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08.06.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

in kaum einem anderen Politikbereich liegen Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander: Die Migrationsfrage wühlt alle Nationen auf. Sie lässt Außenseiter wie die Rechtspopulistin Giorgia Meloni zur Regierungschefin von Italien aufsteigen. Sie sorgte dafür, dass Großbritannien sich von der europäischen Union lossagte, in der Hoffnung, den Zustrom von Ausländern damit begrenzen zu können.

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Giorgia Meloni © imago

Doch die Wahrheit ist: In allen westlichen Staaten steigt die Zahl der Zugewanderten. Die Wirklichkeit scheint für die politischen Parteien nicht mehr erreichbar zu sein.

  • In Großbritannien hat der Austritt aus der EU Effekte gezeigt, allerdings nicht die erwarteten: Drei Jahre später sind die Migrationszahlen auf einem Allzeithoch.

 
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Horst Seehofer © imago
  • In Deutschland, wo CDU und SPD die 2016 von CSU-Chef Horst Seehofer geforderte „Obergrenze“ von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr gemeinsam ablehnten, sind im vergangenen Jahr rund 1,25 Millionen Flüchtlinge (Asylbewerber und Ukrainer) angekommen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind gut 100.000 Erstanträge auf Asyl vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entgegengenommen worden, eine Zunahme um rund 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 
Asylanträge: Die Herkunftsländer
Herkunftsländer mit den meisten Asylbewerbern nach Anzahl in der EU 2022
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  • In der EU stieg die Zahl der Asylanträge ebenfalls deutlich an. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die 27 EU-Länder 2022 ein Plus von 64 Prozent. Dazu kommt: Rund eine Million Menschen warten noch auf eine Bearbeitung ihres EU-Asylantrags. Auf ein verbindliches europäisches Verteilsystem hat man sich bisher ebenfalls nicht einigen können.

 
 
Asylanträge: Europa ist überfordert
Anzahl der ausstehenden und neu gestellten Asylanträge in der EU seit Januar 2019
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  • Im vergangenen Jahr – das ist die dunkle Seite der heutigen EU-Migrationspolitik – sind mindestens 2500 Migranten im Meer ertrunken. In diesem Jahr sind es schon mehr als 980 Menschen.

Die gute Nachricht. Unter dem Druck der Ereignisse scheinen sich die europäischen Innenminister und auch die Regierungschefs erstmals auf eine gemeinsame Migrationspolitik verständigen zu können. Heute sollen in Luxemburg die Verhandlungen zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems beginnen.

Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag der schwedischen Ratspräsidentschaft. Im Einzelnen geht es um sieben Punkte:

1. Die Frontstaaten der EU sollen an den Außengrenzen der Gemeinschaft mehr Verantwortung übernehmen. Dort würden große Asylzentren entstehen, die ausnahmslos alle ankommenden Migranten erfassen sollen.

2. Asylbewerber mit geringen Aussichten auf Erfolg sollen bis zur Bearbeitung ihres Asylantrags – bis maximal zwölf Wochen – in diesen Asylzentren festgehalten und, falls der Antrag abgelehnt wird, von dort direkt abgeschoben werden.

Es ist vorgesehen, dass die Staaten an der Außengrenze insgesamt 30.000 Plätze für Grenzverfahren schaffen. Da das Verfahren auf drei Monate begrenzt werden soll, könnten jedes Jahr maximal 120.000 Anträge beschleunigt bearbeitet werden. Damit entstehen hinter den Asylzentren Wohnquartiere für mutmaßlich tausende Menschen.

3. Das aber bedeutet im Umkehrschluss: Wer beim sogenannten Screening in den Asylzentren eine hohe Schutzquote erzielt und damit eine hohe Chance auf Asyl besitzt, wird an freiwillige Aufnahmeländer unverzüglich weitergeleitet.

4. Gleichzeitig sollen die Überwachung und Abschiebung abgelehnter Asylsuchender erleichtert werden. Dazu würden an den Außengrenzen bereits Daten gesammelt und diese zentral gespeichert werden. Die Vielzahl der nicht vollstreckten Abschiebungen würde man gern reduzieren.

