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15.12.2023
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

Europa ist militärisch in eine gefährliche Zangenbewegung geraten:

Auf der einen Seite schreckt Wladimir Putin erkennbar nicht vor einem lang anhaltenden europäischen Krieg zurück. Wie bei vielen Despoten scheint die Schlacht sein Lebenselixier zu sein. Er leidet nicht, er blüht auf. Er zieht sich nicht zurück. Er rückt weiter vor.

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Putin bei seiner Jahresabschluss-Pressekonferenz am 14.12.2023 © imago

Genau in dieser historischen Stunde wendet sich Amerika von Europa ab. Was mit isolationistischen Redensarten unter Donald Trump begann, setzte sich in der Präsidentschaft von Joe Biden fort: Amerika möchte nicht länger die Schutzmacht der europäischen Wohlfahrtsstaaten sein. Die Nachkriegszeit ist beendet.

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Joe Biden © imago

Dieses Europa, das 2023 einen Feind gewonnen und einen Beschützer verloren hat, wird in kürzester Zeit auf sich selbst gestellt sein. Europäischer Binnenmarkt. Europäische Währung. „Wo aber bleibt die europäische Armee?“, werden Deutsche und Franzosen im Ausland immer wieder gefragt.

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Emmanuel Macron und Olaf Scholz © imago

Wer mit dem Radargerät der Rationalität auf diesen Kontinent schaut, wird die sechs militärisch größten Schwachstellen schnell erkennen:

#1 Europa ist keine Atommacht.

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Joschka Fischer © dpa

Joschka Fischer hat eine Debatte angestoßen: Wer sorgt für die europäische Sicherheit, wenn die USA wegfällt? Im Interview mit der Zeit forderte er:

  Die EU braucht eine eigene atomare Abschreckung. “

Zwar verfügen Großbritannien und Frankreich über Atomwaffen, aber der europäische Kontinent steht als Ganzes blank da. Europas und insbesondere Deutschlands Sicherheit hängt von den USA ab und deren Bereitschaft, zur Verteidigung der Nato-Partner auch Atomwaffen einzusetzen. Das ist eine Garantie, aber keine Gewissheit.

 
Europa: Die atomare Abhängigkeit
Anzahl der nuklearen Sprengköpfe je Atommacht weltweit 2023
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#2 Die Nato ist auf die USA angewiesen.

2023 werden nach Angaben des Bündnisses voraussichtlich 20 der 31 Nato-Mitglieder das Zwei-Prozent-Ziel nicht erreichen, darunter Frankreich, Deutschland und Italien. Mit dem Zwei-Prozent-Ziel sollte sichergestellt sein, dass jede Nation Rüstungsausgaben in Höhe von zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes in die eigene Sicherheit investiert.

 
Nato: America first
Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder 2023, in Milliarden US-Dollar
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Da dies nicht passiert ist, ist die Durchsetzungsfähigkeit der Nato weiter auf die USA angewiesen. Im vergangenen Jahr entfielen rund 70 Prozent der Verteidigungsausgaben auf die USA. Während sich in den vergangenen zehn Jahren Russland und China auf die globalen Spannungen vorbereiteten und ihren Verteidigungshaushalt um 300 bzw. 600 Prozent erhöhten, sind im gleichen Zeitraum die Verteidigungsausgaben in der EU – nach Angaben des Europäischen Parlaments – gerade einmal um 20 Prozent gestiegen. Das heißt: Europa hat sich ins Traumland zurückgezogen.

#3 Die Bundeswehr ist nicht einsetzbar.

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Markus Kurczyk © dpa

2011 wurde in Deutschland mit großer Zustimmung in der Bevölkerung die Wehrpflicht ausgesetzt. Die Folgen sind heute spürbar: 1990, nach dem Fall der Mauer, verfügte die Bundeswehr über 450.000 Soldaten – heute sind es gerade mal etwas mehr als 180.000. Der ehemalige Generalmajor der Luftwaffe der Bundeswehr, Markus Kurczyk, stellt die entscheidende Frage:

  Würden Sie zu einem Arbeitgeber gehen, der von sich selbst sagt, er sei blank? “

 
Die Geschichte des Personals
Personalbestand der Bundeswehr seit 1955*
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In den anderen großen europäischen Nationen zeigt sich das gleiche Bild: Südkorea verfügt heute über ein Militär von gleicher Größe – etwa eine halbe Million Mann – wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland zusammen.

Selbst die deutsche Rumpf-Armee ist spärlich ausgestattet. Wie das „Wall Street Journal“ in dieser Woche berichtete, reichen die Munitionsvorräte der Bundeswehr allenfalls, um das Land für zwei Tage zu verteidigen.

#4 Auch Frankreich und Großbritannien können die USA nicht ersetzen.

