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21.07.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

im vergangenen Herbst lief Olaf Scholz durch die Innenstadt von Vietnams Hauptstadt Hanoi, er besichtigte eine Tempelanlage, machte eine Stadtführung, flanierte über die Straßen. Nie zuvor ließ sich ein deutscher Regierungschef so viel Zeit in dem Land. Die Mission, neue asiatische Partner und Märkte zu finden, ist in vollem Gange. Aus Berlin wird sie von höchster Stelle wohlwollend begleitet.

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Olaf Scholz und Vietnams Premierminister Pham Minh Chinh besuchen einen Tempel © dpa

Das De-Risking ist mittlerweile aber längst keine rein politische Idee mehr, sondern hat sich zur ökonomischen Realität entwickelt: Erstmals seit sechs Jahren floss mehr ausländisches Geld in Aktien anderer asiatischer Länder als in chinesische Aktien, das zeigen die neuesten Daten von Goldman Sachs. Überall werden neue Märkte erschlossen.

 
China fällt zurück
Netto Auslandszuflüsse nach Asien, in Milliarden US-Dollar
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50 bis 60 Prozent der Unternehmen, die in China produzieren, „schauen sich verstärkt in der ASEAN-Region um“, erklärt Jörg Wuttke The Pioneer, bis vor kurzem Präsident der europäischen Handelskammer in Peking.

Die ASEAN-Gruppe ist eine wirtschaftliche Vereinigung inklusive Freihandelsabkommen zwischen zehn südostasiatischen Ländern, darunter Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam. Mit einer Bevölkerung von über 590 Millionen Menschen ist sie größer als die Europäische Union.

Laut einer aktuellen Umfrage des EU ASEAN Business Council unter 600 Personen aus mehr als hundert europäischen Unternehmen erwarten 65 Prozent einen Anstieg der Gewinne in ASEAN. Jens Rübbert, Regional Head Asia/Pacific der Landesbank Baden-Württemberg, sagt im Pioneer Podcast:

  Das ist ein sehr eindeutiges Signal, wo europäische Unternehmen die Zukunftsaussichten sehen. “

Fest steht: Viele Unternehmen sind derzeit auf der Suche nach einem alternativen und verlässlichen Standort in Asien. Gemeinsam mit meinem Team rund um meine Kollegin Luisa Nuhr haben wir das Potenzial der fünf spannendsten asiatischen Regionen analysiert:

Der Rising Star: Vietnam

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Pham Minh Chinh, Premierminister von Vietnam © imago

„Vietnam ist das neue China für eine Reihe von Investoren und auch deutsche Firmen. Die meisten Firmen gehen mit ihrer zweiten Fabrik nach Vietnam, aber halten dennoch am China-Geschäft weiter fest“, sagt Horst Geicke, Investor und Chairman des Deutschen Hauses Ho Chi Minh Stadt.

Bislang interessierte sich Vietnam vor allem für den Tourismus und exportierte Agrargüter, Kleidung und Schuhe. Nun ist das Land auch im Elektronikbereich aktiv. Bestes Beispiel Samsung: Der Smartphone-Hersteller produziert mittlerweile die Hälfte seiner Handys dort.

Vietnam hat als einziges asiatisches Land neben Singapur ein Freihandelsabkommen mit der EU abgeschlossen. Zu den deutschen Firmen, die nach Vietnam streben, gehören die Autozulieferer Brose und ZF, der Gerätehersteller Kärcher, Baustofflieferant Knauff und das Konsumgüterunternehmen Henkel.

 
Vietnam
Ausländische Direktinvestitionen (netto) nach Vietnam, in Milliarden US-Dollar
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Im Jahr 2022 wurden über 18 Milliarden Dollar von ausländischen Investoren in das Land gebracht – ein Rekord. Dies führte unter anderem zu beeindruckenden Wachstumsraten von acht Prozent im Jahr 2022 und 5,9 Prozent durchschnittlich in den vergangenen 13 Jahren.

Dazu kommt, erklärt Geicke:

  Vietnam ist wie China eine kommunistisch geführte Staats- und Privatwirtschaft. Das hat schon mal einen Vorteil für Unternehmen, die in Vietnam investieren, sie kennen diese Art System von China mit Fünfjahresplan et cetera. “

Die heimliche Großmacht: Singapur

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Lee Hsien Loong, Premierminister von Singapur © imago

Der Stadtstaat an der Südspitze der Malaiischen Halbinsel erwirtschaftete 2022 ein BIP pro Kopf von etwa 82.800 US-DollarPlatz 2 in Asien hinter den Öl-Scheichs aus Katar. Zum Vergleich: Das deutsche BIP lag bei 48.000 Dollar.