5. Außerdem sollen die Frontstaaten an den Außengrenzen mehr Unterstützung von der Gemeinschaft erhalten, wenn sie mit einem besonders großen Andrang konfrontiert sind. Diese Unterstützung müssten Länder wie Griechenland oder Italien über einen Solidaritätsmechanismus zum Beispiel in Deutschland beantragen.

6. Wer über einen sogenannten sicheren Drittstaat zur EU-Grenze gereist ist, kann sein Recht auf Asyl wegen politischer Verfolgung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geltend machen. Die Kriterien für einen solchen Drittstaat sollen deutlich ausgeweitet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Asylbewerber auf dem Weg in die EU durch einen solchen Staat kommt, steigt.

7. Wer sich, wie etwa Polen und Ungarn, querstellt und keine Asylbewerber übernehmen will, muss künftig zahlen. Die Rede ist von rund 20.000 Euro für jeden trotz Verpflichtung nicht übernommenen Asylbewerber.

Fazit: Nach Jahren des politischen Stillstandes kommt jetzt Bewegung in die Migrationspolitik. Der spürbare Rechtsruck in den europäischen Demokratien zeigt Wirkung. Die großen Volksparteien sind nicht links oder rechts, sondern druckempfindlich.

Kapiteltrenner - CDU
Merz Spiegel
Friedrich Merz in grünem Sakko © Lars Berg/Spiegel.de

„Solange ich Parteivorsitzender der CDU bin, wird es keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben“, so Friedrich Merz am 4. Juni im heute journal. Denn die Debatte, wie weiter im Verhältnis CDU und AfD, hat womöglich erst begonnen.

In der Ost-CDU ist jetzt ein Jahr vor den Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen eine Debatte über die strategische Ausrichtung der Partei ausgebrochen. Der Grund: Die AfD, die in Thüringen und Sachsen aktuellen Umfragen zufolge bei 28 Prozent liegt.

Der Vorsitzende des Kreisverbands Schmalkalden, Ralf Liebaug, fordert von der Bundes-CDU eine klarere Abgrenzung zur Ampel:

  Es würde uns enorm helfen, wenn das Konrad-Adenauer-Haus und der Bundesvorstand endlich aufwachen und den Opportunismus den Grünen und Linken gegenüber ablegen würde. Unsere Wähler wollen keine schwarz-grünen Koalitionen. “

Was die Ost-CDU von ihrem Bundesvorsitzenden Friedrich Merz fordert, hat mein Kollege Michael Bröcker hier für sie zusammengetragen.

Kapiteltrenner Bundeshaushalt
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Olaf Scholz und Christian Lindner © imago

Die rot-gelbe Koalition innerhalb der Koalition steht: Der Kanzler greift dem Finanzminister beim Streit um das Haushaltsbudget der Ministerien unter die Arme. Der Hintergrund: In der vergangenen Woche hatte Lindner allen Ministerien Haushaltspläne vorgelegt, durch die rund fünf Milliarden Euro eingespart werden sollen. Einige Ministerien wollten diese nicht akzeptieren.

Sollten die individuellen Sparpläne der Ministerien nicht eingehalten werden, müssen die Minister bei Scholz persönlich vorstellig werden. Bereits sechs Minister haben Gesprächsbedarf angemeldet, berichtet das Handelsblatt. Darunter Innenministerin Faeser (SPD) und Außenministerin Baerbock (Grüne).

Fazit: Die Minister grummeln, aber den Aufstand wagt keiner. Der Grund: Christian Lindner ist der sture Kassenwart und Olaf Scholz sein Schutzpatron.

Kapiteltrenner Weltwirtschaft

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Mathias Cormann, Generalsekretär der OECD, im Hintergrund Robert Habeck © imago

Die OECD erwartet für 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. In dem jetzt veröffentlichten Bericht prognostiziert die Organisation verbesserte Konjunkturaussichten, bedingt durch sinkende Energiepreise und eine geringere Inflation. Allerdings: Für die deutsche Wirtschaft rechnet die Vereinigung erst wieder 2024 mit einem Wachstum.

