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19.12.2023
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© Julian Sander/IMF
Guten Morgen Detlef Karl Klein,

es ist modern geworden, über Afrika positiv zu sprechen. Die reiche Kultur. Die vielen Bodenschätze. Die fantastischen ökonomischen Aussichten. Für UN-Generalsekretär António Guterres ist Afrika „eine Quelle der Hoffnung für diese Welt“.

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António Guterres © imago

Doch die ökonomische Wahrheit sieht im Moment anders aus. Wer heute derart positiv über Afrika spricht, will sein Publikum täuschen.

Hier die sieben unbequemen Wahrheiten über den globalen Süden:

#1 Das Wirtschaftswachstum in Afrika beschleunigt sich nicht, sondern verlangsamt sich

In den vergangenen fünf Jahren sind nur drei der 54 afrikanischen Volkswirtschaften mit einer jährlichen Rate von mehr als sechs Prozent gewachsen: Äthiopien, Benin und Ruanda. In den 2010er-Jahren waren es noch zwölf.

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Sahle-Work Zewde, Präsidentin Äthiopiens © imago

Zum Vergleich: Während die Wirtschaft in China in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 4,93 Prozent wuchs, lag das Wachstum in Afrika bei nur rund drei Prozent.

#2 Auch das afrikanische Pro-Kopf-Einkommen wächst nicht, sondern schrumpft

Die nach Pro-Kopf-Einkommen ärmsten Länder der Erde liegen noch immer in Afrika, das zeigen Daten des Internationalen Währungsfonds. Hier die fünf Ärmsten: In Burundi beträgt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen 2023 nur 246,81 Dollar, in Sierra Leone 414,96, in Südsudan 417,44, in Madagaskar 529,56 und im Sudan 533,85 Dollar.

 
Pro-Kopf-Einkommen
BIP pro Kopf von Afrika, den USA, der Europäischen Union und China im Vergleich, in Kaufkraftparitäten (internationale Dollar)
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Ruchir Sharma, Vorsitzender von Rockefeller International, schreibt in der Financial Times:

  In keiner einzigen afrikanischen Volkswirtschaft ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen seit 2018 gestiegen, und in der Hälfte der Länder ist es sogar gesunken, darunter in drei der fünf größten Länder des Kontinents, Nigeria, Südafrika und Algerien. “

#3 Die Bevölkerung wächst schneller als die Wirtschaft

In einer Welt des demografischen Niedergangs, was zumindest für China und für Europa gilt, sollte man meinen, dass die hohe Geburtenrate in Afrika das dortige Wirtschaftswachstum befördert. Aber genau das tut es nicht.

Heute leben 1,4 Milliarden Menschen auf dem Kontinent, und das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung erwartet, dass diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf etwa 2,5 Milliarden ansteigen wird, was nahezu einer Verdoppelung entspricht.

 
Bevölkerungswachstum
Entwicklung der Bevölkerungszahl von Afrika, den USA, der Europäischen Union und China im Vergleich, in Milliarden Menschen
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Gleichzeitig stagniert das durchschnittliche BIP pro Kopf seit mehr als zwanzig Jahren und liegt gerade einmal bei 2000 US-Dollar. Zum Vergleich: In den USA liegt das BIP pro Kopf bei über 80.000 US-Dollar.

Ruchir Sharma nennt in der Financial Times das Argument:

  Es gelingt einfach nicht, dieses absolute Wachstum in eine relative Stärke zu übersetzen. “

#4 Korruption zieht sich wie ein Krebsgeschwür durch den Kontinent

14 der 20 korruptesten Regierungen auf der Welt befinden sich heute in Afrika, sagt die Rockefeller-Stiftung in New York. 2010 waren es erst zehn Regierungen von 20. In Asien haben Autokraten ihren Völkern nach dem Zweiten Weltkrieg zwar nicht den Weg zur Demokratie, wohl aber den Weg zum Wohlstand gewiesen. Immerhin.

In Afrika verbessern die Autokraten dagegen fast ausschließlich ihre eigene Vermögensposition. Die Entwicklung wichtiger Infrastruktur – Straßen, Eisenbahnnetze, öffentlich zugängliche Bildung und Medizin – findet kaum statt.

