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30.05.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

gute Wirtschaftspolitik ist wie Paartanz. Es braucht ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl und das Einfühlungsvermögen in die Gefühle des anderen, um über die synchrone Schrittfolge zur Anmut der Bewegung zu kommen. Timing ist alles, sagt Twyla Tharp, die große amerikanische Choreografin: Tanzen sei wie ein Banküberfall.

  Es geht um Sekundenbruchteile. “

Robert Habeck fehlt dieses Rhythmusgefühl. Seine Partnerin, die deutsche Wirtschaft, wird von ihm nicht geführt, sondern immer wieder überfallen.

Der Minister bewegt sich dabei durchaus schwungvoll, aber eben außerhalb des regulären Taktes. Er sieht die Wirtschaft, aber er fühlt und spürt sie nicht. Deshalb tritt er ihr auch dauernd auf die Füße.

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Ludwig Erhard © dpa

Wer diese Tanzpartnerin elegant führen möchte, wie es in der Vergangenheit den Wirtschaftsministern Ludwig Erhard, Karl Schiller, Otto Graf Lambsdorff und Wolfgang Clement gelang, muss die Angebotsseite der Volkswirtschaft verstehen lernen. Erst aus diesem Verständnis ergibt sich die Schrittfolge einer eleganten Wirtschaftspolitik.

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Ehemaliger Wirtschaftsminister Wolfgang Clement © dpa

Habeck ist der erste Wirtschaftsminister, der die Angebotsseite der Wirtschaft, also die Unternehmer und Unternehmerinnen, die dem Markt Produkte, Dienstleistungen und eben auch Jobs anbieten, in ihren Bedürfnissen nach Klarheit und Freiheit nicht anerkennt, sondern zurückweist. Die Tatsache, dass diese so kraftvoll scheinende deutsche Wirtschaft in ihrem Innersten ein zerbrechliches Wesen ist, das von Bedingungen abhängt, die sie selbst nicht hervorbringen kann, will oder kann er nicht verstehen.

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Wirtschaftsminister Robert Habeck © dpa

Es sind die folgenden sechs Zumutungen, die den Minister und die Wirtschaft nach anfänglichem Paartanz aus dem Takt gebracht haben:

Zumutung Nr. 1: Der Minister verweigert der Wirtschaft den Zugang zu bezahlbaren Grundnahrungsmitteln, was in ihrem Fall die Energieversorgung bedeutet. Den Atomstrom hat er ihr abgeschaltet, die Kohle verboten, das Gas geächtet und der Ausbau der Erneuerbaren Energien kommt aus bürokratischen Gründen auch nicht zügig voran.

 
Deutschland: Teure Energie
Industriestrompreise* (inklusive Stromsteuer) in Deutschland seit 1998, in Euro-Cent pro Kilowattstunde
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Trotz aller Widrigkeiten will Habeck an der größten Industriegesellschaft Europas ein grünes Exempel statuieren, wissend, dass sein autoritäres Vorgehen von anderen Nationen nicht bewundert, sondern zum eigenen Vorteil ausgenutzt wird. Die heimischen Anbieter von Industriearbeitsplätzen haben plötzlich die Weltkarte in der Hand. Etwas Besseres als den Tod werden sie überall finden.

Zumutung Nr. 2: Dieser Minister ist mit seinen Ausfallschritten unkalkulierbar. Kaum macht das Wort von der Deindustrialisierung die Runde, sickert diese unbequeme Wahrheit in das politische Gehirn des Ministers ein, wo es nun zum Kurzschluss kommt. Habeck wird unruhig, beginnt von einem politisch subventionierten Strompreis zu halluzinieren, für den er weder Geld noch die Rückendeckung von Kanzler und Finanzminister besitzt. Vier von fünf Wirtschaftsweisen sind dagegen. Alle wissen doch: Die Not, die er beseitigen will, hat er vorher selbst geschaffen. Habeck grummelt, grollt und tanzt jetzt Freestyle; mit seiner Unfreundlichkeit gegenüber anderen Ministern und Journalisten wird er zum Rumpelstilzchen der Politik.

