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14.07.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

die Automobilindustrie ist die Schlüsselindustrie der Bundesrepublik. Mit der Erfindung des Automobils durch Carl Benz im Jahr 1886 erlebte die deutsche Volkswirtschaft ihren Urknall. Durch den Aufbau einer weltweiten Infrastruktur von Autofabriken, Zulieferbetrieben, Ausbildungsstätten, Ingenieurstudiengängen und Händlern entstand der harte Wohlstandskern, um den herum sich andere Märkte bilden konnten. Fakt ist:

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Carl Friedrich Benz © imago

  • Ohne die Automobilindustrie wäre Deutschland niemals zu den führenden Industrienationen der Welt aufgestiegen.

  • Den Automobilarbeitern und ihrer Gewerkschaft, der IG Metall, verdankt das Land seinen hoch bezahlten und sozial abgesicherten Arbeitsmarkt, der auf viele andere Jobs abstrahlt.

  • Diese beiden Sachverhalte, ökonomischer Wohlstand und soziale Sicherheit, bilden wiederum das Fundament unserer Demokratie, auf dem sich politische Stabilität etabliert und bis heute gehalten hat.

Oder in einem Satz gesagt: Fällt die Autoindustrie, fällt Deutschland. Zumindest das Deutschland, wie wir es bisher kannten.

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VW T-Roc © imago

Daher sind das Ende des Verbrennermotors und der Beginn der beschleunigten Elektrifizierung im Verkehrswesen der zentrale Vorgang unserer Zeit. Kommt es hier zu einer Fehlsteuerung, sei es durch den Staat oder durch die Vorstände der verantwortlichen Firmen, erodiert der Wohlstandskern und das Land wird seine innere Balance nicht halten können.

Fünf Entwicklungen, die in ihrer Dramatik nicht unterschätzt werden dürfen, ereignen sich zeitgleich. Jede für sich bedeutet eine Herausforderung. In ihrer Kombination bilden sie einen toxischen Cocktail für unser Land:

1. Die deutschen Automanager von VW bis Mercedes haben den Beginn des Elektrozeitalters verschlafen.

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Martin Winterkorn © dpa

VW-Chef Martin Winterkorn glaubte, dass das Elektroauto ein Nischenprodukt sein werde, mit dem sich ein Volumenhersteller nicht ernsthaft befassen müsste: „Unsere Autos fahren und brennen nicht“, spottete er, als die experimentierfreudigen Tesla-Entwickler einen Unfall produzierten.

 
VW: 10 Jahre ohne Wertzuwachs
Aktienkurs der Volkswagen AG in den vergangenen zehn Jahren, in Euro
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Herbert Diess © imago

Die Folge: Als bei VW das erste reinrassige Elektroauto vom Band lief, hatte Tesla bereits eine knappe Million E-Autos verkauft. Erst der Nach-Nachfolger von Winterkorn, Herbert Diess, setzte 15 Jahre nach der Gründung von Tesla eine neue Priorität. Alles begann mit der grausamen Erkenntnis:

  Was uns fehlt, das sind vor allem Schnelligkeit und der Mut zu kraftvollem, wenn es sein muss radikalem Umsteuern. “

Dieter Zetsche
Dieter Zetsche © dpa

Mit Winterkorn im Irrtum vereint war der damalige Daimler-Chef Dieter Zetsche. Er rettete 2009 Tesla mit 50 Millionen Dollar vor der Pleite, weil er von den Amerikanern lernen wollte. Das reichte damals, um 9,1 Prozent an Tesla zu übernehmen. Einen Teil der Anteile gab Daimler bereits wenige Monate nach dem Einstieg an den Staatsfonds von Abu Dhabi ab.

Fünf Jahre später hatte Dieter Zetsche ausgelernt und glaubte, dass Tesla seinen Zenit bereits überschritten habe. Also verkaufte er die verbleibenden Tesla-Aktien – vier Prozent des Unternehmens – für 780 Millionen Dollar. In Stuttgart knallten damals die Korken.

Doch was für eine Fehleinschätzung: Tesla startet erst danach so richtig durch. Der 9,1 Prozent-Anteil an Tesla von Daimler wäre heute mehr Wert als der gesamte schwäbische Konzern. Dieter Zetsche ließ in seiner Amtszeit kein einziges Elektroauto vom Band rollen.

