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18.07.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

es war ein langer Weg für den Bundeskanzler, bis er endlich das Wort „Derisking“ für den Umgang der deutschen Unternehmen mit China gefunden hatte.

Seit etwa einem Jahr vergeht nun keine Fernostreise und -rede des deutschen Regierungschefs, auf der er nicht das Wort verwendet. Ein wenig China ja, zu viel nein, so soll es sein.

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Olaf Scholz © imago

Doch während Scholz noch warnt und formuliert, hat der deutsche Mittelstand die Strategie längst umgesetzt. Fast scheint es, als habe der Kanzler seine Worte erst nach einer Besichtigung der deutschen Familienunternehmen gefunden.

Als habe er die Strategie nicht vorgegeben, sondern nur ein Wort für das erschaffen, was die Unternehmen ohnehin längst tun.

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Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto SE © Webasto Group

Beispiel Webasto. Vor drei Jahren hat der Automobilzulieferer aus Oberbayern 35 Prozent seines Umsatzes in China gemacht, heute sind es nur noch 27 Prozent.

„Unser Ziel war es, die Regionen stärker auszubalancieren“, sagt Chef Holger Engelmann.

Also hat Webasto verstärkt in den USA investiert. Heute liegen beide Regionen anteilig gleichauf, bei weiter steigendem Umsatz, und das soll auch so weitergehen, so Engelmann:

  Diese Balance werden wir versuchen, zu halten. “

Wachsen in China, noch stärker wachsen in den USA – so lautet die Strategie. Damit ist der Autodach-Spezialist ein typisches Beispiel für die Strategiekünste des deutschen Mittelstands im globalen Machtpoker.

 
China attraktiver als Deutschland
Antworten von 150 Mittelständlern auf die Frage: „Wie schätzen Sie die Attraktivität Deutschlands und Chinas für die nächsten Jahre ein?“, in Prozent
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Und die Wirtschaftskapitäne steuern ihre Unternehmen geschickt:

Nr. 1: China wird autark

Webasto-Chef Engelmann hat seiner China-Division eine neue Strategie verordnet: Man überlege, sich „noch regionaler aufstellen zu können, sodass die Regionen weitestgehend eigenständig agieren können“, sagte er im vergangenen Jahr. Derisking gilt sogar innerhalb des Landes.

Statistiken bestätigen diesen Trend. Trotz COVID-19-Beschränkungen haben deutsche Unternehmen im Jahr 2022 insgesamt 11,5 Milliarden Euro in China investiert – so viel wie noch nie. Aus einer Analyse der Bundesbank-Zahlungsbilanz geht hervor, dass es sich dabei hauptsächlich um reinvestierte Gewinne handelt. Denn: Neue Gelder fließen kaum noch nach China.

 
China: Investitionen steigen
Investitionen deutscher Unternehmen* in China seit 2019, in Milliarden Euro
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Im Klartext heißt das: Wer in China produziert, bleibt dort – und baut das Geschäft aus. Wer noch nicht da ist, wartet ab. Tatsächlich überwiegen seit 2021 Liquidationen gegenüber neuen Investitionen, so die Bundesbank. Laut Jörg Wuttke, Ex-Präsident der Europäischen Handelskammer in China, hätten in den letzten drei Jahren praktisch keine kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) den Schritt nach China gewagt.

Nr. 2: Der Kundenstamm wächst

Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Handel mit China boomt. Deutschland exportierte allein 2022 Waren im Wert von 107 Milliarden Euro. In die USA waren es im selben Zeitraum rund 160 Milliarden Euro. Der große Profiteur: der Mittelstand.

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Karl Haeusgen © dpa

Ein Drittel meines Geschäfts, vielleicht sogar mehr, hängt davon ab, wie Biden und Xi miteinander klarkommen. Ich wünschte mir manchmal, ich würde ein Restaurant führen und mich nicht um die globale Politik kümmern müssen“, sagte der Hydraulik-Familienunternehmer Karl Haeusgen von der Firma Hawe der New York Times.