Zumutung Nr. 3: Die Volkswirtschaft braucht fleißige Arbeitskräfte in ausreichender Zahl. Doch der Minister und seine Partei schicken den Sozialstaat in die Lohnkonkurrenz zur Privatwirtschaft. Das Bürgergeld mit all seinen Zutaten bedeutet für eine Familie mit zwei Kindern ein anstrengungsloses Nettogehalt von 2400 Euro.

Damit lässt sich der Arbeitskräftemangel in Deutschland nicht beheben. Der Zweiklang von Fordern und Fördern, den Gerhard Schröder in seiner Agenda 2010 durchgesetzt hatte, wurde aufgegeben. Mittlerweile beziehen 5,5 Millionen Menschen das Bürgergeld.

 
Bürgergeld: Lohnt sich Arbeiten noch?
Beispielrechnung* einer Familie mit einem Verdienst zu Mindestlohn im Vergleich zu einer Familie mit Bürgergeld, in Euro pro Monat
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Zumutung Nr. 4: Der Minister glaubt nicht an den Markt als effizientes Suchverfahren. Anders als die großen Automobilkonzerne BMW und Toyota, die in dieser frühen Morgenstunde bei den alternativen Antrieben auf die Gleichzeitigkeit von Wasserstoff, Bio-Fuels und der Elektrifizierung der Fahrzeuge setzen, hat er eine einsame Entscheidung getroffen. Habeck will die Elektrifizierung im Wärmemarkt und im Verkehrswesen: Die All-Electric-Society ist sein Ziel.

Das bedeutet, er kennt nicht nur das Ziel der Volkswirtschaft, die Dekarbonisierung, sondern er kennt auch alle Pfade dorthin. Er ist nicht mehr der Schiedsrichter, der das freie Spiel von Angebot und Nachfrage pfeift. So definierte Ludwig Erhard einst die Rolle. Der neue Wirtschaftsminister will mitspielen. Er will die Tore selber schießen. Die Wirtschaft betrachtet er nicht mehr als seine Partnerin, sondern als seine Erfüllungsgehilfin.

Zumutung Nr. 5: Den Freiheitsraum der Wirtschaft zu erweitern, also die Staatsquote wieder zu senken, ist bei Robert Habeck nicht vorgesehen. Er will eben nicht nur Technologien festlegen, die strategisch wichtigen Preise bestimmen und auch konkrete Sektorenziele vorgeben. Er ist bereit, für seine Politik den Staatsschuldenstand und die Abgabenquote weiter nach oben zu treiben. Damit schwinden die Freiheitsräume der Wirtschaft. Viele Unternehmer haben das Gefühl, Habeck will die Partnerin nicht führen, sondern würgen.

 
Deutschland: Hohe Staatsquote
Staatsquote (Ausgaben des Staates in Relation zum Bruttoinlandsprodukt) in Deutschland von 1990 bis 2022, in Prozent
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Deutschland: Hohe Abgabenquote
Abgabenquote (Verhältnis zwischen den gesamten Steuern und Sozialausgaben und dem Bruttoinlandsprodukt) in Deutschland von 1991 bis 2022, in Prozent
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Zumutung Nr. 6: Niedrige Steuern und die Wiederherstellung der Geldwertstabilität besitzen für diesen Minister keine Priorität. Sein Schulden-Appetit ist immens, weshalb er mit dem Finanzminister immer wieder aneinandergerät. Dass jede staatliche Schuldenpolitik die Bemühung der Notenbank um eine Reduktion der Geldmenge und damit eine Kontraktion der Märkte konterkariert, ist ihm entweder nicht bewusst oder gleichgültig. Oder beides.