Das flächenmäßig kleinste Land Südostasiens mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern hat sich zu einem handelsfreundlichen Finanzzentrum entwickelt, mit einer hervorragenden Infrastruktur und einem stabilen Rechtssystem. Auch deswegen investierten ausländische Investoren 2022 140 Milliarden Dollar in Singapur – fast so viel wie in China (180 Milliarden Dollar). Die HSBC-Bank schreibt:

  Die Löwenstadt profitiert von einer Regierungspolitik, die das Land als offen für den Handel positioniert, den Zufluss ausländischer Direktinvestitionen anzieht und die Ansiedlung ausländischer Unternehmen an seinen Ufern willkommen heißt. “

 
Singapur
Ausländische Direktinvestitionen (netto) nach Singapur, in Milliarden US-Dollar
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Deutsche Unternehmen handeln bereits: Siemens gab vor kurzem bekannt, für 200 Millionen Euro eine neue High-Tech-Fabrik in Singapur zu bauen und damit 400 Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.

Der leise Riese: Indonesien

20230721-image-imago-mb-Joko Widodo, Präsident Indonesiens
Joko Widodo, Präsident Indonesiens © imago

Der Inselstaat vor der Küste Australiens hat sich für viele unbemerkt seinen Weg an die Seite der Wirtschaftsnationen dieser Welt gebahnt. Mit einem BIP von rund 1,3 Billionen Dollar ist Indonesien aktuell „nur“ auf Platz 16 der wirtschaftsstärksten Volkswirtschaften. Doch vertraut man den Experten von PwC, positioniert sich Indonesien bis 2030 als die neuntgrößte und bis 2050 – vor Deutschland – sogar unter den Top fünf der wirtschaftsstärksten Volkswirtschaften.

Um die Besonderheit dieser Entwicklung weiß auch Bundeskanzler Scholz:

  Wenn wir vom 21. Jahrhundert zu Recht als „asiatischem Jahrhundert“ sprechen, dann führt an Indonesien kein Weg vorbei. “

 
Indonesien
Ausländische Direktinvestitionen (netto) nach Indonesien, in Milliarden US-Dollar
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Bislang ist Indonesien vor allem die fossile und mineralische Rohstoffkammer der Welt. Die Ausfuhr dieser Rohstoffe macht rund 20 Prozent des nationalen Warenexports aus. Neben Kohle, Gas, Kupfer und Agrarprodukten hat der Inselstaat vor allem das, was für die Mobilitätswende in der Bundesrepublik dringend benötigt wird: Nickel, zur Herstellung von E-Autobatterien.

Durch mehrere wirtschaftspolitische Regelungen sollen Investitionen vereinfacht und Anreize für Firmengründungen geschaffen werden. Doch ein Geheimtipp ist Indonesien schon lange nicht mehr, für Europa wird es schwer, sich gegen den chinesischen Großinvestor vor Ort durchzusetzen.

Die Weltmacht von morgen: Indien

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Narendra Modi, Premierminister von Indien © imago

Indien liegt nach einer spektakulären Aufholjagd heute schon auf Platz fünf der größten Volkswirtschaften der Welt. Mit seinen mehr als 1,4 Milliarden EinwohnernTendenz: steigend – scheint der Wachstumskurs fast schon unumgänglich. Bis 2025 dürfte Indien auf Rang drei der Welt vorrücken.

Es gibt mehr als 1600 deutsch-indische Kooperationen und über 600 Joint Ventures – mit dabei sind Bosch, Daimler oder Siemens. Allein in diesem Jahr wollen 53 Prozent der von KPMG und AHK Indien befragten deutschen Unternehmen ihre Investitionen in Indien ausbauen. Der US-Tech-Riese Apple hat vor Ort eine alternative Basis zu China schon erfolgreich aufgebaut.