Am größten leidet unter der Korruption das Humankapital. Steigt die Korruption um ein Prozent an, sinken die Ausgaben für Bildung ebenso um ein Prozent, wie Porto Bazie und Noël Thiombiano von der Thomas-Sankara-Universität und Eugenie Maiga von der Norbert-Zongo-Universität in Burkina Faso am Beispiel Subsahara-Afrika untersucht haben. Das Problem:

  Politische Korruption ist der Bildung abträglich. In einem korrupten Umfeld werden nicht Fähigkeiten belohnt, sondern individuelle Beziehungen. “

#5 Die Vielfalt der Bodenschätze kommt nicht der Volkswirtschaft zugute

Ein Wirtschaftswunder durch Bodenschätze, wie etwa in den Golfstaaten, bleibt aus. Botswana hat keinen Weg gefunden, sich über den Diamantenhandel hinaus zu diversifizieren, und dümpelt mit einem Wirtschaftswachstum von unter drei Prozent vor sich hin.

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Diamant aus einer Mine in Botswana © imago

In Nigeria, wo die zehntgrößten Ölreserven der Welt unter der Erde schlummern und ein ölgetriebener Wirtschaftsboom erwartet wurde, sind die Durchschnittseinkommen in den letzten fünf Jahren gesunken. Rund 40 Prozent der Menschen müssen mit 1,90 Dollar pro Tag auskommen.

Ein Grund: Schätzungen zufolge werden 5 bis 20 Prozent des nigerianischen Öls gestohlen. „Vor der Küste Westafrikas gibt es einen riesigen Schwarzmarkt“, sagt Alexander Sewell vom Stakeholder Democracy Network.

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Demonstranten in Nigeria © imago

#6 Afrikas Startup-Szene verlangsamt sich

Die Hoffnung, Afrika könne das Industriezeitalter überspringen und direkt in der modernen Digital- und Dienstleistungswelt landen, hat sich nicht bewahrheitet. Startups aus Nigeria sammelten im vergangenen Jahr über 1,2 Milliarden US-Dollar ein; in Kenia waren es 1,1 Milliarden. Doch 2023 sind die Venture-Capital-Investitionen stetig zurückgegangen. Die Risiken sind zu hoch, Geschichten von Korruption und Betrug schrecken Investoren ab.

Marlon Chigwende von Admaius Capital Partners, einem Fonds mit Sitz in Ruanda, sagt:

  Afrika ist einer der letzten Orte, an denen man sich als Investor umschaut, und einer der ersten Orte, von dem man sich zurückzieht. “

#7 Afrikanischer Kapitalmarkt ist zu klein

Die Kapitalbildung in Afrika ist zu gering. Den vielen arbeitswilligen Menschen steht ein zu geringer Kapitalstock zur Verfügung. Die Johannesburg Stock Exchange (JSE) ist mit einer Börsenkapitalisierung von über 1,2 Billionen US-Dollar die führende Börse auf dem afrikanischen Kontinent – aber international ein Zwerg.

 
Marktwert der Börsen
Marktkapitalisierungen ausgewählter Börsen, in Billionen US-Dollar
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Fazit: Die britische Schriftstellerin Doris Lessing, die lange Zeit in Afrika lebte, sagte einmal: „In Europa ist man die schlechten Nachrichten aus Afrika so gewöhnt, dass man die guten nicht mehr wahrnimmt.“ Dieser Denkansatz ist sympathisch, aber naiv. Das heutige Afrika ähnelt einem Vulkan, der nur darauf wartet, ausbrechen zu dürfen. Unter seiner Aschewolke dürfte er vieles beerdigen, auch die wenigen guten Nachrichten.

Kapiteltrenner: Unsere Highlights heute:

  • Massive Bauernproteste in Deutschland gegen Agrardiesel-Kürzungen, mit Warnungen vor einem „heißen Januar“.

  • Kurswechsel bei der Commerzbank: Die Zeiten des Personalabbaus sind vorbei.

  • Ex-US-Militär Tim Gallaudet spricht über den Kontakt zu einer nichtmenschlichen Intelligenz.

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Kapiteltrenner: Agrardiesel 

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Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes © imago

Die Sparbeschlüsse der Regierung stoßen auf Widerstand. Landesweit demonstrieren Bauern gegen das bevorstehende Ende der Agrardiesel-Vergünstigung. Unter dem kämpferischen Motto „Zu viel ist zu viel“ formiert sich massiver Widerstand, symbolisiert durch eine Kundgebung am Brandenburger Tor mit mehr als 10.000 Beteiligten und 3.000 Traktoren. Bauernpräsident Joachim Rukwied warnt eindrücklich:

  Wenn die Regierung nicht zurückrudert, droht ein sehr heißer Januar. “

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Landwirtschaftsminister Cem Özdemir © imago

Agrarminister Cem Özdemir ist das erste Regierungsmitglied, das einknickte: „Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass das so nicht kommen kann!“, sagte er auf der Kundgebung der Bauern.