 
Tesla: Der Auto-Gigant
Marktkapitalisierung von Tesla, VW, Mercedes und BMW am 13. Juli 2023, in Milliarden Euro
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2. Die deutschen Autofirmen haben sich von China technologisch abhängen lassen.

Die Könige des Verbrennerzeitalters sind die Bettler der Elektromobilität. So lässt sich der Abstieg der deutschen Autoindustrie in China zusammenfassen. Nahezu unbemerkt von den Heerscharen deutscher Autoingenieure in China hat das Politbüro der KP eine eigene E-Offensive gestartet und die dazugehörigen Werke aufbauen lassen.

20230714-image-imago-pb-BYD auf der New Energy Industry Expo in Hohhot
BYD auf der New Energy Industry Expo in Hohhot © imago

Was vor 20 Jahren zur Gründung von BYD Auto geführt hat, begründet die heutige Marktführerschaft im größten Automobilmarkt der Welt. Bei den Elektroautos verkaufte BYD allein in den ersten fünf Monaten 2023 dreimal mehr Fahrzeuge in China als alle westlichen Marken zusammen. Damit hat sich der Markt komplett gedreht. VW wurde vom Marktführer zum Nischenanbieter degradiert. Der Elektro-Marktanteil von Volkswagen liegt gerade einmal bei 2,3 Prozent.

 
Chinesischer Binnenmarkt: Das Beinahe-Monopol
Absatzzahlen und Marktanteil der größten E-Autohersteller in China seit Anfang 2023*, in Tausend bzw. Prozent
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3. Die Infrastruktur für die Elektrifizierung des Verkehrs in Deutschland fehlt.

93 Prozent aller in Deutschland gefahrenen Kilometer, egal ob mit der Bahn, mit dem LKW oder dem Automobil, werden mit fossiler Energie zurückgelegt. Seit 15 Jahren kommt die Elektromobilität im Verkehrswesen nicht voran. Die Politiker haben geredet und nicht gehandelt.

 
Energiewende: Stagnation im Verkehrssektor
Anteil der erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr seit 1990, in Prozent
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Die deutsche Regierung will bis 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte, derzeit gibt es laut Bundesnetzagentur erst 90.305. Es fehlen also noch 909.695 Ladepunkte. Um dieses Ziel annähernd zu erreichen, müssten also für die nächsten sieben Jahre jeden Tag 356 Ladesäulen gebaut werden.

Der Ladeinfrastrukturausbau kommt auch deswegen nur schleppend voran, weil lange Genehmigungsverfahren, langsamer Netzanschluss und die Lieferzeiten für Trafostationen die Betreiber ausbremsen. So kann Deutschland diesen wichtigen Leitmarkt nicht entwickeln.

4. Deutschland besitzt nicht die Rohstoffe für das Elektrozeitalter.

Im Zeitalter der Verbrennertechnologie besaß und beherrschte die deutsche Autoindustrie alle Stufen der Wertschöpfung. Von der Stahlproduktion im Ruhrgebiet über die weitverzweigte Zuliefererindustrie in Baden-Württemberg und im Münsterland bis hin zum Lackiermaschinenhersteller Dürr hatte sich ein Ökosystem entwickelt, das autonom funktionierte.

 
Mercedes-Benz: Die Stagnation
Aktienkurs von Mercedes-Benz seit dem Börsengang am 17. November 1998, in Euro
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Im Elektrozeitalter wird auch diese Wertschöpfungskette in Teilen entwertet und neue Lieferketten sind erforderlich. Deutschland verfügt bislang über keine Batterieproduktion, die den Bedarf decken könnte.

Am knappsten aber ist die Versorgung der heimischen Autoindustrie mit Seltenen Erden, die man für teures Geld in China und Afrika einkaufen muss. Vor allem China beherrscht den Markt wie keine andere Nation: Zwei Drittel oder umgerechnet 5.300 Tonnen dieser Rohstoffe im Wert von 49,3 Millionen Euro hat Deutschland alleine 2022 aus China importiert.

5. Die deutsche Autoindustrie hat den Rückhalt der Wall Street verloren.

Das Misstrauen in die deutsche Automobilindustrie und ihre Manager ist groß. Trotz vieler Optimierungserfolge, sowohl bei der Technologie als auch bei den Kosten, glaubt man nicht an einen zweiten Frühling der hiesigen Autoindustrie. Die Börsenbewertungen erzählen die ganze Geschichte.