Laut Global Firepower, einer Website, die öffentliche Daten verwendet, um eine jährliche Rangliste der militärischen Stärke zu veröffentlichen, ist Großbritannien die stärkste Militärnation Europas, gefolgt von Frankreich.

Doch das britische Militär verfügt nur über etwa 150 einsatzfähige Panzer und vielleicht ein Dutzend einsatzbereite Artilleriegeschütze mit großer Reichweite, schreiben Max Colchester, David Luhnow und Bojan Pancevski im „Wall Street Journal“:

  Die Schränke waren so leer, dass das britische Militär im vergangenen Jahr erwog, mehrere Raketenwerfer aus Museen zu beschaffen, um sie aufzurüsten und der Ukraine zu schenken. “

Frankreich, der nächstgrößere Geldgeber, verfügt laut WSJ über weniger als 90 schwere Artilleriegeschütze, was in etwa dem entspricht, was Russland jeden Monat auf dem Schlachtfeld der Ukraine verliert.

#5 Die europäische Rüstungsindustrie ist ein Zwerg.

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Verteidigungsminister Pistorius vor einem Fahrzeug von Rheinmetall © dpa

Europa habe sich „systematisch entmilitarisiert, weil es das Geld nicht ausgeben musste“, sagt Anthony King, Professor für Kriegsstudien an der Universität von Warwick. Das zeigt sich auch an den europäischen Rüstungskonzernen. Während der größte deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall einen Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr erwirtschaftete, machte Lockheed Martin in den USA einen Umsatz von 65,9 Milliarden US-Dollar. Zehnmal so viel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man überall Europa auf die Friedensdividende gesetzt und die Rüstungsindustrie weitgehend den Amerikanern überlassen. Die fünf größten Waffenschmieden der Welt, die gemeinsam 32 Prozent des Umsatzes der Branche ausmachen, sitzen alle in den USA.

 
Die ungleiche Rüstungsindustrie
Vergleich der zwei größten Rüstungskonzerne in den USA und Deutschland gemessen am Umsatz 2022, in Milliarden US-Dollar
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#6 Die Bevölkerung lehnt Aufrüstung ab.

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Demonstranten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz in München © imago

„Thank you for your service“, wird in den USA uniformierten Soldaten auf der Straße zugerufen. Sportveranstaltungen sind, vom gemeinsamen Singen der Nationalhymne bis zur Verleihung von Preisen an Veteranen in der Halbzeit, ein Fest des Patriotismus.

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Olaf Scholz spricht vor Soldaten der Bundeswehr © dpa

In Europa hingegen, insbesondere in Deutschland, fehlt das Bestreben der jungen Menschen, Soldat werden zu wollen. 2022, im Jahr der von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufenen „Zeitenwende“, gingen knapp 44.000 Bewerbungen für eine militärische Laufbahn ein – elf Prozent weniger als im Vorjahr. Das Durchschnittsalter der Truppe liegt inzwischen bei 33,5 Jahren, fünf Jahre mehr als noch 2010.

Das hat nicht nur etwas mit der Abkehr der Deutschen von den Armeen Hitlers oder Friedrich des Großen zu tun. Die Bundeswehr ist im Vergleich zur Privatwirtschaft, wo flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und eine höhere Bezahlung locken, ein weniger attraktiver Arbeitgeber. Hier riecht es nicht nach Abenteuer, sondern nach Bürokratie.

Fazit: Europa ist schwach, auch deshalb, weil es gar nicht stark sein will. Man lehnt den Krieg so innig ab, dass man ihn gar nicht erst vorbereiten mag. Schon die eigene Abschreckung empfindet man als Provokation des Gegenüber, weshalb man lieber das militärische Mauerblümchen spielt. Dem Verteidigungswillen hat diese Kultur der Entsagung nicht gutgetan. Oder um es mit William Shakespeare in „Caesar“ zu sagen:

  Feiglinge sterben viele Male vor ihrem Tod. “

Kapiteltrenner: Unsere Highlights heute:

  • Sigmar Gabriel und meine Kollegin Chelsea Spieker werfen im letzten World Briefing dieses Jahres einen gemeinsamen Blick zurück auf 2023.

  • Stabilität bei der EZB: Leitzins bleibt unverändert.

  • Johann Sebastian Bachs Musik verbindet tiefe Glaubensinspiration mit musikalischer Brillanz.

Geschenkabo Banner-1 15.12.2023

Kapiteltrenner: Aus der Hauptstadt

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Wirtschaftsminister Robert Habeck © imago

Der Klima- und Transformationsfonds (KTF) von Wirtschaftsminister Robert Habeck galt in seinem Haus nach dem Verfassungsgerichtsurteil schon als klinisch tot. 60 Milliarden Euro, plötzlich weg.

Dabei wird gerne vergessen: Nicht der Fonds ist verfassungswidrig. Sondern nur seine Teil-Finanzierung aus ehemaligen Corona-Milliarden.