 
Inflation: Globaler Rückgang
Jährliche Inflationsrate ausgewählter Länder seit 2018 in Prozent
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Auch bei der Inflation bleibt die Bundesrepublik Schlusslicht: Die Geldentwertung verharrt oberhalb des Euroraum-Durchschnitts und weit über den anderen großen Volkswirtschaften.

 
Wirtschaftswachstum: Deutschland stagniert
OECD-Projektion des BIP-Wachstums in den größten Volkswirtschaften für 2023 und 2024, in Prozent
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Kapiteltrenner Chinesische Exporte
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Hafen in Lianyungang © imago

Die chinesischen Exporte sind im Mai stark abgestürzt. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Exportnation einen Rückgang um 7,5 Prozent. Vor allem die Nachfrage aus den USA und Europa ging zurück. Das erwartete Wiedererstarken durch die Aufhebung der Zero-Covid-Politik bleibt damit aus. Die Rückzugsgefechte des Westens zeigen ihre erste Wirkung.

 
China: Der Exporteinbruch
Veränderungsrate der chinesischen Exporte seit Juni 2021, in Prozent
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Kapiteltrenner US-Außenminister auf Tour

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Antony Blinken © imago

US-Außenminister Antony Blinken will in den nächsten Wochen nach China reisen. Im Februar hatte er seinen Besuch kurzfristig abgesagt, nachdem ein chinesischer Spionage-Ballon über den USA entdeckt worden war. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verschlechterten sich durch den Vorfall.

Bei dem bevorstehenden Besuch dürfte es nun vor allem um die Spannungen zwischen China und Taiwan gehen. Erst am Wochenende kamen sich ein chinesisches Kriegsschiff und ein amerikanischer Zerstörer in der Taiwanstraße gefährlich nahe. 150 Meter lagen nur noch zwischen ihnen. Die Gefahr eines ernstzunehmenden Zwischenfalls war akut.

Fazit: Die beiden Großmächte sollten zügig einen Kommunikationsmechanismus verabreden, um dafür zu sorgen, dass aus Krisen nicht Kriege werden. Im Kalten Krieg gab es dafür das Rote Telefon.

Kapiteltrenner: Menschenrechte

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Nadia Murad © imago

Im August 2014 wurde in der nordirakischen Stadt Sindschar und dem Umland ein Völkermord von der Terrororganisation Islamischer Staat an der ethnischen Gruppe der Jesiden verübt.

Nadia Murad hat den Genozid überlebt. Sie verlor bei einem Massaker des IS in ihrem Dorf ihre Mutter und sechs Brüder. Mit 21 Jahren wurde sie verschleppt.

Später gelang ihr die Flucht nach Deutschland. Das Land Baden-Württemberg nahm damals traumatisierte Frauen und Kinder aus dem Nordirak auf und gab ihnen die Chance auf psychotherapeutische Betreuung und einen Neuanfang.

Heute ist Murad Menschenrechtsaktivistin. Seit 2016 ist sie die erste Sonderbotschafterin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel der Vereinten Nationen, 2018 erhielt sie den Friedensnobelpreis.

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Nadia Murad bei der Verleihung des Friedensnobelpreis © imago

Im Pioneer Podcast haben wir über ihre bewegende Geschichte gesprochen. Heute sagt sie:

  Ich betrachte Deutschland als meine zweite Heimat. Es ist Deutschland und nur Deutschland, das zwei IS-Mitglieder wegen Völkermord und sexueller Gewalt im Konflikt gegen die jesidischen Frauen im Irak angeklagt hat. Sie haben die jesidische Gemeinschaft und insbesondere die Überlebenden sexueller Gewalt sehr unterstützt. “

Über die Ereignisse in ihrem irakischen Heimatdorf Kocho berichtet sie:

  Ich war 21 Jahre alt und mein Dorf wurde angegriffen. Sie sahen uns als Ungläubige an. Sie ließen uns nur die Wahl, zu konvertieren oder sie würden uns töten. Aber für Frauen gab es keine Wahl zu konvertieren. Sie verschleppten mehr als 6500 Frauen und Kinder in die sexuelle Sklaverei im gesamten Irak und in Syrien, darunter auch mich. “