Prognose: Der Druck der Bauern lohnt sich. Die Regierung wackelt noch nicht, aber die Balken haben begonnen, sich zu biegen. Die Suche nach Sparalternativen hat begonnen.

Kapiteltrenner: Aus der Hauptstadt
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Robert Habeck, Olaf Scholz und Christian Lindner

Die Kollegen des Hauptstadt-Briefings haben die neuen Konfliktlinien der Ampel-Koalition genauer analysiert. Denn die Ruhe nach der Einigung beim Etat 2024 ist nicht nur beim Agrardiesel inzwischen wieder erheblich gestört. Auch beim abrupten Ende der E-Auto-Förderung sind führende Politiker aus SPD, Grüne und FDP irritiert. Und die Luftfahrtindustrie fordert nach der Abschaffung des Steuerprivilegs für Kerosin auf innerdeutschen Flüge die FDP heraus.

Nun soll auf verschiedenen Ebenen geprüft und gegebenenfalls nachverhandelt werden. Die selbsternannte Fortschrittskoalition tritt erneut auf der Stelle. Bei wichtigen Reformvorhaben wie dem Staatsbürgerschaftsrecht sind die Ampel-Parteien bereits verkantet. Erschwerend hinzu kommt eine Blockadehaltung der Union im Bundesrat.

Das Jahr 2024 kann kommen. Besser als 2023 wird es so schnell nicht.

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Ampel: Haushaltskrach unterm Weihnachtsbaum
Das sind die Streitpunkte, die die Ampelregierung mit ins nächste Jahr nehmen muss.
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Kapiteltrenner Lage in Nahost

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US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu

Seit dem 7. Oktober sind fast 20.000 Menschen in Gaza getötet worden, davon 70 Prozent Frauen und Kinder. Das israelische Militär zählt 118 tote Soldaten. Die aktuelle Lage im Überblick:

  • US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ist in Israel eingetroffen.

  • Der Suezkanal wird für Frachter zu gefährlich. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen nehmen zunehmend Schiffe im Roten Meer unter Beschuss. Unter anderem die Reedereien Hapag-Lloyd und Evergreen wollen ihre Schiffe daher über das Kap der Guten Hoffnung umleiten, auch der Öl- und Gasgigant BP meidet die Route.

  • Die „Operation Prosperity Guardian“ soll die Handelsschiffe besser vor Angriffen schützen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Deutschland prüft nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius eine Anfrage zur Beteiligung.

  • Einem Medienbericht nach lotet der Chef des israelischen Geheimdienstes neue Verhandlungen zur Freilassung der Geiseln aus. Nach israelischen Schätzungen werden derzeit noch mindestens 109 Geiseln im Gazastreifen festgehalten.

Kapiteltrenner: Geschäftsklima

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Prof. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts © imago

Keine Festtagsstimmung in der deutschen Wirtschaft. Nach zwei Anstiegen in Folge und einer zuversichtlichen Stimmung ist der ifo-Geschäftsklimaindex für den laufenden Monat im Vergleich zu November um 0,8 Punkte auf 86,4 Punkte gefallen.

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Prof. Jörg Krämer © Frankfurt EBC

Experten und Ökonomen zeigten sich überrascht über das unerwartet trübe Ergebnis zum Jahresende. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sprach von einer „kalten Dusche“ für die deutsche Wirtschaft.

Der Grund für das trübe Ergebnis sind die anhaltenden negativen Prognosen für eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft. Vor allem das erste Halbjahr 2024 sorgt für Skepsis. Dabei helfen der anhaltende Haushaltsstreit und die Ungewissheit über die vorgeschlagenen Lösungen der Bundesregierung nicht. Die Ampel ist derzeit kein Ort für Zuversicht.