Jetzt hat die Ampel den Fonds wiederbelebt.

Er bleibe „das zentrale Instrument des Bundes zur Unterstützung der Transformation“, heißt es in einem Papier, das in Koalitionskreisen zirkuliert und meinen Kollegen von Hauptstadt – Das Briefing vorliegt.

Es gibt einen Überblick über den KTF für die kommenden zwei Jahre.

Wie viel Geld dort für welche Projekte eingeplant ist und welche Projekte wegfallen, lesen Sie in unserem Politik-Teil hier.

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KTF: Totgesagte leben länger
Habecks Klimafonds feiert ein erstaunliches Comeback. Wir kennen die Zahlen.
Briefing lesen

Kapiteltrenner Sigmar Gabriel

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Sigmar Gabriel © Anne Hufnagl

2023 war ein Jahr voller politischer Turbulenzen und strategischer Machtverschiebungen. In der letzten Folge des World Briefings in diesem Jahr werfen der ehemalige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel und meine Kollegin Chelsea Spieker einen gemeinsamen Blick zurück.

Sie sprechen über Bestechungsvorwürfe gegen die EU-Parlaments-Vizepräsidentin Eva Kaili, den komplexen Umgang mit Staaten wie Katar und China sowie die wachsende Bedeutung Afrikas in der globalen Politik. Dabei diskutieren sie die Rolle der USA bei der Stärkung ihres Einflusses in Afrika.

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Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel © Anne Hufnagl

So sagt Sigmar Gabriel über die strategische Bedeutung Afrikas:

  China hat seit Jahrzehnten Afrika als großen Chancen-Kontinent empfunden – allerdings als Chance für China, nicht für Afrika. “

Außerdem äußert sich Gabriel kritisch zum belehrenden Umgang mit autoritären Staaten:

  Wir werden nicht umhinkommen, auch mit Menschen, mit Nationen, mit Gesellschaften umzugehen, die sich erst dann ändern, wenn sie es selber wollen. “

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Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page.

Über die innenpolitischen Herausforderungen Deutschlands sagt Gabriel:

  Diese Regierung ist mit einer Fülle von parallelen Krisen konfrontiert, wie es sie in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben hat. “

Einen Ausschnitt aus diesem Gespräch hören Sie heute Morgen im Pioneer-Podcast. Die neue Folge des World Briefings mit Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel erwartet Sie am Samstag. Klare Hörempfehlung!

Kapiteltrenner Ukraine-Update

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Charles Michel © imago

Frohe Nachrichten für die Ukraine: Die Staats- und Regierungschefs der EU haben gestern Abend die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und der Republik Moldau beschlossen und Georgien den Kandidatenstatus zuerkannt. Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, schrieb auf X:

  Ein klares Signal der Hoffnung für ihr Volk und für unseren Kontinent. “

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Viktor Orbán © dpa

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hatte sich gegen die Aufnahme von Beitrittsgesprächen ausgesprochen. Er verwies auf Reformauflagen, die die Ukraine nicht erfüllt habe.

Laut Insidern soll Orbán nun aber bei der Schlussabstimmung nicht anwesend und der Rat dennoch beschlussfähig gewesen sein. Die Entscheidung erforderte die einstimmige Zustimmung der EU-Mitgliedsstaaten, und niemand erhob Einwände.

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Wolodymyr Selenskyj und Joe Biden © dpa

Dieser Schritt wird die Moral im Kampf gegen die russische Invasion stärken. Nach dem ernüchternden Besuch von Wolodymyr Selenskyj in Washington, wo er bei den Republikanern auf Ablehnung stieß, hat das Land diese Positivmeldung dringend nötig gehabt. Der ukrainische Präsident sagte:

  Sieg für die Ukraine. Ein Sieg für ganz Europa. “

Die Finanzhilfen der EU konnten jedoch auch noch nicht beschlossen werden. Orban verhinderte eine Einigung. Es sei nun geplant, dass sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten im Januar erneut mit dem Thema beschäftigten, bestätigten mehrere Diplomaten in der Nacht.

Eigentlich hatte bei dem Gipfel beschlossen werden sollen, für die Unterstützung der Ukraine in den kommenden Jahren insgesamt 50 Milliarden Euro einzuplanen. 17 Milliarden Euro davon sollen als Zuschüsse fließen und 33 Milliarden Euro als Kredite.

Worauf sich die EU-Staaten aber einigen konnten war ein neues Paket mit Sanktionen gegen Russland. Das Paket sieht vor, die Einfuhr von Diamanten zu verbieten und den zuletzt kaum noch wirkenden Preisdeckel für russische Ölexporte in Drittstaaten zu verschärfen.