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Tesla Model Y © dpa

Tesla ist heute mehr als dreimal so viel wert wie die drei größten deutschen Autobauer VW, Mercedes und BMW zusammen. Auch BYD und Toyota schaffen Börsennotierungen, von denen man in Wolfsburg nur träumen kann. Volkswagen hat in den vergangenen zehn Jahren 27 Prozent seines Wertes verloren.

Fazit: Das Alphabet des automobilen Abstiegs in Deutschland beginnt mit A – A wie Arroganz. Winterkorn, Zetsche und andere hielten Elon Musk und sein Team für eine Vorgruppe, die die Stimmung für die deutschen Stars anheizt. Die deutschen Automanager dachten, der Markt der Elektromobilität beginnt dann, wenn sie mit ihren E-Modellen auf die Bühne rollen.

Theodor Fontane kannte nicht die deutschen Automanager, aber er kannte das Phänomen einer allzu innigen Selbstliebe:

  Manche Hähne glauben, dass die Sonne ihretwegen aufgeht. “

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© The Pioneer

Kapiteltrenner Olaf Scholz

Olaf Scholz Bundespressekonferenz 2022
Olaf Scholz bei seinem Sommer-Auftritt in der Bundespressekonferenz im vergangenen Jahr. © Imago Images

Bundeskanzler Olaf Scholz stellt sich heute den Fragen der gesammelten Hauptstadtpresse. Es ist ein eingeübtes Ritual, das schon seine Vorgängerin Angela Merkel praktizierte: Einmal im Jahr, bevor es in den Urlaub geht, nimmt der Regierungschef vor der hellblauen Wand Platz, um sich die Fragen der Journalisten anzuhören und in seiner Art darauf zu reagieren.

Unser Vize-Chefredakteur Gordon Repinski, der Scholz intensiv beobachtet und regelmäßig auf seinen Reisen begleitet, zieht in der heutigen Ausgabe unseres Newsletters Hauptstadt – Das Briefing Bilanz über die bisherige Amtszeit des Kanzlers. Was ist ihm gelungen und von welchen Vorhaben musste er sich bereits verabschieden?

Kapiteltrenner China I

Ausriss aus der neuen China-Strategie der Bundesregierung.
Ausriss aus der neuen China-Strategie der Bundesregierung. © The Pioneer

Monatelang wurde verhandelt, nun hat sich die Bundesregierung auf eine gemeinsame China-Strategie verständigt. Gestern wurde das Dokument vom Kabinett verabschiedet.

Dort stellt die Ampel-Koalition fest:

  China hat sich verändert – dies und die politischen Entscheidungen Chinas machen eine Veränderung unseres Umgangs mit China erforderlich. “
Markus Lanz Sendung
Pioneer-Chefredakteur Michael Bröcker © Imago

Was genau bedeutet das für die deutsche Exportwirtschaft? Pioneer-Chefredakteur Michael Bröcker hat die Strategie für Sie gelesen und ausgewertet. Seine Analyse lesen Sie hier.

Bundeskanzler Olaf Scholz reist nach China und trifft sich dort mit Staatspräsident Xi Jinping.
China - der gefährliche Partner
Die Bundesregierung legt die neue China-Strategie vor. Wir werten das Dokument aus.
Artikel lesen

Kapiteltrenner China II 
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Container Terminal in Lianyungang, China © imago

Derweil macht sich die zurückhaltende Stimmung gegenüber China auch in den Zahlen bemerkbar: So sind die Exporte aus China im Juni um mehr als zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Während die chinesischen Ausfuhren nach Deutschland einen Rückgang von 15 Prozent verzeichneten, sanken die Exporte chinesischer Unternehmen in die USA gar um 24 Prozent.

Kapiteltrenner ARD
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© dpa

ARD und ZDF sind die größten Medienkonzerne des Landes. Die ARD ist hervorgegangen aus dem Re-Education-Programm der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg. Deutschland sollte zur Demokratie erzogen werden. Das ZDF wurde später von Konrad Adenauer begründet – als politisches Gegengewicht zu dem föderalen Programm der ARD wollte man ein zentrales Deutschland-TV. Damals sprach man auch vom Adenauer-Fernsehen.

Heute beziehen beide Senderketten – 21 TV-Programme, 69 Radiosender – ihre Haupteinnahme aus den Gebühren, zu denen ausnahmslos jeder Haushalt in Deutschland verpflichtet ist. Dabei ergibt sich nach diversen Gebührenerhöhungen ein Gesamtvolumen von 8,57 Milliarden Euro für 2022. Hinzu kommen Werbeerlöse von jeweils rund 300 Millionen Euro bei der ARD und rund 270 Millionen beim ZDF.