Und so gehört auch Vielfalt zur neuen Strategie bei Hawe:

  Früher haben wir einen Großteil des Umsatzes mit drei Kunden aus China gemacht. Jetzt haben wir viele, viele kleinere Kunden, die über den ganzen Globus verstreut sind. “

Nr. 3: Das Kreuz ist durchgedrückt

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Michael Kotzbauer © Commerzbank AG / Pavel Becker

Die weltwirtschaftlichen Turbulenzen bringen den Mittelstand weniger in Bedrängnis als befürchtet. Commerzbank-Firmenvorstand Michael Kotzbauer sagte zuletzt im Gespräch mit The Pioneer, dass der Mittelstand selbstbewusst in die Zukunft blicke:

  Der Mittelstand ist tatsächlich resilient. Wir reden über hohes Kapital, hohe Liquidität, eine starke Positionierung. “

Und diese Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle in der deutschen Wirtschaft. Sie beschäftigen 55 Prozent der Arbeitnehmer und machen 99 Prozent des privaten Sektors aus – ein höherer Anteil als in jedem anderen Industrieland.

Nr. 4: Auswege werden zur Regel

Die deutschen Familienunternehmen suchen längst alternative Partner und Standorte. Das Motto: weniger Heimat, mehr Ausland. Weniger Starrheit, mehr Variabilität.

Um möglichen Krisen vorzubeugen, erweitern laut des Marktforschers Kanter 58 Prozent der Unternehmen ihre Lieferantennetzwerke in anderen Ländern, und fast ein Viertel der in China aktiven Mittelständler erwägt eine Kapazitätserweiterung außerhalb des Landes. Allerdings planen nur 4 Prozent einen vollständigen Rückzug aus China. Bevorzugte Standorte der Zukunft: Vietnam, Malaysia und Indonesien.

Nicht jede Hiobsbotschaft, die es in die Medien schafft, wird in die Unternehmensstrategien sofort übernommen. Der Handel zwischen den USA und China boomt trotz aller Differenzen.

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Joe Biden und Xi Jinping © dpa

Im Jahr 2022 erreichte der Warenhandel zwischen beiden Ländern mit einem Rekordwert von über 690 Milliarden US-Dollar einen Höhepunkt. Große US-Unternehmen wie Microsoft, Amazon, Facebook und IBM setzen weiterhin auf Investitionen in den chinesischen Markt, während auch Unternehmen wie McDonald's, Starbucks, Ralph Lauren, Tapestry sowie Tyson Foods und Hormel Foods ihre Präsenz in China ausbauen.

 
USA und China: Wachsender Handel
Gesamtwert des US-Warenhandels (Import und Export) mit China von 2004 bis 2022, in Milliarden US-Dollar
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Deutsche Exporteure und Maschinenbauer werden das im Blick haben – und möglicherweise profitieren.

Fazit: Wo früher die Politik Rahmenbedingungen vorgegeben hat und die Wirtschaft reagierte, haben sich nun die Vorzeichen umgedreht. Der Mittelstand gibt Realitäten vor – die Politik findet Begriffe dafür.

Längst haben sich die Unternehmen auf die geopolitischen Spannungen in den Wachstumsmärkten eingestellt. Wer glaubt, die deutsche Wirtschaft agiere unpolitisch, hat sie nur nicht verstanden. Tatsächlich ist sie getrieben von den richtigen Instinkten – und steht auch in scheinbaren Krisenjahren stabiler da als mancher Pessimist es glauben mag. Auch dafür hat die Politik übrigens einen Begriff gefunden. Er markiert die größte Stärke unserer Wirtschaft: Resilienz.

Kapiteltrenner Volkswirtschaft China
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Xi Jinping © dpa

Dazu passt: China gewährte gestern Einblick in seine Konjunkturdaten. Im ersten Halbjahr legte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent zu. Im zweiten Quartal sogar um 6,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal. Die Schlussfolgerung der chinesischen Statistikbehörde:

  Die Volkswirtschaft zeigt eine gute Erholungsdynamik. “

Bei genauerer Inspektion der Zahlen werden allerdings drei erhebliche Stimmungsdämpfer sichtbar:

  • Im vergangenen Jahr befanden sich viele große Städte in China, inklusive Shanghai, im Lockdown. Der Vergleichswert ist also besonders niedrig.

  • Das chinesische BIP wuchs im Vergleich zum Vorquartal nur noch um 0,8 Prozent. Im Quartal davor betrug das Wachstum noch 2,2 Prozent. Der Aufschwung zu Beginn des Jahres konnte demnach im zweiten Quartal nicht weitergeführt werden.