 
Indien
Ausländische Direktinvestitionen (netto) nach Indien, in Milliarden US-Dollar
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Das Land ist allerdings, anders als in der öffentlichen Diskussion oft wahrgenommen, nicht einfach ein demokratisches Substitut für China. Während Chinas Wachstumsmotor die Industrie ist, bleibt Indien vorrangig ein Dienstleistungsland. Der Anteil der verarbeitenden Industrie ist auf 14 Prozent gesunken und liegt hinter dem von Mexiko, Vietnam und Bangladesch. Grund für die Stagnation sind vor allem regulatorische und bürokratische Hürden, über die auch deutsche Unternehmen immer wieder stolpern.

Umso größer ist das noch auszuschöpfende Potenzial des Riesenlandes. Deswegen wirbt in diesen Tagen Robert Habeck in der indischen Politik und Wirtschaft für mehr Zusammenarbeit. Erst letztens waren Biden und Scholz genauso wie Musk und Gates zu Besuch beim indischen Präsidenten Narendra Modi, der gerne mit allen Handel betreibt. Ein Handelsabkommen mit Europa und Russland? Kein Problem für Modi. Auch das gehört zum Wachstumsrezept dazu.

Das Comeback: Japan

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Fumio Kishida, Premierminister von Japan © imago

Hinter den USA und China ist die Insel im Pazifik immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Immer noch, weil sich das Land in den vergangenen 35 Jahren in vielen Bereichen im Abwärtskurs befand: Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen und unkonventionelle Wirtschaftspolitik haben zu einer Stagnation des Wachstums geführt, während die Nachbarn langsam aber sicher aufholten.

Im vergangenen Halbjahr hatte sich die japanische Wirtschaft allerdings überraschend stark aus der Rezession erholt. Das BIP stieg im ersten Quartal um, aufs Jahr hochgerechnet 1,6 Prozent, deutlich mehr als im stagnierenden Europa.

Der japanische Aktienmarkt hatte zuletzt um 18 Prozent zugelegt, mehr als in den vergangenen 33 Jahren. Das Land profitiert von seiner geopolitischen Sicherheit und einer vorhandenen technischen Infrastruktur, die gerade im Hochtechnologiebereich relevant ist.

Der Kapitalmarkt-Stratege Stefan Breintner von der DJE Capital AG fügt hinzu:

  Im asiatischen Raum sehen wir unter anderem in Japan Potenzial. Das Land ist auch eine Nearshoring-Region. “

Nearshoring bedeutet, Dienstleistungen in Länder outzusourcen, die dem Heimatland eines Unternehmens nahestehen. Hinzu kommt: Ein schwacher Yen, der für die japanische, auf Export ausgerichtete Wirtschaft von Vorteil ist, da die Waren sich so günstig am Weltmarkt verkaufen lassen.

 
Japan
Ausländische Direktinvestitionen (netto) nach Japan, in Milliarden US-Dollar
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Fazit: Asien bleibt Boom-Kontinent, aber längst hat sich der Aufschwung von China abgekoppelt. Die Weltmacht kränkelt an geopolitischer Großmannssucht und den Schmerzen der eigenen Größe. Längst bilden sich um China neue Wachstumsmärkte, die energetischer daherkommen, als der mächtige Nachbar.

Nach dem Aufschwung der Tigerstaaten Ende des vergangenen Jahrhunderts und den chinesischen Jahrzehnten folgt nun womöglich der dritte Teil des asiatischen Aufschwungs – diesmal mit alten und neuen Akteuren. Was bleibt, ist die unvergleichliche Dynamik. Neue Märkte öffnen sich, die auch für uns in Europa voller Chancen stecken.

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Kapiteltrenner Hubertus Heil

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Hubertus Heil © imago

Er ist eine Ausnahme-Erscheinung der Ampel-Regierung: Hubertus Heil. Er war bereits unter Angela Merkel Bundesminister für Arbeit und Soziales. Und er blieb es unter Olaf Scholz.

Niemand sonst in der Regierung hat einen so großen Etat zur Verfügung wie SPD-Mann Heil.

Alles in allem nicht überraschend: Der Niedersachse ist für die Brot-und-Butter-Themen der Sozialdemokratie zuständig – und mit Mindestlohn und stabilen Renten für die größten Wahlversprechen des Kanzlers.

Mein Kollege Rasmus Buchsteiner zieht jetzt Bilanz nach Heils ersten beiden Ampel-Amtsjahren. Inflation, Bürgergeld, Flüchtlinge, Fachkräfte lesen Sie die Analyse heute hier in unserem Politik-Teil.