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Tom Buhrow © dpa

Vor dem Hamburger Club hielt der damalige ARD-Intendant Tom Buhrow – als Privatmann, wie er betonte – eine vielbeachtete Ruckrede, die zur Reform der öffentlich-rechtlichen Sender aufrief. Sein Kernsatz:

  Wenn wir jetzt nicht verantwortungsvoll und ehrlich einen Neuanfang machen, wird es schlimmstenfalls keinen Neuanfang geben. “
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Gabor Steingart und Tom Buhrow vor der Pioneer One © Anne Hufnagl

Was ist daraus geworden? Was kommt und was bleibt? Darüber habe ich vor rund 70 Pioneers gestern Abend mit Buhrow, heute Intendant beim WDR, gesprochen. Er sagt:

  Ich glaube, ohne den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hätte sich Deutschland anders entwickelt. “

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Tom Buhrow auf der Pioneer One © Anne Hufnagl

Trotzdem müsse sich die Entwicklung bei ARD und ZDF auch an die Zeit anpassen:

  Wir sind in einem digitalen Jahrhundert. Wir müssen auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk neu denken. “

Dazu gehöre auch eine Verschlankung des Systems:

  Ich bin der Überzeugung, wenn man vom Digitalen her denkt, werden wir in zehn Jahren nicht zwei Mediatheken haben, weil die Nutzerinnen und Nutzer das für absurd halten. “
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Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page.

Reformen für den Rundfunk soll der sogenannte „Zukunftsrat“ erarbeiten. Am Ende entscheidet jedoch die Politik, sagt Buhrow:

  Der Zukunftsrat kann Dinge vorschlagen, kann Dinge anregen – aber die Medienpolitik muss das aufgreifen. Es kann sein, dass die Politik sagt, danke für diese absurden Vorschläge, aber ich werde keinen davon umsetzen. “

Fazit: Hier spricht der Journalist und Intendant, der sich nicht der Nostalgie, sondern dem Realismus verschrieben hat. Er will seinen Rundfunk reformieren, um ihn zu retten.

Kapiteltrenner Milliarden-Investition
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Roland Busch, CEO Siemens AG © imago

Siemens hat angekündigt, eine Milliarde Euro in Deutschland zu investieren. Diese Investition erfolgt im Rahmen eines Plans, in diesem Jahr insgesamt zwei Milliarden Euro in den Ausbau der globalen Fertigungskapazitäten zu investieren. Die Hälfte dieser Summe wird nun in Deutschland eingesetzt. Bundeskanzler Olaf Scholz freut sich über die Nachricht und sprach von einem „starken Signal für den Innovations- und Produktionsstandort Deutschland“.

Dabei wird die Summe geteilt: 500 Millionen Euro werden in Erlangen investiert. Hier soll die Digitalisierung und Erweiterung der Fertigungskapazitäten vorangetrieben werden. Die andere Hälfte der Investition wird unter anderem in Healthineers-Standorte in Forchheim und Erlangen fließen.

Trotz des Bekenntnisses zu Deutschland und der Investition von einer Milliarde Euro sieht Siemens-Chef Roland Busch den Standort gefährdet, wie er gegenüber dem Handelsblatt sagt:

  Wir sind mit allem unglaublich kompliziert und langsam geworden. Das wird international immer mehr zu einem Wettbewerbsnachteil. “

Kapiteltrenner Shell
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Shell-Tankwagen © imago

Der britische Öl-Gigant Shell analysiert derzeit mehrere Optionen für sein weltweites Geschäft mit erneuerbaren Energien, einschließlich eines möglichen Anteilsverkaufs an externe Investoren. Das Unternehmen will seine Investitionen in Zukunft wieder verstärkt auf fossile Brennstoffe konzentrieren, um die Rendite für seine Aktionäre zu erhöhen.

Dabei hat sich das Unternehmen bereits an internationale Investoren gewandt und deren Interesse am Kauf einer Beteiligung geprüft. Auch eine komplette Ausgliederung des Geschäfts in eine unabhängige Einheit steht zur Debatte, wie ein Insider gegenüber Bloomberg erklärt.

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Wael Sawan, CEO von Shell © Shell

Während US-Konkurrenten wie ExxonMobil und Chevron sich immer schon auf ihr Kerngeschäft fokussierten, investierte der frühere Shell-CEO Ben van Beurden stark in das Ökostrom-Portfolio. Der neue Geschäftsführer Wael Sawan ist davon weniger überzeugt. Er setzt wieder ausschließlich auf Rendite.