  • Im Juni gingen die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent zurück. Die Immobilieninvestitionen gingen im ganzen ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent zurück. Die Arbeitslosigkeit der 16- bis 24-Jährigen erreichte im zweiten Quartal zudem einen neuen Höchststand von 21,3 Prozent.

 
 
China verlangsamt
BIP-Wachstum Chinas (jährlich und nach Quartalen), in Prozent
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Die US-Banken JPMorgan, Citigroup (beide vorher: 5,5 Prozent) und Morgan Stanley (vorher: 5,7 Prozent) senkten dementsprechend ihre Wachstumsprognosen für China im Jahr 2023 auf fünf Prozent.

Fazit: Fünf Prozent entsprechen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt immer noch einer Wirtschaftsleistung von über 900 Milliarden Dollar. Die USA (1,6 Prozent erwartetes Wachstum in 2023) und erst recht Deutschland (-0,5 Prozent) können davon nur träumen.

Kapiteltrenner Ukraine-Update

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Krim-Brücke © dpa

Im russischen Angriffskrieg überschlagen sich weiterhin die Ereignisse. Die wichtigsten Entwicklungen:

  • Auf der Krim-Brücke – der Verbindung zwischen der von Russland annektierten Halbinsel Krim und dem russischen Festland – hat es eine Explosion gegeben. Nach russischen Angaben kamen zwei Menschen ums Leben. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte:

  Der Angriff auf die Krim-Brücke heute wurde vom Regime in Kiew verübt. Die Entscheidungen fällen ukrainische Politiker und das Militär mit unmittelbarer Hilfe von amerikanischen und britischen Geheimdiensten und Politikern. “

Laut ukrainischen Medien sollen der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU und die ukrainische Marine dafür verantwortlich sein. Der Autoverkehr ist nach russischen Regierungsangaben in der Nacht zu Dienstag mit Einschränkungen wieder aufgenommen worden.

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Wladimir Putin © dpa

  • Putin will zudem das internationale Abkommen zur Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine durch einen Seekorridor im Schwarzen Meer nicht verlängern, solange nicht auf die russischen Forderungen eingegangen werde. Die bisherige Vereinbarung lief gestern aus. Die Ukraine kündigte trotz fehlender Sicherheitsgarantien eine alleinige Fortsetzung des Abkommens an.

  • Die Europäische Union verurteilte die Aufkündigung des internationalen Getreideabkommens durch Russland:

 
  Mit dieser Entscheidung verschärft Russland die weltweite Krise der Ernährungssicherheit weiter, die es durch seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine und seine Blockade der ukrainischen Seehäfen verursacht hat. “
  • US-Außenminister Antony Blinken bezeichnete die Aufkündigung des Abkommens als "skrupellos". Damit würden Lebensmittel als Waffe eingesetzt, kritisierte Blinken. Dies werde dazu führen, dass Lebensmittel an Orten, an denen sie dringend benötigt werden, schwerer zu bekommen sein und teurer würden

  • In der südukrainischen Region Odessa ist unterdessen in der Nacht örtlichen Behörden zufolge die Luftabwehr aktiviert worden. Das ukrainische Einsatzkommando für den Süden des Landes habe russische Angriffe auf die südlichen Regionen mit "unbemannten Luftfahrzeugen" gemeldet. Die Region Odessa hatte eine große Bedeutung für das am Montagabend ausgelaufene Getreideabkommen. Auch in anderen Teilen des Landes gab es Luftalarm. Betroffen waren unter anderem die Regionen Cherson, Saporischschja, Donezk und Charkiw.

Kapiteltrenner: Kapitalmarkt
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Jan Beckers © Jonas Friedrich

Trotz Krieg, Rezession und Inflation: Die Börsen laufen auf Hochtouren. Seit Jahresanfang legte der DAX um 14 Prozent zu und der amerikanische Tech-Aktienindex NASDAQ verzeichnete ein Plus von 35 Prozent.

Ist der Optimismus begründet? Und wie geht es in der zweiten Jahreshälfte weiter? Darüber hat mein Kollege Gabor Steingart für den Pioneer-Podcast mit Jan Beckers, dem Gründer von BIT Capital, gesprochen. Die Fondsgesellschaft gehört zu den erfolgreichsten Asset Managern der jüngsten Vergangenheit in Deutschland.