In Deutschland angekommen, beschloss sie, sich für die Anliegen der Jesiden und anderer ethnischer Minderheiten einzusetzen:

  Ich habe angefangen, meine Geschichte zu erzählen, denn ich habe Tausende von Frauen und Mädchen in Gefangenschaft zurückgelassen, und ich wusste, was sie durchmachten. “

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Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page

Erst kürzlich besuchte Murad die Ukraine und traf sich mit Überlebenden von sexueller Gewalt. Ihr Fazit ist erschreckend:

  Es gibt Beweise dafür, dass fast 7000 Frauen und Mädchen in der Ukraine sexuell missbraucht worden sind. Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist eine Kriegswaffe. “

Fazit: Diese authentischen Schilderungen einer Frau, die Opfer wurde, aber nicht Opfer bleiben möchte, relativieren ausnahmslos alle deutschen Gegenwartskonflikte. Und sie hält für uns auch einen Ratschlag parat, wie wir mit dem Ukraine-Krieg umgehen sollten.

Kapiteltrenner Chefwechsel

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Chris Licht © dpa

Chris Licht, Chef des US-Nachrichtensenders CNN, hat nach nur 13 Monaten an der Spitze seinen Posten wieder verlassen. Er ist gestern mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der Mutterkonzern Warner Bros. Discovery sei bereits auf der Suche nach einem Nachfolger, hieß es in einer offiziellen Mitteilung.

Licht verlässt CNN nach einer Reihe von Fehltritten. Der Streamingdienst CNN+ floppte und musste nur wenige Wochen nach dem Start wieder eingestampft werden, die Zuschauerzahlen rutschten von durchschnittlich rund 1,7 Millionen Mitte 2020 auf nur noch 535.000 im ersten Quartal dieses Jahres.

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Donald Trump © dpa

Und die groß angekündigte Townhall-Sendung mit dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump Anfang Mai wurde zum Fiasko. Trump beleidigte die Moderatorin Kaitlan Collins, begleitet vom Jubel der Trump-Unterstützer, die sich in den Zuschauerrängen breitgemacht hatten.

Die prominenten Journalisten bei CNN waren außer sich. Viele haben inzwischen den Sender verlassen. Licht hatte erst das Vertrauen seiner Belegschaft verloren – und nun seinen Job.

07 - Krebsforschung
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20230608-image-ukd-Prof. Dr. Peter Albers © ukd

Jedes Jahr bekommen rund 500.000 Menschen in Deutschland die Diagnose: Krebs. Etwa jeder zweite Mann und 43 Prozent aller Frauen sind im Laufe ihres Lebens betroffen. Männer erkranken noch vor Lungenkrebs am häufigsten an Prostatakrebs.

 
Prostatakrebs vorn
Anteil ausgewählter Krebsvarianten an allen Krebsdiagnosen bei Männern in Deutschland, in Prozent
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Umso wichtiger ist die frühe Vorsorge, doch hier sieht Prof. Dr. Peter Albers, Leiter der Klinik für Urologie an der Universitätsklinik Düsseldorf und ehemaliger Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, ein drastisches Problem:

  In Deutschland wird eine nachweislich unwirksame Methode zur Früherkennung von Prostatakrebs empfohlen: die Tastuntersuchung vom Enddarm aus. “

So konnte bei 84 Prozent der 45- bis 55-jährigen Patienten mit nachgewiesener Prostatakrebserkrankung der Tumor nicht ertastet werden. Wie das Screening besser funktionieren kann und viele Erkrankungen vermieden werden könnten, lesen Sie in seinem Gastbeitrag.

Kapiteltrenner: Pioneer Workshop

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© Pioneer Foundation

Täglich konsumieren wir Nachrichten in allen möglichen Formen und Darstellungen. Von herkömmlichen Nachrichtenquellen wie der Tagesschau über Facebook bis hin zu Social Media Plattformen wie Twitter, Instagram und TikTok. Oft tun wir das sowohl privat, als auch in der Firma oder im Verband, ohne den Ursprung der News zu hinterfragen oder ihren Wahrheitsgehalt anzuzweifeln.