 
Deutschland: Stark besteuerte Unternehmen
Körperschaftssteuersätze in ausgewählten Ländern im Jahr 2023, in Prozent
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Bessere Angebotsbedingungen, die den Unternehmer zum lustvollen Investieren anreizen, können in diesem Umfeld nicht gedeihen. Das durch die Schuldenpolitik und die Inflation hervorgebrachte Zinsumfeld ist Gift für Wachstum und Wohlstand, wie sich derzeit schon am Wohnungsmarkt besichtigen lässt. Der Vernünftige zieht sich zurück. Der Spekulant übernimmt die Regie.

Fazit: Robert Habeck ist kein Minister für, sondern ein Minister gegen die Wirtschaft. Er muss Substanz und Stil seiner Politik überdenken, wozu am Wochenende auch der grüne baden-württembergische Ministerpräsident riet, bevor es für beide Partner – die Volkswirtschaft und Habeck – zu spät ist. Vielleicht ist er sogar am besten beraten, die Tanzfläche zu verlassen und die Disziplin zu wechseln. Oder wie der Volksmund sagt:

  Wenn du nicht tanzen kannst, finde einen Grund zum Singen. “

Kapiteltrenner Feld und Haucap 
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Prof. Lars Feld © imago

Das könnte Sie noch interessieren: Die Pioneer-Chefökonomen Prof. Dr. Lars Feld und Prof. Dr. Justus Haucap haben in der aktuellen Folge ihres Ökonomie-Briefings Robert Habeck ebenfalls unter die Lupe genommen. Lars Feld urteilte scharf:

  Es wäre ganz gut, wenn man verbal abrüsten würde, der Bundeswirtschaftsminister ein bisschen zurückhaltender wäre und seine Enttäuschung für sich behalten würde. “

Hier geht’s zur Folge!

Kapiteltrenner Türkei I

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Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei © imago

Recep Tayyip Erdoğan soll nach über 20 Jahren an der Macht die Türkei weitere fünf Jahre regieren. Das ist das Ergebnis der Stichwahl am vergangenen Sonntag.

  • Erdoğan und seine AK-Partei konnten die Mehrheit der Wählerstimmen – rund 52 Prozent – für sich gewinnen.

 
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Kemal Kılıçdaroğlu © imago
  • Sein Herausforderer Kemal Kılıçdaroğlu, Kandidat des Oppositionsbündnisses aus sechs Parteien, verlor die Wahl mit rund 48 Prozent der Stimmen.

  • Bei der ersten Wahlrunde vor gut zwei Wochen hatte Erdoğan die zum Regieren nötige absolute Mehrheit mit 49,5 Prozent der Wählerstimmen noch knapp verfehlt.

Die Jubelfeiern in Deutschland, demonstrativ mit Autokorsos in den Innenstädten inszeniert, stießen vielerorts auf Ablehnung und auch auf echte Empörung. Der grüne Landwirtschaftsminister Cem Özdemir:

  Diese Feiern sind eine nicht zu überhörende Absage an unsere pluralistische Demokratie. “

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Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei © dpa

Seine Siegesrede am Sonntagabend richtete sich vor allem gegen die Opposition und die westlichen Medien. Erdoğan erklärte:

  Deutsche, französische und englische Zeitungen haben versucht, Erdoğan zu stürzen. Und auch sie haben verloren. “

Außerdem bekräftigte er:

  Die Türkei wird in der globalen Ordnung den Platz bekommen, den sie verdient. “

Kapiteltrenner Türkei II
Martin Erdmann
Martin Erdmann, ehemaliger deutscher Botschafter in der Türkei © dpa

Dazu passt: Der ehemalige deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, hat die Bedeutung einer erneuten Präsidentschaft Erdoğans für die EU und die Nato analysiert.