Becker glaubt, dass die angekündigten Zinserhöhungen „weitestgehend eingepreist” seien. Er ist für das zweite Halbjahr daher weiter optimistisch:

  In den ersten sechs Monaten waren es überwiegend die großen Tech-Unternehmen, die die Returns getrieben haben. Viele andere Unternehmen haben aber jetzt Nachholpotenzial. “

Dabei spielt für den Technologie-Investor Künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle:

  Viele Unternehmen, die nicht traditionell als Tech-Unternehmen eingestuft werden, werden dank Künstlicher Intelligenz in den nächsten Jahren deutlich die Kosten reduzieren können und auch einige spannende neue Produkte auf den Markt bringen. “

Der große Profiteur vom Run auf Künstliche Intelligenz ist für ihn der Chiphersteller Nvidia. Beckers erklärt:

  Jeder, der aktuell große KI-Modelle bauen will, der braucht die Chips von Nvidia, die sind entsprechend knapp. “

Pioneer-Podcast mit Jan Beckers BC
Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page.

Kapiteltrenner: Deutsche Wirtschaft 
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Joachim Nagel vor der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt am Main © dpa

Die Bundesbank ist optimistisch: Laut der jüngsten Prognose soll Deutschland der Rezession entkommen sein. Die beiden vorangegangenen Quartale war das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 und 0,3 Prozent geschrumpft – bei zwei Rückgängen in Folge sprechen Ökonomen von einer technischen Rezession. Die Wirtschaftsleistung dürfte nun „im zweiten Quartal 2023 wieder leicht gestiegen sein“, heißt es im Monatsbericht der Bundesbank.

Die Gründe dafür sind dreierlei:

  • Der private Konsum dürfte sich im Frühjahr stabilisiert haben, das Gfk-Konsumklima als Indikator für die Konsumstimmung der Privathaushalte verbesserte sich.

  • Der Arbeitsmarkt blieb stabil, die Zahl der besetzten Stellen stagnierte. Mit einem Anstieg der Beschäftigung sei allerdings in den kommenden Monaten nicht zu rechnen.

  • Der Anstieg der Inflationsrate im Juni sei auf Sondereffekte (Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket im Juni 2022) zurückzuführen. Daher erwartet die Bundesbank, dass die Teuerungsrate in Deutschland wieder sinkt.

Kapiteltrenner Start-ups
20230718-image-dpa-pb-Logo des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY)
Logo des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) © dpa

Deutsche Start-ups leiden unter akutem Investitionsmangel – das geht aus einer Analyse des Wirtschaftsprüfers EY hervor. Die ernüchternden Fakten:

  • In der ersten Jahreshälfte 2023 erhielten Start-ups in Deutschland Anschubfinanzierungen in Höhe von 3,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 6 Milliarden Euro.

  • 2021 bildete mit 17,4 Milliarden Euro bis dato das Rekordjahr für Investitionen in Start-ups. 2022 konnten dann nur noch insgesamt 9,9 Milliarden Euro eingesammelt werden – ein Rückgang von 43 Prozent. 2023 könnte diesen Tiefpunkt laut EY nun unterbieten.

  • Zudem konnten in der ersten Jahreshälfte nur fünf Unternehmen Investitionen über der 100-Millionen-Euro-Marke eintüten. Im Vorjahr waren es immerhin noch 15.

EY-Partner Thomas Prüver kommentiert:

  Die großen geopolitischen Risiken, der hohe Inflationsdruck, das hohe Zinsniveau und die schwache Konjunkturentwicklung haben zu einem schwierigen Finanzierungsumfeld im Start-up-Ökosystem hierzulande geführt. “

Kapiteltrenner Deutsche Elektromobilität

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VW ID.3 NEW © imago

Die deutschen Autobauer drohen, im Zukunftsfeld Elektromobilität den Anschluss zu verlieren. Das zeigen die Neuzulassungszahlen von Januar bis Juni 2023 für den Heimatmarkt Deutschland. Zwar liegt der Anteil der deutschen Autobauer, darunter Volkswagen, Mercedes und BMW, bei den Neuwagen inklusive der Verbrenner weiterhin bei knapp 70 Prozent. Nimmt man aber nur die Elektroautos, sinkt ihr Anteil auf 54 Prozent.