Kapiteltrenner: Putin

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Jahresabschluss-Pressekonferenz: Putin stellt sich den Fragen der Journalisten © imago

Putin hatte zur Jahrespressekonferenz geladen – das erste Mal seit Kriegsbeginn. Bei dem TV-Spektakel vor Journalisten beantwortete der Kreml-Chef vorab eingereichte Fragen, auch mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine. Seine Antwort:

  Es wird Frieden herrschen, wenn wir unsere Ziele erreicht haben. “

Außerdem sagte Putin, dass ein Frieden für Russland nur akzeptabel sei, sollte die Ukraine ihren neutralen Status beibehalten und auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichten.

Kapiteltrenner Geschenkabo

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Kapiteltrenner: EZB

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Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, auf der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank am 14.12.2023 © imago

Die EZB hat – wie von Marktteilnehmern erwartet – den Leitzins auf einem Niveau von 4,5 Prozent belassen. Die Inflationserwartungen wurden nach unten korrigiert: Für 2024 rechnen die Experten der Notenbank mit einem durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise von 2,7 Prozent und 2,1 Prozent im Jahr 2025.

Notenbankchefin Christine Lagarde setzte Investoren, die auf baldige Zinssenkungen spekulieren, klare Grenzen der Fantasie. Auf der anschließenden Pressekonferenz betonte sie:

  We did not discuss rate cuts at all. No discussion, no debate. “

Kapiteltrenner: Marktausblick

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Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse © imago

Die Märkte reagierten auf den Zinsentscheid und die Aussagen von Christine Lagarde: Nachdem gestern Morgen der Dax noch über die 17.000 Punkte-Marke kletterte, wurde die Jahresschlussrally vorerst unterbrochen. Der Dax schloss unverändert bei 16.752 Punkten.

In den USA ging die Rekordjagd nach guten Einzelhandelsdaten jedoch weiter. Der Dow Jones legte um 0,4 Prozent zu und erreichte zwischenzeitlich einen weiteren Rekordstand. Auch der S&P 500 und die Nasdaq schlossen im Plus.

Kapiteltrenner: Apple

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Tim Cook, CEO von Apple © imago

Derweil schreibt Apple Geschichte. Die Aktie des iPhone-Herstellers erreichte am Mittwochabend ein Allzeithoch – die Marktkapitalisierung liegt damit bei rund 3,1 Billionen US-Dollar.

Damit ist Apple fast mehr wert als der gesamte Aktienmarkt Frankreichs. Der gemeinsame Wert aller in Paris gelisteten Unternehmen liegt bei rund 3,2 Billionen Dollar. Nur sechs Börsen sind inzwischen mehr wert als der Konzern aus Cupertino.

Kapiteltrenner Johann Sebastian Bach

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Das berühmte Porträt von Johann Sebastian Bach (von Elias Gottlieb Haussman) © imago

Nie wird mehr Bach gehört als zur Advents- und Weihnachtszeit. Denn er ist nicht nur der einflussreichste Komponist der Musikgeschichte, für viele Menschen ist Bachs Musik auch der Grund, ein Leben lang am Glauben festzuhalten.

Der schwedische Erzbischof Nathan Söderblom beschrieb das Lebenswerk Bachs einst als fünftes Evangelium – damit übertrieb er nicht, denn nahezu alle Texte zu den Vokalwerken des Eisenacher Komponisten basieren auf Bibeltexten. Musikalisch-rhetorische Figuren legen den Text aus, sie hauchen ihm Leben ein.

In Bachs Werk kulminieren intellektuelle Höchstleistung und handwerkliches Genie.

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Autographe Partitur des Weihnachtsoratoriums BWV 248 © imago

Pia von Wersebe
Pia von Wersebe © Anne Hufnagl

Pioneer-Redakteurin Pia von Wersebe hat sein Schaffen näher beleuchtet und ist der Frage nachgegangen, wieso Bachs kirchlich geprägte Musik auch in einer säkularen Welt weiterhin so viel Zustimmung findet. Sie schreibt:

  Bach ist der Beweis dafür, dass ein Künstler, der seine Kunst nicht nur geistig untermauert, sondern sie auch wie ein Handwerk beherrscht, sich jenseits von Ort und Zeit bewährt. “

Oder wie der argentinisch-deutsche Komponist Mauricio Kagel sagte:

  Nicht alle Musiker glauben an Gott, aber alle glauben an Bach. “

Das wohl berühmteste Bach-Portrait: Von Elias Gottlob Haussmann
Warum die ganze Welt noch heute Bach hört
Ein Text über das Schaffen von Johann Sebastian Bach und seinen musikgeschichtlichen Einfluss.
Artikel lesen

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Start in den dritten Advent.

Bleiben Sie mir gewogen. Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Nico Giese und August Hemel.

Außerdem mitgewirkt haben heute Luisa Nuhr, Alexander Wiedmann und Pia von Wersebe.

Grafiken

Henning Schmitter (Titelbild)

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