 
Trübe Stimmung in der deutschen Wirtschaft
ifo-Geschäftsklimaindex* seit Anfang 2019, indexiert in Punkten
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Kapiteltrenner: Commerzbank

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Sabine Mlnarsky, Personalvorständin der Commerzbank © dpa

Kurswechsel bei der Commerzbank: Die Bank, die jahrelang Personal abbaute – in den vergangenen drei Jahren wurden fast 10.000 Vollzeitstellen gestrichen –, brauche „etwas weniger als 20.000 neue Mitarbeiter“ bis 2034. Das kündigte die Personalchefin Sabine Mlnarsky in einem Handelsblatt-Interview an. Sie erklärte:

  In den nächsten zehn Jahren werden viele Babyboomer bei der Commerzbank in Ruhestand gehen. Hinzu kommt die natürliche Fluktuation, die tendenziell steigen wird. Um nicht zu schrumpfen, müssen wir pro Jahr rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu einstellen. “

Sie will dafür auch Prämien ausloten:

  In Osteuropa zahlen wir Prämien zwischen 1000 und 3000 Euro, in Deutschland für jeden angeworbenen Kollegen 1500 Euro. Für das Anwerben einer Nachwuchskraft haben unsere Beschäftigten in Deutschland in diesem Jahr ein neues iPhone bekommen. Das ist deutlich effizienter als der Einsatz von Recruitern. “

Kapiteltrenner: Joschka Fischer
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Der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer © dpa

Wer auf das vergangene Jahr zurückblickt, wird eine veränderte Dynamik in der Geopolitik feststellen. Schon mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 wurde die Ordnung des 21. Jahrhunderts ins Wanken gebracht. Plötzlich, so Ex-Außenminister Joschka Fischer, waren gewaltlose Verhandlungen out und einseitige Machtbehauptung wieder in. Plötzlich würde Macht wieder mit Gewalt durchgesetzt und Grenzen würden mit Blut gezogen.

Dieser Kontext habe auch begünstigt, dass der Nahostkonflikt nach den Gräueltaten der Hamas am 7. Oktober in einem solchen Umfang explodieren konnte. Fischer schreibt im Gastbeitrag für The Pioneer:

  Der israelisch-palästinensische Konflikt ist nicht neu […]. Aber ohne einen stabilen geopolitischen Rahmen eignen sich solche Konflikte hervorragend für eine verdeckte Instrumentalisierung durch andere, die um globale oder regionale Macht kämpfen. “

Sein Fazit: Wir sehen eine neue Weltordnung entstehen, in der Stabilität zum Fremdwort wird und Unsicherheit, Gefahr und Krieg zum Alltag werden. Wie gut oder schlecht die Chancen auf Frieden in dieser Welt stehen, läge nun maßgeblich in den Händen der USA und China.

Kapiteltrenner Firmenpleiten

20231219-image-dpa-mb-Ein Geschäft muss aufgrund von Insolvenz schließen
Ein Geschäft muss aufgrund von Insolvenz schließen. © dpa

Die gegenwärtige Lage auf der globalen Wirtschaftsbühne ist durch anhaltende Unruhe geprägt. Aktuellen Daten zufolge verzeichnen weltweit Insolvenzen einen deutlichen Anstieg, wobei vor allem fortgeschrittene Volkswirtschaften stark betroffen sind.

In den USA stiegen die Insolvenzen im Zeitraum von September 2022 bis September 2023 um 30 Prozent an. In Deutschland verzeichneten Firmenpleiten in den ersten drei Quartalen einen Anstieg um 25 Prozent. Ebenfalls meldeten Länder wie Frankreich, die Niederlande und Japan im Oktober im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von mehr als 30 Prozent bei den Insolvenzen.

Die Gründe für diese Entwicklung liegen auf der Hand: Zum einen sind die Zinsen drastisch angestiegen, was dazu führte, dass viele Unternehmen ihre Kreditverpflichtungen nicht mehr erfüllen konnten. Zum anderen laufen nach und nach die finanziellen Unterstützungsmaßnahmen aus der Zeit der Covid-Pandemie aus. Schätzungen des Internationalen Währungsfonds zeigen, dass Staaten weltweit zwischen 2020 und April 2021 Förderprogramme in Höhe von 10 Billionen US-Dollar aufgelegt haben.

Dieser negative Trend wird voraussichtlich noch eine Weile anhalten. Die Analysten der Allianz prognostizieren, dass die weltweiten Insolvenzwachstumsraten im nächsten Jahr zehn Prozent erreichen werden, nach einem Anstieg um sechs Prozent im Jahr 2023.