 
E-Angriff aus dem Ausland
Marktanteile inländischer und ausländischer Autohersteller nach Antriebsart (1. Halbjahr 2023), in Prozent
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Wenn E-Auto, dann fahren die Deutschen am liebsten Tesla. 16,5 Prozent der Fahrzeuge sind vom US-Hersteller. Zwar kann VW derzeit ebenso einen Marktanteil von 15,6 Prozent bei E-Autos vorweisen, aber der Anteil ist niedriger als der von Volkswagen im Gesamtmarkt inklusive der Verbrenner.

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Ferdinand Dudenhöffer © dpa

Für die Zukunft ist Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research (CAR), skeptisch – insbesondere für Volkswagen:

  Volkswagen wird den Marktanteil wohl kaum halten können. “

Kapiteltrenner Terminkalender

Die Berichtssaison der Börsenunternehmen ist wieder in vollem Gange, aber auch Wirtschaft und Politik stehen nicht still. Diese Termine sollten Sie als Entscheider im Blick haben. Heute ist Dienstag, der 18. Juli 2023:

  • In den USA werden die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht. Experten erwarten ein Plus von 0,5 Prozent für den Monat Juni im Vergleich zum Vormonat.

 
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Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts © dpa
  • Heute eröffnet Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, die Verhandlungen über die Klage der Unionsfraktion wegen Pannen in Berlin bei der Bundestagswahl 2021.

  • Der Generaldirektor für Finanzen und Wirtschaft der Europäischen Kommission, Maarten Verwey, gibt den Konjunkturausblick für die Eurozone für die kommenden Monate bekannt. Zuletzt ging das Gremium von einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent bis Ende des Jahres aus.

 
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James Gorman, CEO von Morgan Stanley © imago
  • Morgan Stanley und Bank of America präsentieren die Zahlen zum zweiten Quartal. Analysten erwarten dank hoher Zinsen starke Ergebnisse.

  • Zusätzlich präsentieren der Schweizer Biotechnologiekonzern Novartis sowie der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin ihre Quartalszahlen.

Kapiteltrenner: Nutella
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Brotscheiben mit Nutella © imago

Ausgerechnet in ihrer Sommerpause bezieht Außenministerin Annalena Baerbock Stellung zu einer der wirklich bedeutenden, aber auch erbitterten Kontroversen in Deutschland.

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Außenministerin Annalena Baerbock © dpa

Auf ihrer Deutschlandreise beantwortet sie in einem Video die drängendsten Fragen ihrer Follower auf Instagram. Mit dabei ist ein Klassiker, womöglich stehen Sie bei der Lektüre dieses Newsletters gerade vor derselben Frage: Isst man ein Nutellabrot nun mit oder ohne Butter? Die Grünen-Politikerin und zweifache Mutter kennt dabei keine zwei Meinungen:

  Natürlich mit Butter. “

Damit ist Baerbock im Auge des Frühstücksorkans angekommen. Noch mag es sich für sie ruhig anfühlen, aber um sie herum tobt es.

Ist das nicht die Politikerin, die einst im Wahlkampf ein zweifelhaftes Buch vorlegte? Die nun als Außenministerin glaubt, ihre Politik wertegeleitet und feministisch auslegen zu müssen?

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Nutellabrot mit Butter © imago

Und nun folgen nach dem Schinken der Hoffnung auch noch doppelschichtige Nutellabrote?

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Annalena Baerbock auf dem Obsthof Lindicke in Werder/Havel © dpa

Der Trubel um die Debatte gibt uns immerhin Gewissheit: Die erste Sommerlochdebatte des Jahres läuft und die ernste Politik hat sich nach Wochen des Streits in den Urlaub verabschiedet.

Was bleibt, ist nur noch eine Feststellung: Selbstverständlich isst man Nutella ohne Butter.

Ich wünsche Ihnen einen zuckersüßen Start in den neuen Tag.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Unterschrift Gordon Repinski
Gordon Repinski
Stellvertretender Chefredakteur ThePioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Luisa Nuhr, Till Henniges, Daniel Bayer, Nico Giese

Außerdem mitgewirkt hat heute Anne Schwedt und Christian Schlesiger.

Grafiken

Nils Lang (Daten), Peter Gorzo (Titelbild)

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