Kapiteltrenner Friedrich Merz

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Friedrich Merz © imago

Friedrich Merz tanzt – mal wieder – aus der Reihe. Bei einer Pressekonferenz auf der CSU-Klausurtagung erklärte der Parteichef:

  Wir sind wirklich eine Alternative für Deutschland – mit Substanz. “

Diese Aussage sorgte im Netz für eine Mischung aus Kopfschütteln, Belustigung und Fremdscham.

Der Grünen-Abgeordnete Jürgen Trittin meint:

  Kommt jetzt die Umbenennung der CDU in AfD-Substanz? Gegen Merz kommt einem Markus Söder richtig seriös vor. “

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Jürgen Trittin © imago

Sein Parteifreund Konstantin von Notz twitterte:

  Bitte lieber Gott, mach, dass das ein DeepFake ist… “

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Konstantin von Notz © imago

Auch die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel meldete auf Twitter:

  Auch wenn sich Herr Merz noch so verbiegt, das Original bleiben wir. “

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Alice Weidel © imago

Fazit: Mit der Aussage steht zwar nicht die politische Brandmauer gegen die AfD infrage, hier war Merz in den vergangenen Wochen eindeutig und unmissverständlich. Gefährlicher ist für den CDU-Vorsitzenden der sich festsetzende Spott. Schon Armin Laschet scheiterte nicht an seiner Weltsicht, sondern an seiner Ungeschicklichkeit.

Kapiteltrenner AfD-Wähler
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AfD-Demonstration © dpa

Die Gesellschaftsforscher Dirk Ziems und Thomas Ebenfeld haben Tiefeninterviews mit AfD-Wählern durchgeführt und ihre Mentalitätsstruktur analysiert. Dabei konnten sie vier verschiedene Wählertypen identifizieren.

Warum das wichtig ist? Mit verschiedenen Wählertypen kann unterschiedlich umgegangen werden. Die Kritik einiger Wähler sollte im Dialog ernst genommen werden – die von anderen nicht, argumentieren die Forscher. Denn es mache einen Unterschied, ob jemand versucht, „die da oben“ zum Nachdenken anzuregen oder schlichtweg rechte Ideologien verfolgt.

Hier geht es zum Gastbeitrag.

Kapiteltrenner Kapitalmarkt-Update

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Christian Klein, Chef von SAP © imago

Gestern haben wichtige Großkonzerne erneut ihre Geschäftsbücher geöffnet. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Umsatz des weltweit führenden Chipherstellers TSMC aus Taiwan fiel um zehn Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr, während der Nettogewinn um 23,3 Prozent auf 5,85 Milliarden Dollar sank. Die Marktexperten gingen von einem stärkeren Rückgang aus, nachdem die Nachfrage nach Elektronikprodukten zuletzt eingebrochen war.

  • Der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson hebt nach einem unerwartet starken zweiten Quartal ein weiteres Mal seine Prognose für das Jahr an. Zwischen April und Juni stieg der Umsatz des Unternehmens um gut sechs Prozent auf 25,5 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um knapp sieben Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar.

  • Der deutsche Softwareanbieter SAP konnte mit seinem vorgelegten Zahlenwerk die Anleger nicht überzeugen und musste vor allem wegen schwächerer Umsätze im Cloudgeschäft die Jahresziele anpassen. Insgesamt kletterten die Erlöse um fünf Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich vervielfachte sich der Nettogewinn auf 3,4 Milliarden Euro, vor allem dank eines Sonderertrages aus dem Verkauf der US-Firma Qualtrics.

Kapiteltrenner Nasdaq

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Andy Jassy, CEO von Amazon © imago

Künstliche Intelligenz ist einer der Hauptgründe für den Aktienboom an der Wall Street. Allein der Wert der Apple-Aktie stieg über 50 Prozent seit Jahresbeginn. Das Ergebnis: Die Aktien von Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft, Meta, Nvidia und Tesla nehmen nun einen Anteil von fast 56 Prozent im Nasdaq 100 Index ein.

 
NASDAQ im Höhenflug
Kursentwicklung des Aktienindex NASDAQ-100 seit Januar 2023, in US-Dollar
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Deswegen soll der Index – der die Wertentwicklung der 100 größten an der Börse gelisteten Unternehmen abbildet – nun neu strukturiert werden. Der Anteil der sieben größten Unternehmen soll auf 44 Prozent reduziert und der der übrigen erhöht werden. Am 24. Juli soll die Umstrukturierung stattfinden.

