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14.02.2024
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Guten Morgen Detlef Karl Klein,

Friedrich Merz steht eisern an der Seite der auf Rafah im südlichen Gazastreifen vorrückenden israelischen Truppen – und damit auf der falschen Seite der Gegenwartsgeschichte. Die Selbstverteidigung des Staates Israel nach dem Überfall der Hamas gerät zum Vernichtungsfeldzug gegen die Palästinenser – und der deutsche Oppositionsführer trägt mitleidslos die alten Sprechzettel vor.

20240214-image-dpa-mb-Friedrich Merz und Benjamin Netanjahu
Friedrich Merz und Benjamin Netanjahu © dpa

Wenn es jetzt darum gehe, „den Terror im Gazastreifen endgültig zu besiegen, dann wird das nicht ohne Opfer in der Zivilbevölkerung gehen können“, sagte er vor Ort in die Kamera von WELT TV. Er habe großes Verständnis dafür, „dass die israelische Regierung und die israelische Armee jetzt sagen: Wir wollen nie wieder diesen Terror aus dem Gazastreifen gegen den Staat Israel sehen.“

 
Gazastreifen: Die Geschichte der Zerstörung
Kartenansicht mit den Zerstörungen im Gazastreifen zu ausgewählten Zeitpunkten
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Die Menschenrechte sieht er durch das Vorgehen der israelischen Armee gewahrt:

  Die israelische Regierung tut sehr viel, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Sie wird informiert, sie wird durch Flugblätter informiert, sie wird durch Handy-Anrufe informiert. “

Diese Kaltschnäuzigkeit gegenüber den Zivilisten und die Unempfindsamkeit für die veränderte internationale Wahrnehmung hat Friedrich Merz exklusiv. Die Weltgemeinschaft und auch die engsten Freunde der Israelis haben – nachdem weite Teile des Gazastreifens dem Erdboden gleichgemacht wurden – ihre Position nachjustiert.

20240214-image-imago-pb-Angehörige der bei israelischen Angriffen ums Leben gekommenen Palästinenser
Angehörige der bei israelischen Angriffen ums Leben gekommenen Palästinenser © imago
  • Seit dem 7. Oktober 2023 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mindestens 28.473 Palästinenser getötet und 68.146 Palästinenser verletzt.

  • Etwa 75 Prozent der 2,3 Millionen Einwohner des Gazastreifens sind laut den Vereinten Nationen vertrieben worden.

  • Rund 400.000 Menschen leiden aufgrund der von Israel verhängten Blockade des Gazastreifens und der strengen Beschränkungen für die LKW der humanitären Hilfe an Hunger.

 
 
Der Nahostkonflikt: Das geteilte Land
Israel, der Gazastreifen und das Westjordanland mit Detailansicht des Gazastreifens
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Wichtig ist: Die westliche Welt steht weiter zum Existenzrecht Israels. Aber, und das ist neu, sie geht spürbar auf Distanz zu Netanjahu. Immer mehr Staats- und Regierungschefs sind der Meinung: Mitleid ist nicht teilbar. Das Wort Existenzrecht gibt es nur im Plural.

20240214-image-dpa-mb-Nach israelischen Bombardements steigt Rauch auf
Nach israelischen Bombardements steigt Rauch auf © dpa

Joe Biden war von Anfang an auf der vorsichtigen Seite. Er sagte öffentlich an die Adresse von Netanjahu: „Ich warne Sie davor, sich von dieser Wut verzehren zu lassen, auch wenn Sie sie spüren.”

20240214-image-dpa-mb-Joe Biden
Joe Biden © dpa

Heute klingt Joe Biden entschlossener, sieht, dass seine Befürchtungen eingetreten sind: Der Militäreinsatz in Gaza sei „übertrieben“. Vor vier Monaten habe „der Großteil der Welt“ noch hinter Israel gestanden, „aber sie sind dabei, diese Unterstützung durch die willkürlichen Bombardements zu verlieren.“

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António Guterres © imago

UN-Generalsekretär António Guterres sprach schon vor drei Monaten von einer „klaren Verletzung des Völkerrechts“. Damals wurde er noch angefeindet oder doch zumindest von den Freunden Israels misstrauisch beäugt. Dabei sah er schon damals, was in diesen Tagen geschieht:

  Der Schutz der Zivilbevölkerung bedeutet nicht, mehr als eine Million Menschen zur Evakuierung in den Süden zu befehlen, wo es keine Unterkünfte, keine Nahrung, kein Wasser, keine Medikamente und keinen Treibstoff gibt, und dann den Süden selbst weiter zu bombardieren. “

In Deutschland hat sich das Blatt ebenfalls gewendet. Israels Sicherheit ist seit den Gräueltaten des Dritten Reichs zurecht deutsche Staatsräson. Damit einhergehend auch die bedingungslose Solidarität: „In diesen Tagen sind wir alle Israelis“, sagte Außenministerin Baerbock sechs Tage nach den Angriffen der Hamas.

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Annalena Baerbock © imago

Doch mittlerweile änderte sich der Ton der Außenministerin. Inzwischen mahnt sie Israel zur Zurückhaltung bei militärischen Angriffen auf die Stadt Rafah. Es gebe das Recht auf Selbstverteidigung, aber nicht das Recht auf Vertreibung der Zivilbevölkerung, sagte sie in dieser Woche. Auf X schrieb sie:

  Die Not in Rafah ist schon jetzt unfassbar. 1,3 Millionen Menschen suchen dort auf engstem Raum Schutz vor den Kämpfen. Eine Offensive der israelischen Armee auf Rafah wäre eine humanitäre Katastrophe mit Ansage. Die Menschen in Gaza können sich nicht in Luft auflösen. “
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Antonio Tajani © imago

In Italien ist ebenfalls ein Wechsel der Tonalität zu vernehmen. Als der italienische stellvertretende Premierminister und Außenminister Antonio Tajani wenige Tage nach dem Angriff auf Israel in Tel Aviv eintraf, knüpfte er seine Solidaritätsbekundungen an die Hoffnung einer verhältnismäßigen Reaktion:

  Israel hat das Recht, sich zu verteidigen. “

Inzwischen bewertet Tajani Israels Vorgehen im Gazastreifen als „unverhältnismäßig“. Im italienischen Sender Radio 1 sagt er:

  Es gibt zu viele Opfer, die überhaupt nichts mit der Hamas zu tun haben. “

Mittlerweile hat sich das niederländische Appellationsgericht in Den Haag in den Nahost-Konflikt eingeschaltet. Die Niederlande dürfen auf Geheiß der Richter vom Luftwaffenstützpunkt Woensdrecht keine Ersatzteile mehr für den Kampfjet F-35 nach Israel liefern. „Die Angriffe Israels haben eine unverhältnismäßige Anzahl Opfer gefordert, unter ihnen Tausende von Kindern“, schreibt das Gericht.

20240214-image-imago-mb-Israelischer F-35 Kampfjet
Israelischer F-35 Kampfjet © imago

Der einzige, der neben dem Eisernen Friedrich steht und den Krieg gegen die Hamas in aller Totalität fortführen möchte, ist Netanjahu selbst. Er hat versprochen, die Hamas mit einem „totalen Sieg“ zu „zerstören“ und weist die westliche Kritik an seiner Kriegsführung zurück.

Einen palästinensischen Staat lehnt er ab. Er folgt der traditionellen Sicherheitsstrategie des modernen Israels, die oft mit den Worten „mowing the grass and taking out the trash“ beschrieben wird. Man wollte nicht die Lösung des Palästinenserkonflikts, sondern dessen Eindämmung.

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Naftali Bennett © dpa

Fazit: Ex-Ministerpräsident Bennett, der seine Karriere als Netanjahus Adjutant begann, nannte den Palästinakonflikt einst den „Granatsplitter im Hintern“ („Shrapnel in the butt“) Israels. Daraus wurde das Netanjahu-Konzept „Prosper without peace“, „Wohlstand ohne Frieden“, wie es Aluf Benn, Chefredakteur von Haaretz, beschreibt. Dieses Konzept ist jetzt gescheitert. Israel leidet nicht an einem Granatsplitter, sondern an Herzrhythmusstörungen. Im Westen – minus Friedrich Merz – ist man der Meinung: Der Staat Israel soll weiterleben, aber nicht so wie bisher.

