist frei: Mit einer knappen Mehrheit hat sich die Berliner SPD für eine Regierungsbildung mit der CDU ausgesprochen. Insgesamt hatten rund 12.000 Mitglieder abgestimmt, 54,3 Prozent von ihnen billigten den Koalitionsvertrag.

Neuer Regierender Bürgermeister wird damit CDU-Mann Kai Wegner. Franziska Giffey will Senatorin werden. Sie hatte für das schwarz-rote Bündnis geworben, die Jusos kritisierten den Koalitionsvertrag als „ein schwarzes Korsett mit roten Schleifen“ und forderten eine Fortsetzung der Koalition mit Grünen und Linken.

Fazit: Franziska Giffey zog sich erst vom Ministerposten in der Regierung Scholz (nach Bestätigung des Plagiatsverdachts) und dann auch vom Job der Regierenden Bürgermeisterin (nach Wahlniederlage) zurück. Beide Male ging sie, um zu bleiben. Sie ist die Expertin für den strategischen Rückzug.

Kapiteltrenner: Goldrausch

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Goldbarren © dpa

Die Zentralbanken der Welt decken sich mit Gold ein. Im vergangenen Jahr wurden laut World Gold Council 1.136 Tonnen des gelben Edelmetalls gekauft. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Jahr 2021 von über 150 Prozent und der höchste Wert seit 1967. Grund dafür dürften die anhaltenden geopolitischen Spannungen sein, die für Unsicherheit sorgen.

Die People's Bank of China hat im November und Dezember 2022 rund 62 Tonnen Gold gekauft und damit ihre gesamten Goldreserven zum ersten Mal auf über 2.000 Tonnen erhöht. Die offiziellen Goldreserven der Türkei stiegen im Jahr 2022 um 148 Tonnen auf 542 Tonnen. Staaten im Nahen Osten und Zentralasien wurden vom Rat im vergangenen Jahr ebenfalls als „aktive Käufer“ von Gold aufgeführt, genaue Daten wurden hier aber nicht gemeldet.

 
Zentralbanken im Goldrausch 
Jährliche von Zentralbanken gekaufte oder verkaufte Menge an Gold, in Tonnen
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Ein Ende des Goldrausches dürfte aber noch nicht in Reichweite sein. Eine Umfrage der HSBC, die 83 Zentralbanken weltweit befragt, ergab, dass mehr als zwei Drittel aller Befragten davon ausgehen, dass auch 2023 die Goldmengen weiter erhöht werden.

 Kapiteltrenner: Termine der Woche

Montag:

  • Das Treffen der EU-Außenminister findet in Luxemburg statt. Neben dem Krieg in der Ukraine wird die Lage im Sudan erörtert.

  • Das ifo-Institut veröffentlicht den Geschäftsklimaindex für den Monat April.

 
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Flughafen BER © dpa
  • Am Berliner Flughafen (BER) wird der Flugverkehr eingestellt. Die Gewerkschaft ver.di hat zum Streik aufgerufen.

  • Der Getränkehersteller Coca Cola sowie das Konsumgüterunternehmen Henkel präsentieren die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal 2023.

Dienstag:

  • Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft EVG mit der Deutsche Bahn AG gehen in die dritte Runde. Die Verhandlungen sind auf zwei Tage angesetzt.

  • Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Verkehrs- und Digitalminister Volker Wissing stellen die Pläne zur Digitalisierung im Gesundheitswesen vor.

  • Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Februar-Daten vom Bauhauptgewerbe.

  • Zudem geht die Berichtssaison weiter. Wells Fargo, Citigroup, Alphabet, Microsoft, UBS, Visa, Nestlé, Pepsico, McDonalds und die Bank of America veröffentlichen ihre Zahlen.

Mittwoch:

20230424-image-dpa-pb-Robert Habeck
Robert Habeck © dpa
  • Wirtschaftsminister Robert Habeck stellt in Berlin die Frühjahrsprojektion für die deutsche Wirtschaft vor.

  • Meta Platforms, Boeing, Puma, Glencore und Goldman Sachs geben die Zahlen zum ersten Quartal bekannt.

Donnerstag:

  • Am Donnerstag blickt die Wall Street auf die erste Schätzung des BIP-Wachstums der USA im ersten Quartal.

 
20230424-image-dpa-pb-Kai Wegner
Kai Wegner © dpa
  • Der Berliner CDU-Chef Kai Wegner soll zum Regierungschef der Koalition mit der SPD gewählt werden.

  • Amazon, Deutsche Bank, Intel Samsung, Total Energies, BASF veröffentlichen die Quartalszahlen für die ersten drei Monate des Jahres.

Freitag:

  • Das Statistische Bundesamt gibt die Schätzung der Inflationsrate für April 2023 bekannt.

  • Das Europäische Statistikamt Eurostat veröffentlicht die Schnellschätzung zum BIP für die EU und die Eurozone im ersten Quartal 2023.

  • Die Bank of Japan gibt den nächsten Zinsentscheid bekannt.

 
20230223-image-dpa-mb-Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group AG
Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group AG © dpa
  • Die Unternehmen Mercedes, Bayer sowie Exxon Mobil gewähren einen Blick in die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals.

Rausschmeisser Nostalgie
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Sandmännchen © dpa

Es ist eine der schönsten Familien-Traditionen: das Erfinden und Vortragen von Gute Nacht Geschichten für Kinder.

Doch was als Kind dankend angenommen wurde, verlangt viel Zeit, vor allem aber auch elterliche Kreativität. Und das nach teilweise sehr harten Arbeitstagen. An dieser Stelle möchte das Wiener Start-Up „Oscar“ den Eltern unter die Arme greifen.

Mit der App „Oscar Gute Nacht Geschichten“ wurde eine Software entwickelt, die dazu imstande ist, neue Märchen und Geschichten zu schreiben. Und: Die App kann die neuen Geschichten auch personalisieren. Künftig werden Erzählungen vorgetragen, deren Protagonist das Kind selbst ist.

Wir lernen zweierlei: Früh übt sich, wer ein Narzisst werden will. Und: Alles kann man heutzutage outsourcen, auch elterliche Kreativität.

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Logo von Oscar © heyqq GmbH

Ich wünsche Ihnen einen kraftvollen Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Luisa Nuhr, Daniel Bayer, Alexander Wiedmann, Till Henniges

Grafiken

Nils Lang (Daten), Peter Gorzo (Titelbild)

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