Fonds, die den Nasdaq Index abbilden, müssen ihre Bestände ebenso anpassen. Auf lange Sicht wird dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Aktien im Index reduziert.

Kapiteltrenner Threads vs. Twitter
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Meta-Chef Mark Zuckerberg © imago

Die Twitter Alternative des Facebook-Mutterkonzerns Meta heißt Threads. In der Europäischen Union ist die App allerdings aus Datenschutzgründen noch nicht zugelassen. Lena Waltle aus der Tech-Briefing-Redaktion hat Threads trotzdem testen können. Sie meint:

  Threads hat das Potenzial, sich tatsächlich gegen Twitter durchsetzen zu können. “

Ihren Kommentar lesen Sie hier.

Kapiteltrenner Terminkalender

Das Wochenende steht vor der Tür, dennoch sollten Sie als Entscheider diese Termine im Blick haben. Heute ist Freitag, der 21. Juli 2023:

  • Wirtschaftsminister Robert Habeck führt Gespräche mit hochrangigen indischen Politikern. Ebenfalls stehen persönliche Firmenbesuche in Indien auf der Agenda.

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius ist beim Antrittsbesuch in Tschechien. Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche mit der tschechischen Verteidigungsministerin Jana Černochová.

  • Die EU-Justizminister kommen zu einem informellen Treffen in Brüssel zusammen. Dabei geht es unter anderem um den Schutz für Opfer von Straftaten und die Bekämpfung des organisierten Verbrechens.

  • Das deutsche Pharmaunternehmen Sartorius öffnet die Geschäftsbücher zum abgelaufenen Quartal. Die Analysten sind nach der Gewinnwarnung pessimistisch eingestellt.

  • Der Finanzdienstleister American Express sowie der weltweit größte Rohstoffproduzent Glencore geben einen Einblick in die Geschäftsbücher des zweiten Quartals.

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Kapiteltrenner Löwin

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Löwin im Leipziger Zoo © dpa

Wild geht es in Berlin häufiger zu – von Neukölln bis zum Bundestag. Dass durch die Hauptstadt allerdings jetzt die Raubtiere streifen, ist neu.

Der Hintergrund: An der südlichen Stadtgrenze von Berlin soll eine Löwin frei herumlaufen. Das Tier wurde erstmalig in der Nacht zu Donnerstag gesichtet. Die Polizei ist seitdem mit einem Großaufgebot auf Suche und warnt die Anwohner davor, ihre Häuser zu verlassen.

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Sichtung der Löwin in Kleinmachnow © Twitter/@lqzze1

Ganz sicher, dass es sich um eine echte Löwin handelt, ist man sich nicht. Auch der Zirkus-Chef von Teltow musste sich deswegen einschalten. Er glaubt an eine Verwechslung:

  Wenn das ein Löwe ist, fresse ich einen Besen. “

In diesem Fall dürfte allerdings gelten: Besser Vorsicht als Nachsicht. Das Tier soll schon ein Wildschwein erlegt haben und dürfte schon bald wieder hungrig werden.

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Polizisten am Eingang eines Waldgebietes in Zehlendorf © dpa

Das Bizarre: Die Herkunft der Löwin ist bis dato unklar. „Weder Tierpark, Zoo noch Zirkusse vermissen ein entsprechendes Tier“, heißt es seitens der Polizei. Nadine Ronco Alarcón vom Tierschutzverein „Vier Pfoten“ klärt im Berliner Tagesspiegel auf:

  Man glaubt nicht, wie viele Wildtiere in Wohnzimmern gehalten werden. “

Sollten Sie im Umkreis Berlin leben, schauen Sie also lieber nochmal in Ihrem Wohnzimmer nach – auch wenn Sie dort bisher keine Wildtiere gehalten haben.

Ich wünsche Ihnen einen inspirierten Start in den neuen Tag.

Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Unterschrift Gordon Repinski
Gordon Repinski
Stellvertretender Chefredakteur ThePioneer

Redaktion

Luisa Nuhr (Leitung), Alexander Wiedmann, Daniel Bayer, Nico Giese

Außerdem mitgewirkt haben Claudia Scholz und Rasmus Buchsteiner.

Grafiken

Nils Lang (Daten), Henning Schmitter (Titelbild)

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