Kapiteltrenner: Unsere Highlights heute: (1)

  • Der US-Senat hat nach monatelanger Verzögerung 95 Milliarden Dollar für die Ukraine, Israel, humanitäre Hilfe für den Gazastreifen und Taiwan bewilligt.

  • Die estnische Regierungschefin Kaja Kallas steht auf einer Fahndungsliste des Kremls.

  • Das größte Säugetier Europas feiert sein Comeback: Das Bison ist zurück.

Kapiteltrenner Ostdeutschland
20240214-image-imago-pb-Dr. Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin und Buchautorin
Dr. Ursula Weidenfeld, Wirtschaftsjournalistin und Buchautorin © imago

Vor fast 35 Jahren gab es plötzlich nicht mehr zwei deutsche Staaten, sondern nur noch einen. Die Bundesrepublik und die DDR wurden fusioniert. Doch diese Fusion war kein „merger of equals“, weshalb die Geschichte der DDR fortan als eine Geschichte von Verlierern erzählt wurde. In der Geschichtsschreibung gelten zuweilen dieselben archaischen Spielregeln wie an der Börse: The winner takes it all.

Die Buchautorin Dr. Ursula Weidenfeld – promovierte Wirtschaftshistorikerin – erzählt jetzt erstmals die ganze Story, die vom Verlieren, aber auch vom Gewinnen und oft vom Durchhalten erzählt. Ihr Buch trägt den Titel Das doppelte Deutschland. Eine Parallelgeschichte, 1949 – 1990 und ist im Rowohlt Verlag erschienen.

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Insa-Umfrage © T-Online

Im Gespräch für den heutigen Pioneer-Podcast macht die Autorin die Notwendigkeit deutlich, beide Seiten dieser Entwicklungsgeschichte zu erzählen:

  Die Generation, die weder den einen noch den anderen Staat erlebt hat, besitzt einen Anspruch darauf, beide Geschichten zu kennen und über ihre Verflochtenheit zu wissen. “

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Klick aufs Bild führt zur Podcast-Page.

Sie kritisiert die westliche Neigung, auch im Stadtbild die ostdeutsche Geschichte verschwinden zu lassen: Plattenbauten werden gesprengt, der Palast der Republik, das DDR-Parlament, weggebaggert. Stattdessen wurden die Dresdner Frauenkirche restauriert und das Stadtschloss von Preußenkönig Friedrich I. wieder aufgebaut. Sie sagt:

  In der Stadtmöblierung hat man den Barock und das 19. Jahrhundert wieder auferstehen lassen. Man hat keine gesamtdeutsche, mutige und großartige Architektur gefunden. “

Das ganze Gespräch können Sie heute Morgen im Pioneer-Podcast hören.

Kapiteltrenner: Aus der Hauptstadt (1)
Newsletter Header „Hauptstadt - Das Briefing“

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte im Herbst seinen „Jobturbo“ angekündigt – das Ziel war, Geflüchtete schneller in den Arbeitsmarkt zu bringen.

jobturbo

Seit Verkündung des Programms sind die Zahlen teilweise noch schlechter geworden. Wie steht es also um den Turbo? Lesen Sie hier die ungeschönte Bestandsaufnahme meines Kollegen Michael Bassewitz im Newsletter „Hauptstadt – Das Briefing“.

Kapiteltrenner Ukraine-Update
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Katrin Göring-Eckardt © imago

Fünf Tage unterwegs mit Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt durch die Ukraine und Moldau: Unser Kollege Thorsten Denkler begleitet sie. Und schildert seine sehr persönlichen Eindrücke. Lesen Sie hier über emotionale Begegnungen nördlich von Kiew.

Trost in Zeiten des Krieges
Tränen der Freude, Tränen des Leids
Fünf Tage durch die Ukraine: ein sehr persönliches Logbuch.
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Kapiteltrenner US-Unterstützung
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Joe Biden © imago

Der US-Senat hat nach monatelanger Verzögerung 95 Milliarden Dollar für die Ukraine, Israel, humanitäre Hilfe für den Gazastreifen und Taiwan bewilligt. Nach einer zermürbenden Nachtsitzung stimmte der Senat am frühen Dienstag mit 70 zu 29 Stimmen für das Paket zur Finanzierung der nationalen Sicherheit. 60 Milliarden Dollar sind für die Ukraine bestimmt.