Insgesamt befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Aber der eingeschlagene Weg wird sichtbar: Shell will nicht nachhaltig, sondern renditestark sein. Der Konzern wird wieder braun.

 
Shells Investitionen in die Nachhaltigkeit
Geplante und installierte Leistungskapazität aus erneuerbaren Energien bei Shell seit 2020, in Gigawatt
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Dazu passt: Pioneer-Wirtschaftskorrespondentin Claudia Scholz analysiert, warum die Mineralölkonzerne ihre grünen Ambitionen derzeit herunter und ihre fossilen Ausbaupläne hochfahren.

Mineralöl und Windräder
Warum die Mineralölkonzerne ihr fossiles Imperium ausweiten
Die Öko-Ambitionen der Konzerne sind gering angesichts von hoher Öl-Nachfrage und Kapitalkosten.
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Kapiteltrenner Google 
20230714-image-imago-pb-Bard AI von Google
Bard AI von Google © imago

Googles kostenfreie Künstliche Intelligenz „Bard“ ist ab sofort auch in der EU verfügbar. Bereits vor vier Monaten stellte Google seine Künstliche Intelligenz vor, durch Datenschutzbedenken der EU verzögerte sich jedoch die Einführung hierzulande.

Bard ist die Antwort auf das von Microsoft mit 10 Milliarden Dollar unterstützte ChatGPT der Firma OpenAI. Als Konkurrenz soll Googles KI mit neuen Funktionen ausgestattet sein. Darunter eine Vorlesefunktion und ein Foto-Analyse-Tool, wodurch hochgeladene Fotos analysiert und unter anderem als Informationsgrundlage für die Erstellung von Texten genutzt werden.

Warum Bard besser ist als ChatGPT, kann die Künstliche Intelligenz besser einschätzen als jeder Experte, also haben wir sie gefragt – die Antwort:

  Ich bin besser darin, Fragen zu beantworten. Ich habe auch Zugriff auf die Google-Suche, was mir ermöglicht, Informationen aus der realen Welt zu verarbeiten und zu verstehen. “

Kapiteltrenner Geschenkabo
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Kapiteltrenner: Floating-City
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Dogen–City © N–ARK

Das Wasser und die darauf errichteten Bauwerke werden zur Hoffnung in Zeiten der Krise. Angesichts des Klimawandels und des steigenden Meeresspiegels besteht die reale Gefahr, dass in den nächsten 25 Jahren über eine Milliarde Menschen aus ihren Lebensräumen vertrieben werden.

Image-n-ark-mb-Der bewohnbare Ring von Dogen–City
Der bewohnbare Ring von Dogen–City

Eine innovative Idee, diese existenzielle Herausforderung zu überwinden, hat das japanische Unternehmen N-Ark. Eine schwimmende Ökostadt namens „Dogen City“ soll den Menschen Zuflucht bieten.

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Das Datenzentrum von Dogen–City © N–ARK

Die Dogen City wird aus drei Zonen bestehen: Der äußere Ring, genannt „The Wall“, beherbergt die ständigen Bewohner. Im Inneren des Rings befinden sich touristische Einrichtungen und sogar Farmen zur Nahrungsmittelproduktion. Die dritte Zone liegt unter Wasser und beherbergt ein Datenzentrum, das als Serverfarm fungiert.

image-n-ark-mb-Dogen-City Autonome schwimmende Architektur
Autonome schwimmende Architektur von Dogen-City © N–ARK

Als Inspiration diente die Arche Noah aus dem Alten Testament, daran erinnert auch der Name „N-Ark“. „Dogen City“ ist eine Anspielung auf die einst mächtigen Dogen von Venedig.

0298986504-image-imago-mb-Die Arche Noah
Die Tiere betreten Noahs Arche © imago

Als Noah seine Arche baute, wurde er belächelt. Jesus sagte rückblickend, so zumindest hat es der Evangelist Matthäus im Neuen Testament festgehalten:

  Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin. “

Ich wünsche Ihnen einen kraftvollen und lebensfrohen Start in das Wochenende.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Alexander Wiedmann, Daniel Bayer

Außerdem mitgewirkt haben heute Claudia Scholz, Michael Bröcker und Paul Jouen.

Grafiken

Nils Lang (Daten), Julian Sander (Titelbild)

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