Jede Nachricht hat einen Absender. Den und seine Motive müssen wir kennen. Kontrolle ist besser als Vertrauen.

Oder anders gesagt: Wer selbst zum Transporter von Fake News wird, riskiert die Reputation seiner Person oder die seiner Firma. Die Reputationsschäden durch Fake News gehen mittlerweile in Milliardenhöhen.

Bei unserem Workshop bekommen Sie die Expertise, die Sie heute brauchen, aus erster Hand. Jan Ludwig, Faktenchecker und Trainer bei der dpa, wird diesen Workshop leiten. Ich werde mich mit einem Vortrag über die Geschichte der bewussten Falschinformation in den USA beteiligen.

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Jan Ludwig, Faktenchecker und Trainer bei dpa © Brita Sönnichsen

Gabor Steingart
Gabor Steingart © The Pioneer

Wann?

Samstag, den 08.07.2023

Von 9:00 bis 18:00 Uhr

Wo?

Studio der Media Pioneer:

Bleibtreustraße 20, 10623 Berlin

Kostenbeteiligung: Normalpreis 250 Euro, Studenten 50 Euro. ‍Bewerben Sie sich jetzt um einen von der Pioneer Foundation finanziell geförderten Workshop-Platz mit einem kurzen Motivationsschreiben. Bewerbung bis zum 3. Juli bitte an workshops.pioneerfoundation@gmail.com.

Das Team unserer Stiftung freut sich auf Sie!

Kapiteltrenner Rammstein
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Till Lindemann © imago

Gestern Abend war das erste einer ganzen Serie von Rammstein-Konzerten im Münchener Olympiastadion. Das Stadion mit 60.000 Plätzen: ausverkauft. Die Stimmung: großartig. Wer erwartet hatte, dass es angesichts der Vorwürfe gegen den Sänger der Band, Till Lindemann, zu einer Entschuldigung durch den Beschuldigten oder einen feindseligen Sprechchor seitens des Publikums käme, sah sich getäuscht. Rammstein spielte, grölte, stampfte, als sei nichts gewesen.

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Rammstein-Konzert gestern in München © dpa

Die von reichlich Boulevard-Reportern bedrängten Fans relativierten die Vorkommnisse. Kaum jemand war bereit, sich zu empören. Die Gegendemonstration einer Gruppe von Feministinnen ging im Jubel der Begeisterung unter. Die Treue zur Band und die Skepsis gegenüber den Medien führten dazu, dass im Stadion die normalste aller Normalitäten herrschte. Aus Loyalität. Aus Begeisterung. Aus Trotz.

Außerdem bestätigt der Sprecher der Band gegenüber T-Online: Es werde selbstverständlich auch nach diesem Konzert eine Backstage-Party geben. Allerdings „vor allem für Freunde, Familie und Bekannte“. Es sei eine ganz normale, harmlose Party geplant.

Für den Pioneer Podcast habe ich nach der Zugabe und noch kurz vor dem Verlassen des Stadions mit dem Unternehmer Nick Rukwid gesprochen. Es war sein erstes Rammstein-Konzert. Er berichtet über Till Lindemann:

  Tatsächlich hat er einmal gesagt: ‚Vielen Dank, München.‘ Da habe ich gedacht, vielleicht sagt er jetzt was. “

Hat er aber nicht. Rukwid hat es gewundert, aber nicht gestört:

  Ich bin Unternehmer. Ich mach mir selbst mein Bild. Ich urteile nur über Dinge, die ich selber weiß. Deswegen bin ich hier absolut neutral. “

Ich wünsche Ihnen einen schwungvollen Start in den neuen Tag.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Luisa Nuhr, Daniel Bayer

Außerdem mitgewirkt haben heute Maximilian Stascheit, Carlotta Diederich und Julia Rottmann

Grafiken

Nils Lang (Daten), Henning Schmitter (Titelbild)

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