Am Ende unterstützten 22 Republikaner das Paket, während zwei Demokraten und der unabhängige Senator Bernie Sanders aufgrund von Bedenken über Israels Aktionen im Gazastreifen dagegen stimmten.

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Donald Trump © dpa

Die Zukunft der Maßnahme im Repräsentantenhaus ist ungewiss. Führende Vertreter der Republikaner im US-Repräsentantenhaus und Donald Trump gönnen Biden alles, nur keinen parlamentarischen Erfolg.

Kapiteltrenner Kaja Kallas
20240214-image-imago-pb-Kaja Kallas, estnische Regierungschefin
Kaja Kallas, estnische Regierungschefin © imago

Seit Kriegsbeginn stellte sich Kaja Kallas eisern auf die Seite der Ukraine. Während im EU-Parlament anfangs noch über moderate Sanktionen gegen Russland diskutiert wurde, war Kallas bereits deutlich und beschuldigte Kreml-Chef Putin im Interview mit dem Spiegel als „Kriegsverbrecher“, der einen Genozid verüben würde.

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Wladimir Putin © imago

Für nicht weniger Ärger im Kreml sorgte, dass sie wenige Monate später in Estland sämtliche Denkmäler für sowjetische Soldaten im Zweiten Weltkrieg entfernen ließ. Damals sagte sie:

  Ein Panzer ist eine Mordwaffe und kein Erinnerungsobjekt. “

Seit gestern steht die estnische Regierungschefin Kaja Kallas auf einer Fahndungsliste des Kremls – als erste ausländische Staatschefin überhaupt. Für sie keine Bestrafung. Auf X schreibt sie dazu:

  Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass ich das Richtige tue – die starke Unterstützung der EU für die Ukraine ist ein Erfolg und schadet Russland. “

Kapiteltrenner Inflation und Zinsen
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Fed-Chef Jerome Powell © imago

Die gestern veröffentlichten US-Verbraucherpreise lösen an den Märkten neue Zinssorgen aus. Die Inflationsrate der Vereinigten Staaten fiel zwar im Januar auf 3,1 Prozent (Dezember 3,4 Prozent). Die Märkte rechneten allerdings mit einem Rückgang auf 2,9 Prozent.

Dass die US-Notenbank Fed auf ihrer nächsten Sitzung im März den Start eines neuen Zinssenkungszyklus einleiten wird, glaubt so gut wie niemand mehr. Inzwischen fallen auch daher die Senkungserwartungen an die übernächste Sitzung im Mai deutlich.

65,2 Prozent der Marktteilnehmer glauben, dass die Fed sich dann ebenfalls zur Beibehaltung des aktuellen Zinssatzes entscheiden wird, so das FedWatch Tool der CME Group. Vor einer Woche lag diese Erwartung erst bei 33,4 Prozent. Zum Jahresbeginn waren sich die Märkte noch absolut sicher, dass die Welt im Mai schon die zweite Zinssenkung sehen würde.

Die Märkte spiegelten diese Verschiebung der Zinserwartung mit fallenden Aktienkursen. Der S&P 500 konnte die erst jüngst erklommene 5.000-Punkte-Marke nicht verteidigen.

Kapiteltrenner: Coca-Cola
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James Quincey, Präsident und CEO vom Coca-Cola Unternehmen © imago

Investoren-Legende Warren Buffett freut sich vermutlich bereits zum hundertsten Mal über eine Entscheidung, die er vor gut 36 Jahren traf. Denn 1988 kaufte der Investor erstmals Aktien des Getränke-Giganten Coca-Cola. Gestern legte das Unternehmen erneut starke Zahlen vor.

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Warren Buffett © imago

Coca-Cola erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Nettogewinn von 10,7 Milliarden US-Dollar. Das waren zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Mit dem guten Ergebnis im Rücken traut sich der Konzern im laufenden Jahr ein Umsatzwachstum zwischen sechs und sieben Prozent zu.

Die Aktie bewegte sich jedoch im Tagesverlauf kaum. Denn die schmelzenden Zinshoffnungen nach den gestern gemeldeten US-Inflationsdaten erzeugten Gegenwind zu den guten Ergebnissen. Siehe oben.