Die Richtungswahl 2023 habe bewiesen: Das System Erdoğan, mit oder ohne seinen Namensgeber, wird sich nicht mehr ändern, die Reise in eine immer repressivere und nationalistischere Autokratie ist vorgezeichnet. Wie soll die EU damit umgehen? Stichwort: EU-Beitritt, finanzielle Unterstützung, Flüchtlingspolitik. Erdmanns Plädoyer:

  So wie in der EU die Geduld mit dem autokratisch/korrupten System Orban in Ungarn nach langen Jahren der Selbstverleugnung an ihr Ende gelangt, so sollten auch im Verhältnis zur Türkei jetzt die Karten auf den Tisch gelegt werden. “

Hier geht es zum Gastbeitrag.

Kapiteltrenner US-Schuldengrenze
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US-Finanzministerin Janet Yellen © imago

Erfreuliche Nachrichten für die Weltfinanzmärkte: In der Nacht zum Sonntag verkündeten die beiden Großparteien den Durchbruch bei der Abwendung einer US-Haushaltskrise. Ohne Einigung wären die USA laut Finanzministerin Janet Yellen bis zum 5. Juni zahlungsunfähig.

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Joe Biden © dpa

Über Twitter teilte Präsident Joe Biden mit:

  Sprecher McCarthy und ich haben eine parteiübergreifende Haushaltsvereinbarung getroffen, die die schlimmstmögliche Krise verhindern wird – einen Zahlungsausfall zum ersten Mal in der Geschichte unseres Landes. “

Details zum Deal fehlen noch, doch die zentralen Streitpunkte dürften geklärt sein:

  • Es wurde sich auf eine Schuldenobergrenze für die kommenden zwei Jahre geeinigt. Die Ausgaben im kommenden Jahr sollen demnach auf das Niveau des laufenden Haushaltsjahres begrenzt werden und dürfen 2025 nur um etwa ein Prozent steigen. Ausgenommen davon sind Verteidigungsausgaben.

  • Zudem gab es Zugeständnisse der Demokraten beim Sozialsystem. Die Republikaner forderten, dass Personen, die soziale Leistungen erhalten, verpflichtet sind, einer Arbeit nachzugehen.

Nun muss der Entwurf im Laufe dieser Woche sowohl durch das Repräsentantenhaus als auch durch den Senat gehen, um schließlich vom Präsidenten unterzeichnet zu werden.

Eine reine Formalität dürfte dieser Gesetzesweg nicht sein: Im Senat rechnet man mit tagelangen Debatten und keiner offiziellen Abstimmung bis zum Wochenende. Jeder einzelne Vertreter im Senat hat zudem die Möglichkeit, die Gesetzgebung zu blockieren.

Außerdem ist die Situation im Repräsentantenhaus sehr verfahren. Die Republikaner haben eine knappe Mehrheit. Gleichzeitig gibt es mehrere Abgeordnete in der Fraktion, von denen viele von Trump unterstützt werden, die kein Interesse an einem Kompromiss zeigen. McCarthy hatte schon zu Beginn des Jahres Schwierigkeiten, von seiner Fraktion zum Vorsitzenden gewählt zu werden.

Fazit: Nach der Einigung mit dem Präsidenten ist vor der Machtprobe innerhalb der Republikanischen Partei. Das Trump-Lager, das bislang schwieg, hat nun seinen Einsatz.

Kapiteltrenner: Bürgergeld
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Hubertus Heil, Bundesarbeitsminister © dpa

Dass das Bürgergeld die Schrödersche Hartz-IV-Reform abgelöst hat, war auch der Tatsache geschuldet, dass die regierende SPD ihr Agenda-2010-Trauma, das in Teilen auch ein Gerhard-Schröder-Trauma war, endlich überwinden wollte. In Deutschlands Jobcentern sollte es freundlich zugehen: weniger Fordern, mehr Fördern. Die Sozialarbeiter-SPD meldete sich zurück.

In wenigen Wochen wird beim Bürgergeld die zweite Stufe gezündet. Unser Hauptstadt-Team hat sich das Ganze angeschaut.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte meinem Kollegen Rasmus Buchsteiner, es gehe darum, Menschen, die in Not geraten sind, verlässlich zu unterstützen.