Kapiteltrenner: Pioneer Highlights

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16 Das XXL-Kanzleramt
Die Erweiterung der Regierungszentrale in Berlin erweist sich mehr und mehr als teurer Irrweg.
 
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17 Wo ist der amerikanische Freund?
Ein Bericht von der German American Conference in Harvard.
 
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18 Wir brauchen eine Deindustriealisierung
Die deutsche Wirtschaft stemmt sich gegen die laufende Deindustrialisierung. Warum das falsch ist.
 
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19 Sam Altman: Ein Drama in drei Akten
Wir ordnen die turbulente Woche bei OpenAI ein. Wie geht es in der KI-Branche weiter?
 
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20 Freizeitrepublik Deutschland
Deutschland entwickelt sich zu einer Freizeitrepublik. Steht unser Wohlstand auf dem Spiel?
 
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Kapiteltrenner: Peter Sloterdijk
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Peter Sloterdijk © Anne Hufnagl

Der Philosoph Peter Sloterdijk sitzt nicht nur auf einem Erfahrungsschatz aus prähistorischer Zeit, sondern er stellt immer wieder neue Tiefenbohrungen an, um Schätze aus dem Inneren seiner Gedanken, aber auch aus dem Weltinnenraum unseres Planeten und seiner Bibliotheken zu bergen.

In seinen Büchern und insbesondere auch in seinen Tagebüchern, von denen das dritte jetzt unter dem Titel „Zeilen und Tage III: Notizen 2013–2016“ erschienen ist, legt er Zeugnis ab von dem, was er sieht, denkt und fühlt.

Er ist ein gern gesehener und gehörter Gast in diesem Podcast, daher habe ich ihn auf unser weihnachtlich geschmücktes Redaktionsschiff eingeladen, um mit ihm diese gedanklichen Innenwelten zu bereisen. Das ganze Gespräch strahlen wir an Heiligabend aus. Heute im Pioneer Briefing Podcast ein Vorgeschmack – als Gruß aus der Küche des Philosophen.

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Kapiteltrenner: UFOs

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Illustration eines UFOs © imago

Glauben Sie an eine nichtmenschliche Intelligenz, die in entfernten Galaxien lebt und uns mit UFOs heimsucht? In den USA – dem Land, das die Aliens lieben – gehört die Berichterstattung und Debattenkultur über dieses Thema zum täglichen Brot. In einem Interview mit dem Nachrichtensender „News Nation“ sagte nun ein weiterer hochrangiger US-Militär über solche Begegnungen aus. Tim Gallaudet, ehemaliger Navy-Konteradmiral und ehemaliger Direktor der angesehenen US-Ozean- und Atmosphäre-Behörde, sagte:

  Es ist an der Zeit, die Tatsache einzugestehen, dass wir in Kontakt mit nichtmenschlichen Intelligenzen stehen. Diese Sache sollte man der Öffentlichkeit sagen. “

Die Beweise für Gallaudets Aussage habe er in seiner Zeit als Navy-Chefwissenschaftler in internen E-Mails über UFO-Sichtungen vor der US-Ostküste 2015 gesammelt. In einer der Mails sei sogar ein Video aus der Kamera eines US-Kampfflugzeuges beigefügt gewesen, wo angeblich ein UFO zu erkennen sei.

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Tim Gallaudet und ein Ausschnitt aus einem UFO-Sichtungs-Video © Skimage/Alamy/mauritius images, HANDOUT/AFP

Das Video ging kurze Zeit später viral und wurde vom Pentagon ganz offiziell als „unidentifiziert“ veröffentlicht. In der Aufnahme habe das von Navy-Piloten beobachtete unbekannte Flugobjekt Geschwindigkeiten und Manöver demonstriert, die keine bekannte Technologie leisten könne und kein menschlicher Pilot überleben würde, so heißt es.

 
UFOs lieben die USA
Anzahl der gesichteten UFOs nach Ländern weltweit seit 1949
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Dennoch sind UFO-Sichtungen vor allem ein amerikanisches Phänomen. Die Außerirdischen scheinen die Amerikaner besonders zu lieben. Oder ist es umgekehrt?

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Start in den neuen Tag.

Bleiben Sie mir gewogen. Es grüßt Sie auf das Herzlichste,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Nico Giese und August Hemel.

Außerdem mitgewirkt hat heute Luisa Nuhr und Daniel Bayer.

Grafiken

Julian Sander (Titelbild)

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