Buffetts Freude über das sprudelnde Cola-Geschäft dürfte dem keinen Abbruch getan haben. Er kaufte 1988 seine ersten 23 Millionen Coca-Cola-Aktien zu je 2,73 US-Dollar. Heute kostet eine Aktie mehr als 60 US-Dollar. Damit erwirtschaftete Buffets erstes Cola-Paket eine Rendite von 2.100 Prozent.

Coca-Cola ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch Aktien von Unternehmen mit einem konservativen Geschäftsmodell und wenig innovativen Produkten geduldigen Anlegern stattliche Renditen generieren können. Oder wie es Buffett einst ausdrückte:

  Jemand sitzt heute im Schatten, weil jemand vor langer Zeit einen Baum gepflanzt hat. “

Kapiteltrenner: AirBnB
Airbnb
© dpa

Dank eines überraschend starken Geschäfts hat AirBnB einen optimistischen Ausblick abgegeben. Der Unterkünfte-Vermittler stellte für das laufende Quartal einen Umsatz von 2,03 bis 2,07 Milliarden Dollar in Aussicht.

Dank eines anhaltenden Booms bei internationalen Reisen und bei längerfristigen Aufenthalten übertrafen die Erlöse zum Jahresschluss 2023 mit 2,2 Milliarden Dollar das selbst gesteckte Ziel von 2,13 bis 2,17 Milliarden. Treiber waren eine fast verdoppelte Anzahl an Übernachtungen in China sowie ein 20-prozentiger Anstieg der Buchungen für längerfristige Aufenthalte.

Unterm Strich stand allerdings ein Nettoverlust von 349 Millionen Dollar. Hier machte sich eine umgerechnet 621 Millionen Dollar schwere Steuernachzahlung in Italien für die Jahre 2017 bis 2021 bemerkbar. Die Airbnb-Aktie fiel nachbörslich um rund vier Prozent.

Kapiteltrenner Bisons in Europa
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Wisent (Bison bonasus) © imago

Das größte Säugetier Europas feiert sein Comeback: Das Bison ist zurück. 850 Kilogramm wiegt das mächtige Tier. 1927 wurde das letzte freilebende Wisent, wie die Rinderart in Europa offiziell genannt wird, im Kaukasus geschossen. Zu diesem Zeitpunkt lebten nur noch 54 Bisons in europäischen Zoos.

Doch in Südengland entstand eine neue Wiege für die fast ausgestorbene Art. Ein Zuchtprogramm wurde gestartet, aus 54 wurden 7.000 Bisons, die in der europäischen Wildnis verteilt leben. Die meisten davon in Bulgarien und Rumänien, einige Exemplare auch in Brandenburg.

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Europäischer Bison (Bos bonasus), Wisent im Naturschutzgebiet Döberitzer Heide, Brandenburg © imago

Die Art gilt inzwischen nicht mehr als vom Aussterben bedroht, die Herden müssen allerdings weiterhin überwacht werden. Ein Erfolg für die Tierwelt. Auch andere Arten wie Biber oder Steinböcke sollen über ähnliche Programme wieder vermehrt in der Wildnis anzutreffen sein. Vielleicht folgt als Nächstes die Aufzucht eines Tyrannosaurus.

20240214-image-imago-pb-Tyrannosaurus Rex bei der Ausstellungseröffnung von Jurassic World: The Exhibition in der Expohalle Urban Banks
Tyrannosaurus Rex bei der Ausstellungseröffnung von Jurassic World: The Exhibition in der Expohalle Urban Banks © imago

Fazit: Die moderne Welt wirkt zuweilen ohnehin wie ein Fantasialand. Warum sollten Biologen und Genforscher nicht gemeinsam einen Jurassic Park eröffnen. Oder wie Oscar Wilde zu sagen pflegte:

  Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben. “

Ich wünsche Ihnen einen tierischen Start in den neuen Tag. Bleiben Sie mir gewogen.

Herzlichst grüßt Sie,

Ihr

Signatur Gabor Steingart
Gabor Steingart
Herausgeber The Pioneer

Redaktion

Lukas Herrmann (Leitung), Nico Giese und Eleanor Cwik.

Außerdem mitgewirkt haben heute Philipp Heinrich, Jan Schroeder und Anne Schwedt.

Grafiken

Julian Sander (Titelbild)

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