  Es geht um weniger Bürokratie. Aber vor allem geht es darum, Menschen durch Qualifikation das Nachholen eines Berufsabschlusses zu ermöglichen und neue Wege in dauerhafte Beschäftigung zu öffnen. “

Was sich zum 1. Juli alles ändert und welche Vorbereitungen dafür gerade in Deutschlands Jobcentern getroffen werden, lesen Sie hier in unserem Politik-Teil.

Kapiteltrenner Neuwahlen in Spanien
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Pedro Sánchez, Ministerpräsident von Spanien © dpa

Nach der Wahlniederlage für die Sozialdemokraten bei den Regional- und Kommunalwahlen löste Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez gestern das Parlament auf und kündigte vorgezogene Neuwahlen an.

Der sozialdemokratische Regierungschef musste am Sonntag mit ansehen, wie seine Partei PSOE die Macht in sechs der zehn zuvor sozialdemokratisch regierten autonomen Regionen (vergleichbar mit den Bundesländern in Deutschland) an die konservative Volkspartei (PP) abgeben musste. Selbst in der einstigen sozialistischen Hochburg Andalusien gewannen die Konservativen.

Um nun auch in den gewonnenen Regionen regieren zu können, braucht die konservative PP allerdings die Stimmen der rechtspopulistischen Partei Vox, die ebenfalls bei den Wahlen zulegen konnte.

Die Neuwahlen sollen laut Sánchez zeigen, ob das Land zukünftig von Rechts geführt werden möchte – oder weiter von ihm. Er erklärt:

  Es gibt nur eine unfehlbare Methode, um diese Zweifel zu lösen. Diese Methode heißt Demokratie. “

Fazit: Hier sucht wieder ein Sozialdemokrat die Flucht in die Neuwahl. Das ging schon bei Kanzler Schröder schief, der nach einer Serie verlorener Landtagswahlen eine erneute Legitimation durch das Volk anstrebte. Das war der Beginn von 16 Jahren Angela Merkel.

 Kapiteltrenner: Termine der Woche

Dienstag:

  • Wirtschaftsminister Robert Habeck lädt zum Treffen der Ampel-Fraktionen. Es geht um das umstrittene Heizungsgesetz und den Fragenkatalog, den die FDP eingereicht hatte.

 
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Antony Blinken, US-Außenminister © dpa
  • In Schweden kommt der EU-US-Handels- und Technologierat für zwei Tage zusammen. Zu dem Treffen werden unter anderem US-Außenminister Antony Blinken, EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis und EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erwartet.

  • In Wiesbaden steht die Urteilsverkündung im Prozess um die Cum-Ex-Aktiendeals gegen den Steuerrechtsanwalt Hanno Berger an.

Mittwoch:

  • Das Statistische Bundesamt gibt die erste Schätzung der Inflationsrate für Mai 2023 bekannt.

  • Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht den Arbeitsmarktbericht für Mai 2023.

  • Zudem gibt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung das Konjunkturbarometer für Mai bekannt.

 
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Manfred Knof, Commerzbank-CEO © dpa
  • Sowohl die deutsche Commerzbank als auch der Facebook-Konzern Meta halten ihre Hauptversammlungen ab.

Donnerstag:

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Bundeskanzler Olaf Scholz © imago
  • Olaf Scholz nimmt in Moldau am Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft teil. Eingeladen sind die Staats- und Regierungschefs von 44 Staaten, darunter die 27 EU-Länder sowie weitere Länder wie die Schweiz, Schweden und Lettland.

  • Eurostat veröffentlicht die Schnellschätzung zur Inflation im Euroraum im Mai 2023.

  • Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Zahlen zu den Auswirkungen der Mindestlohnanpassung auf zwölf Euro im Oktober 2022.

  • Die EZB feiert ihren 25. Geburtstag.

Freitag:

  • In Singapur beginnt die dreitägige Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog. Hunderte Minister, Militärs und Experten aus aller Welt diskutieren über aktuelle Bedrohungslagen.

  • Bei der Google-Mutter Alphabet steht die Hauptversammlung auf dem Programm.

Kapiteltrenner BVB-Aktie

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Enttäuschte Spieler des BVB © imago

Beim Meisterschaftsfinale am Wochenende setzten vor allem die Anleger auf einen Sieg des BVB. In der vergangenen Woche stieg die Aktie des Fußballvereins aus Dortmund um über 32 Prozent. Alleine am Montag vor dem Finale schoss das Papier des Vereins um 23 Prozent in die Höhe.

Doch auf den Hochmut folgte der Fall. Die geplante Meisterfeier mit 200.000 Dortmund-Fans sowie das Knallen der Korken bei den Anlegern blieben aus. Denn am gestrigen Handelstag verlor die Aktie des Sportvereins jegliche Zugewinne und fiel um 33 Prozent auf 4,30 Euro.

Kapiteltrenner Zuhören I
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Christine von Fragstein © ZUHÖREN.DRAUSSEN

Die Zahl der einsamen Menschen in Deutschland ist während der Corona-Pandemie stark angestiegen: 2021 fühlte sich fast die Hälfte der Bevölkerung einsam. Doch auch ohne Lockdowns und Kontaktverbote ist die Einsamkeit in unserer Gesellschaft omnipräsent. Der Papst nennt sie „das Drama unserer Zeit“.

Christine von Fragstein, Gründerin der Initiative „ZUHÖREN.DRAUSSEN“, spricht im Pioneer-Podcast über Einsamkeit und die Tugend des Zuhörens.

  Wir haben Zuhör-Bänke in Düsseldorf. Das läuft folgendermaßen ab: Da ist eine Bank, auf der steht: ‚Setz dich gerne zu mir'. Da sitzen dann Ehrenamtliche und hören zu. “

Dass es überhaupt eine Zuhör-Initiative braucht, scheint ein Phänomen unserer Zeit zu sein:

  Die Welt ist komplexer geworden und die Leute nehmen sich einfach nicht die Zeit, richtig zugewandt miteinander in Kontakt zu kommen. “
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Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page.

Die Gründerin der Initiative glaubt, dass die Gesellschaft mehr Empathie besitzt, als sie heute zeigt:

  Ich würde mir wünschen, dass wir alle wieder das Zuhören lernen, auch die Führungskräfte. “

Kapiteltrenner Zuhören II

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Stefan Lischka, Laura Block und Stefan Rupp © Annette Koroll

Wenn Sie Zuhörer und Zuhörerinnen begeistern wollen mit einem eigenen Podcast, dann sind Sie herzlich eingeladen zum Workshop der Pioneer Foundation.

Innerhalb von drei Tagen – von Freitag, den 16.06.2023, bis Sonntag, den 18.06.2023 – lernen Sie von dem erfahrenen Pioneer-Podcast-Team, das täglich Deutschlands erfolgreichsten Podcast für Politik und Wirtschaft publiziert, die wichtigsten Basics von der Idee bis zur Umsetzung.

Der Workshop richtet sich an weltoffene Menschen mit journalistischer Neugier. Seien Sie Teil dieser neuen Bewegung. Worauf warten Sie noch? Bewerben Sie sich um einen von der Pioneer Stiftung finanziell geförderten und fachlich begleiteten Workshop-Platz. Dann sehen wir uns auf jeden Fall. Los geht's!

Ich wünsche Ihnen einen gut gelaunten Start in diese Vier-Tage-Woche.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Luisa Nuhr, Daniel Bayer

Außerdem mitgewirkt hat Rasmus Buchsteiner.

Grafiken

Nils Lang (Daten), Henning Schmitter (Titelbild)

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